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V e rze i ch niß.

der in diesem Bande enthaltenen Artikel.

42

S.

Seite 1. Klerus ober Kirchenlehrer: und Kirchenbienerstand im Kuls tus der Christen.

12. Klerus, liturgische Kleidung, Amtstracht desselben.. 42-78 3. Alerus, Bestrafung befselben bei Uebertretung der kirchlia chen Gesebe und Borschriften..

79 - 90 4. Klerus. Duellen seiner Einkünfte von der Entstehung des Christenthums bis auf unsre Jage.

91 - 113 5. Kreuz im Kultus der Christen.

114-143 6. freux, Pirchliche Fefte in Beziehung auf dasselbe.. • 144-148 7. Sunft, ihre Berücksichtigung und Pflege im Rultus der Chriften.

149-167

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168-169

170-174

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175-191

L. 8. Banje. Das Feft ber lange unb Någel Chrifti. 9. Bectoren in den kirchlichen Bersammlungen der frühern

Christen. 10. Begenden im chriftlich - tirchlichen Leben ber frühern und

spåtern Zeit. 11. Lehrstuhl in christlichen Kirchengebäuden, gewdhnlich Kans

zel genannt. 12. bitanei, Sprachgebrauch dieses Wortes. 13. Liturgien. 14. liturgische Formeln. 15. liturgische Schriften. 16. Lucas, der Evangelift, Gedächtnißfeier desselben,

.

192-195 196 - 201 202-227 228-243 244 - 264 265-268

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M.

Seite 17. Maccab&erfest in der Zahl der frühern chriftlichen Fefte. 269-271 18. Må rtyrer.

272-276 19. årtyrer fe fte.

279-285 20. Malerei, Pflege dieser Kunst im christlichen Alterthume. 286 - 313 21. Marcus, Gedächtnißtag desselben.

314 - 317 22. Nariaverehrung.

318-325 23. MariReinigung.

326 – 330 24. Mariá þeim fu ch ung..

331-334 25. Maria Himmelfahrt.

335-338 26. Marià Geburt.

339-341 27. Maria, Feft der unbefleckten Empfängniß derselben. 342–346 28. Maria Magdalena, Gedächtnißtag derselben.

347-348 29. Martin der Heilige.

349-354 30. Matthå us, Gedächtnißtag desselben.

355-357 31. Matthias, Gedächtnißtag desselben.

358 — 360 32. Mefíe.

361 - 411 33. Metropoliten.

412-418 34. Michaelisfest. :

419-425

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1.

Klerus oder Kirchenlehrer - und Kirchendienerstand im

Cultus der Christen.

I. Name und Begriff. II. Ursachen der Entstehung und eigenthümlichen Ausbildung des christlichen Klerus. III. Personale des Klerus im apostolischen und nachapostolischen Zeitalter und in der spätern und neuern Zeit. IV. Wahlart der Kleriker. V. Welche positive und negative Regeln befolgte man, um Semanden vom Klerikerstande auszuschließen oder in denselben aufzunehmen? VI. Rang, Jinmunitåten und Vorrechte des Klerus. VII. Verånderung in dem Begriffe des Klerus durch die Reformation. VII. Vergleichende Rückblicke auf einzelne Rubriken dieses Artikels mit der Sitte und Gewohnheit unsrer Sage.

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Literatur. Marc. Ant. de Dominis de republ. eccles. libri X. 1618 – 22. 3 Vol. N. Coiffeleau pro sacra monarchia eccl. cath. adv. rempubl. M. A. de Dominis libri IV. apologet. Par. 1623. 2 Bde. Fol. Phil. Rovenii Reipublicae christ. libri duo, tractantes de variis hominum statib., gradib., officiis et functionib. in ecclesia Christi. Antwerp. 1668. Pagan. Gaudentii de vita Christianor. ante tempora Constantini. Florent. 1639. Jo. Frontonis de moribus et vita Christianor. in primis ecclesiae seculis. Paris 1660. 4. Jo. Cavei primitivus christianismus, ex Angl. lat. edit. V. 1689. Ejusd. de regimine vet. eccles. L. El. du Pin de antiqua ecclesiae disciplina. Cöln 1691. 4. Bened. Bachini de ecclesiasticae hierarchiae originibus. Mut. 1703. 4. L. Thomassin vetus et nova ecclesiae disciplina etc.

