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sancta Synodus super hac dispensatione non ausa est praebere suae sanctitati consilium, nec illam approbare. Hoc autem dixi, quia approbatio hujus decreti mihi displicebat ob

multas causas, quas vitandae prolixitatis et modestiae causa

non dixi. Hic autem eas apponam. 79. Primo displicebat decretum ob modum id nobis obtrudendi cum pre

cibus armatis, cum minis et sine tempore deliberandi, ut cum pueris et rusticis fieri solet. Et praesertim displicebat illa absentia oratorum, qua videbantur vel velle excommunicare synodum, vel, quod verius est, se ipsos a synodo et consequenter ab ecclesia alienos ostendere, Idcirco occurrebat, quod vel sanctissimus dominus noster vel sancta synodus rogare deberet regem christianissimum, ut magis catholicos oratores ad synodum mitteret. Quia ergo modus proponendi hoc decretum videbatur mihi tela non a Spiritu sancto ordita,

non videbatur ei assentiendum. Secundo etiam displicebat, quia ex ejus concessione aperiebatur

ostium oratoribus et aliis ad plura et magis nociya petenda,

quae habent jam parata in suis catalogis. Tertio quia hac via facilius induci potest ') sanctissimus dominus

noster ad dispensandum. Si enim ad id propensus est, procul dubio dispensabit, quia haec remissio concilii ?) tacita quaedam approbatio est dispensationis. Poterit enim subire mentem sanctitatis suae haec cogitatio. Si sapientes hi vidissent aliquod periculum in dispensatione, me admonuissent; modo autem, quum integrum negotium ad me remittant, nihil periculi vident in concessione. Sed e contrario considerare debet sua sanctitas vias, quibus obtenta est haec remissio, et quod in hujusmodi, quae sunt facti, non solum quivis homo sed quaevis etiam hominum multitudo errare potest. Considerare etiam debet, quod superius dixi, nempe synodum non fuisse ausam consulere vel probare dispensationem, et idcirco tractam esse ad hanc remissionem, cui etiam magna

pars patrum qualitate non aliis inferior non consensit. 80. Et haec quidem sunt visae mihi partes summi pontificis in hoc

negotio. Nostrae sunt, sperare, quod optime sua sanctitas illas implebit, et orare Dominum, ut porrigat illi Spiritum suum, ut, quod optimum ecclesiae sanctae fuerit, decernat, et postquam id decreverit, quidquid illud fuerit, boni consulere et probare.

Quod ego cum Dei gratia profiteor me libenter facturum. -) So R. nach einer wahrscheinlich von Lainez herrührenden Correctur. M. hat faciliorem se reddet.

») Concilii fehlt in M.

Der allgemeine Wesensbegriff der sieben Baben des fil. Beiftes

nad der theologisden Summa des hl. Thomas.

Bon A. M. Bodewig, S. J.

Die Ermittelung der authentischen Lehre des hl. Thomas über die sieben Gaben des hl. Geistes unterliegt sehr bedeutenden Schwierigkeiten. Die Commentatoren gehen in der Erklärung seiner Aussprüche ziemlich weit auseinander; und der scharfsinnige Vasquez nimmt sogar keinen Anstand, in seinem Commentar zur theologischen Summa 1. 2. qu. 68 mit überraschender Offenheit einfachhin zu bekennen, er für seine Person könne mit der Erklärung der Thomafischen Gabentheorie nicht ins Reine kommen und müffe sie deshalb Andern überlassen, was wohl soviel heißen fol, als daß er sie als unerklärbar aufgebe. Sollte es wirklich so bedenklich stehen? Ich meinerseits konnte mich mit diesem Gedanken nicht befreunden, da es mir unwahrscheinlich schien, daß ein Geist wie Thomas von Aquin als seine Theorie von den sieben Gaben einen jo unentwirrbaren Gedankenknäuel sollte dargeboten haben, und dies jogar in seinem so lange vorbereiteten Hauptwerke der theologischen Summa. Ich entschloß mich daher, die eigenen Auseinanderseßungen des großen Aquinaten einer neuen möglichst sorgfältigen Untersuchung zu unterziehen und das Resultat derselben in der vorliegenden Abhandlung dem theologisch gebildeten Leser zur wohlwollenden Beurtheilung vorzulegen. Wie aber der Titel besagt, will diese Arbeit vorerst nur den allgemeinen Begriff der sieben Gaben erforschen, und zwar insoweit als derselbe speziell in der theologischen Summa bestimmt wird. Unser Streben ist dahin gerichtet, den vom hl. Lehrer selbst beabsichtigten Sinn der Zeitschrift für tath. Theologie Vi. Jahrgang.