Lucae 1728. 3 Bde. Fol. C. M. Pfaff de originib. juris eccles. Edit. V. Tub. 1756. 4. – I. H. Böhmers Entwurf des Kirchenstaates der ersten 3 Fahrhunderte. Halle 1733. 8. - Plands Geschichte der Entstehung und Ausbildung der christl, - kirchl. Gesellschaftsverfas]. Tom. I-yi. Siegel Sandbuc III.

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Hannover 1803 - 5. 8. Herm. Scholliner de magistratuum ecclesiae origine et creatione 1757. 4. Ejusdem diss. de hierarchia ecclesiae cath. 1757. 4. €. G. Keuffel Institutio vet. et mediae eccles. politiae s. disciplinae eccles. 1740. – Al. A, Pellicia politiae chr. eccl. primae, mediae et novae aetatis. 1777. 3 Tom. 8. G. B. Eisenschmidts Geschichte der Kirchendiener. Thl. I. Erf. 1797. 8. - Ziegler Versuch einer pragmat. Gesch. der kirchl. Verfassungsformen in den ersten 6 Jahrhunderten der Kirche. Leipz. 1798. 8.

Allgemeinere chriftlich : Birchliche archåologis fche Werte, wo von dem Klerus mit gehandelt wird, gewohnlich im Deutschen mit der Uebers schrift: heilige oder gottesdienstliche Personen. Bingh. I. J. beinahe die ganzen beiden ersten Vol. Baumgartens Erläuterungen der christlichen Alterth. 1r Abschn. von den gottesdiensti. Personen p. 33 ff. Schöne’s Geschichtsforschungen über die kirchlichen Gebrauche 1r und 3c Bo. - Augusti's Denkwürdigkt. 11r Bd. von den gottesdienstlichen Personen. – Binterim's Denkwürdigkeiten III. Bd. 1r und 2r Ihl. Rheinwald's kirchl. Archäologie p. 18.ff. Die speciellern Schriften sind am betreffenden Orte angeführt.

Um allzu große Weitläuftigkeit einzelner Urtikel zu vermeiden, haben wir hier nur die einzelnen Puncte zusammengestellt, die sich für eine kürzere Behandlung eignen und auch in einem gewissen innern Zusammenhang zu einander stehen. Anderes, was zu dem Artikel Klerus gehört und was einer weitlåuftigern Bearbeitung bedarf, haben wir in besondern Artikeln abgehandelt, um das Ganze bequemer uno gründlicher erschöpfen zu können.

I) Xame und Begriff. Mit dem Namen Klerus bea zeichnet man den christlichen Lehrer- und Kirchendienerstand. türlich auch der Etymologie nach dieß Wort von xañeos, welches Loos bei Profanscribenten bedeutet, konnte abgeleitet werden, wo es dann durch das Loos Erwählte bezeichnen würde; so ist doch der Umstand entgegen, daß diese Art zu wählen selten war; nur in außerordentlichen Fällen stattfand und zulegt sogar verboten wurde. Zweckmäßiger leitet man es von dem biblischen Sprachgebrauche ab, wo es unter andern auch Besikthum, Eigenthum anzeigt. In dieser legtern Bedeutung wird das hebräische 2017 vorzugsweise von dem israelitischen Volke, als dem auserkornen Eigenthume Gottes gebraucht. Von den Juden ging derselbe Sprachgebrauch auf die Christen über, wo xipos 1 Petr. 5, 3. eben so von der Gesammtheit der Bekenner Jesu vorkommt. - Im noch engern Sinne, der jedoch im N. T. nicht vorkommt, braucht man auch das Wort xañeos von den christlichen Lehrern und Kirchen: dienern, um diese als einen Stand zu bezeichnen, der Gott besonders angenehm und einer höhern Auszeichnung würdig rei. – Früher war mehr der Name Ordo von den Kirchenbeamten gewohnlich im Gegensaße des haós, der Laien. Aber doch schon im 1. und 2. Jahrhunderte bildete sich dieser engere Sprachgebrauch von xiñeos, wie man aus den Schriften des Clemens von Rom und Alerandrien sehen kann. Die Lehrer und Beamten der christlichen Kirche hießen darum auch Clerici, welchen