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von ihm gebrauchten Ausdrüde ficher festzustellen') und seinen Gedankengang Schritt für Schritt genau zu verfolgen, um aus dem Zusammenhange das richtige und volle Verständniß seiner Lehre zu gewinnen.

Die theologische Summa behandelt die Gaben verhältnißmäßig mit großer liberalität; sie macht dieselben in zwei ihrer vier Theile zum ausdrüdlichen Gegenstande eingehender Untersuchungen.

Nachdem die Prima Secundae in den acht Artikeln der Frage 68 das Augemeine derselben erforscht hat, das heißt, jene Punkte, welche allen sieben Gaben gemeinsam find, widmet die Secunda Secundae jeder einzelnen Gabe eine besondere Quästion, so daß mithin volle acht Quästionen der Entwicklung dieser Lehre geschenkt werden. Außerdem spricht die Summa noch an vielen andern Stellen von diesem Gegenstande. Mit großer Ausführlichkeit geschieht dieses in den beiden Abhandlungen von den acht Seligkeiten und den zwölf Früchten des hl. Geistes (1. 2. qu. 69 und 70); wichtig sind auch die beiden Artikel über die Saben in der menschlichen Natur Christi (3. qu. 7. art. 5. und 6), und der Artikel über das Verhältniß derselben zu der sacramentalen Gnade (3. qu. 62. a. 2). Kürzere und gelegentliche Aeußerungen sind durch die ganze Summa zerstreut.

Da wir hier nur beabsichtigen, die Lehre der Summa über den allgemeinen Begriff der Gaben zu erforschen, so ist das eigentliche Feld der gegenwärtigen Untersuchung der erste Artikel

1). Wie wichtig und unerläßlich dieses selbst bei anscheinend einfachen Aus

drüden ist, möge folgendes kleine Beispiel zeigen. Im Verlaufe seiner Abhandlung erklärt Thomas wiederholt die Gaben für identisch mit „den göttlichen oder heroischen Tugenden.“ Wer sich nun nicht darüber unterrichtet hat, was der Heilige selbst unter dieser seiner göttlichen oder heroischen Tugend“ versteht, wird sich wahrscheinlich irrige Vorstellungen über dessen Lehre von den Gaben bilden und vielleicht etwa glauben, er mache die Gaben zu jenen Tugenden, welche von den Ass ceten heroische genannt und unter demselben Namen auch zur officiellen Seligsprechung verlangt werden; damit aber wäre (wenn auch unbewußt und guten Glaubens) eine fremdartige Auffassung in die Gabentheorie der Summa hineingetragen. Bositive fenntniß der Thomafischen Terminologie ist also unentbehrlich; und eine solche fann, wie bei andern Auctoren, so auch bei dem unserigen oft nur erlangt werden, durch gewissenhaftes Nachsuchen in andern Abhandlungen, wo er selbst die Bedeutung derartiger Ausdrüde erörtert.

der Quästion 68 der Prima Secundae ; auf die übrigen Artikel und Aussprüche wird aber insofern genaue Rüdficht genommen werden, als sie zu hellerer Beleuchtung der bezüglichen Lehrpunkte dienlich erscheinen.

Der durchaus kritische Zweck und Charakter dieser Forschungen ließ uns faum eine andere Wahl, als unserer Arbeit die äußere Form eines fortlaufenden Commentars zu den Textworten der Summa zu geben.