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Namen man im 3. Jahrhunderte nur von den Bischofen, Presbytern und Diaconen gelten ließ, im 3. und 4. Jahrhundert aber wurde er auch auf die übrigen Kirchendiener ausgedehnt, doch so, daß nun ein Clerus major und minor unterschieden wurde. Vergl. Cyprians 23. und 33. Brief. Conc. Nic. c. 3. Conc. Carthag. 3. c. 15. et 21. Ambrosius de dignit. sacerdotali c. 3. Epiph. haeres. 68. Außer dieser Benennung werden die Kirchenbeamten auch zuweilen Ecclesiastici genannt. Doch galt dieser Name zuweilen von den Christen überhaupt, indem sie sich im Gegensaße der Unglaubigen und Reber ohne Unter: 'chied homines ecclesiasticos, i. e, ad ecclesiam pertinentes, genannt wissen wollten. Euseb. h. e. 1. 4. c. 7. und 1. 5. c. 27. Nicht minder hießen die christlichen Kirchendiener auch Canonici, welches man, wie wir im Art. Canon bereits gezeigt haben, am schicklichsten wohl davon ableitet, daß die Kirchenmatrikel, in welcher unter andern auch der Name der Kirchenbeamten aufgezeichnet war, xavov genannt wurde. Darum ist auch von ihnen der Ausdruck gebraucht oi toũ xavóvos. Conc. Antioch. 4. c. 2. 6. Conc. Nic. c. 16. 17.

II) Ursachen der Entstehung und eigenthůmlichen Ausbildung des Klerus. - Fragt man, wie sich ein solcher besonderer Stand, Klerus genannt, im Schooße des Christen: thums bilden konnte, so spricht schon einigermaßen die Natur der Sache dafür. Mit dem Beginnen des Christenthums waren Lehrer bei den Gemeinden angestellt und das Bedürfniß machte dieß auch nothwendig. Denn die umherreifenden Apostel und ihre Gehülfen hatten nicht Zeit sich so lange an einem Orte aufzuhalten, bis die Neubekehrten dahin gebracht waren, aller Belehrung entbehren zu können. Sie mußten aljo Männer auswählen, die Datente und Begeisterung genug besagen, um ihre Stelle bei den neugestifteten Christengemeinden zu vertreten. Erwägt man ferner noch, daß das Christenthum im Gegensaße zu dem jüdischen und heidnischen Cultus Religion des Geistes und Herzens war, so ergiebt sich auch hieraus nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Nothwendigkeit eines fortdauernden Lehrstandes. Daß fich jedoch dieser Stand in der christlichen Religionsgesellschaft eigenthümlich gestaltete, -indem man die Glieder desselben schon zeitig als eine Gat: tung von Menschen betrachtete, die Gott im hohen Grade angenehın sei und einen bedeutenden Vorzug vor allen Staatsbürgern behaupte; davon lassen sich die Ursachen leicht auffinden. Hierher gehört zu: nächst a) die Nachahmung jüdischer gottesdienstlicher Einrichtungen. Indem man das Judenthum als ein Vorbild des Christenthums betrachtete, glaubte man auch das Ansehen, welches unter dem vorigen Lieblingsvolte die Priesterschaft gehabt hatte, nun auch auf die christ: liche Geistlichkeit übertragen zu müssen. Schon Clemens von Rom verglich diese darum mit der jüdischen Priesterschaft. Hierher gehören auch ferner b) die hohen Begriffe von der priesterlichen Würde, welche die Heiden zum Christenthum mitbrachten. Man denke hier besonders an die barbarischen Bolksstamme, welche das rómische Reich erschůt: terten, und an ihr Verhalten gegen die in demselben bestehende christ: liche Geistlichkeit. c) Eine dritte Ursache, warum der Klerus bald eine ausgezeichnete Stellung in christlichen Staaten einnahm, lag auch in den großen Begünstigungen desselben von Seiten einzelner Beherrsdier

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