Die Quästion 68 läßt nach dem einfachen Titel ,,De donis" dem ersten Artikel eine kurze Inhaltsanzeige der ganzen Abhandlung in folgenden Worten vorausgehen: „Consequenter considerandum est de donis; et circa hoc quaeruntur octo: 10 utrum dona differant a virtutibus; 20 de necessitate donorum ; 30 utrum dona sint habitus ; 4° quae et quot sint; 50 utrum dona sint connexa; 60 utrum maneant in patria; 70 de comparatione eorum ad invicem; 80 de comparatione eorum ad virtutes.“ Die ersten Worte rufen wie von selbst die Frage hervor, aus wels chem Grunde Thomas die Gaben gerade an dieser Stelle der Prima Secundae gleich nach dem Tractate über die Tugenden bespricht. Die ihn leitende Idee finden wir angegeben in der Einleitung zur Quästion 55, wo er sagt, daß die dort zu beginnende Untersuchung über die Fabitus im Besondern in logischer Reihenfolge zuerst die guten Habitus und darauf die bösen betrachten müsse; zu jenen aber würde außer den Tugenden auch noch einiges mit diesen Verbundene gerechnet, nämlich die Gaben, die Selig keiten und die Früchte: ,Primo dicendum est de habitibus bonis, qui sunt virtutes et alia eis adjuncta, scilicet dona, beatitudines et fructus." Zu der gegenwärtigen Anordnung bewog ihn demnach eine doppelte Rücksichtsnahme, einmal nämlich der Umstand, daß nach traditioneller Anschauung die Gaben wie die Tugenden zur Kategorie der guten Habitus gezählt werden, und außerdem noch eine gewisse engere Verbindung derselben mit den Tugenden, welche er hier in den Worten andeutete: „alia eis adjuncta.“

Wenn wir nun die eben mitgetheilte Inhaltsanzeige lesen, begegnen wir zu unserer Ueberraschung keinem Artikel, dessen Ueberfchrift es als seine Aufgabe bezeichnet, das Wesen und die Begriffsbestimmung der Gaben festzustellen, obgleich es doch in fast allen ähnlichen Abhandlungen die peripatetische Sitte der Summa ift, diesen grundlegenden Punkt gleich im ersten Artikel vorzunehmen.

Jedoch ist diese Abweichung hier nur scheinbar. Denn der Gegenstand des ersten Artikels ist in Wirklichkeit kein anderer als die Erforschung und Definition des Wesensbegriffes der Gaben; weil aber in Folge der eigenthümlichen Natur derselben die Bes stimmung ihres Wesens nothwendig im engsten Anschlusse an die Frage nach ihrem Unterschiede von den Tugenden geschehen muß, hat Thomas es für gut befunden, dem ersten Artikel einfachhin die Aufschrift zu geben: ,Utrum dona differant à virtutibus," höchst wahrscheinlich um auch schon durch den Titel desselben diese Abhandlung in sichtbaren äußern Zusammenhang mit dem gerade vorausgegangenen Tractate über die Tugenden zu bringen.

Der Artikel selbst besteht pie gewöhnlich aus den bekannten drei Theilen: den Objectionen, dem Corpus und der Antwort auf dię Dbjectionen. Die Objektionen sowie alle der Entwickelung der eigenen Ansicht von Thomas vorausgeschichten Bemerkungen bedürfen faum einer eingehenderen Untersuchung; wir wollen daher flüchtig darüber hinweggehen, um dann bei der Darlegung der eigenen Ansicht des h. Behrers desto länger zu verweilen.

I. Die Objektionen.

Vier Einwendungen gegen die Festhaltung eines wesentlichen Unterschiedes zwischen Gaben und Tugenden werden ans geführt. Die erste rückt mit dem Ansehen des hl. Gregorius ins Feld, welcher seine Auffassung genugsam dadurch an den Tag lege, daß er die Gaben einfachhin Tugenden nenne. „Ad primum sic proceditur. 1. Videtur quod dona non distinguantur a virtutibus. Gregorius enim in 1 Moral. cap. 12 in princ. exponens illud Job 1: Nati sunt ei septem filii, dicit: Septem nobis nascuntur filii, cum per conceptionem bonae cogitationis sancti Spiritus septem in nobis virtutes oriuntur; et inducit illud quod habetur Isa. 11, 2: Requiescet super illum spiritus .. intellectus etc., ubi enumerantur septem Spiritus sancti dona. Ergo septem dona Spiritus sancti sunt virtutes.“ Daß Gregor

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