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keit und das Interesse der in diesem Theile des Werkes behandelten Fragen hinzuweisen. Es lauten aber diese Ueberschriften, wie folgt: Das griechische Schisma in seinem Verhältniß zum souveränen Papstthum. – Der Mohammedanismus in seinem Verhältniß zum griechischen Schisma und zum Papstthum. Die providentielle Aufgabe Karl's des Großen. - Das katholische Kaiserthum und seine soziale Aufgabe. Die Gründe der baldigen Auflösung des karolingischen Weltreiches. - Die katholische Auffassung über das Verhältniß der geistlichen zur weltlichen Gewalt. — Die mittelalterliche Machtstellung des Primates ist nicht ein Werk päpstlicher Politik, sondern eine natürliche Konsequenz der sozialen Organisation und historischer Ereignisse gewesen. Wie die Bäpste diese Machtstellung benußt haben. – Die Päpste als Beschüßer der Christenheit gegen den fslam. Die Mohammedaner in Spanien. Die großen Kreuzzüge. Die Türkenkriege. – Der Kampf zwischen Papstthum und Kaiserthum und Staatsgewalt überhaupt. Vorgeschichte und Ueberblid. Gregor VII. und fein Kampf für die Freiheit der Kirche. Das Papstthum und die Hohenstaufen. Die Bedeutung des Papstes Bonifaz VIII.“ Man mag vielleicht in dem einen oder andern minder wichtigen Punkte dieser glänzenden Vertheidigung des Bapstthums verschiedener Ansicht sein, wie z. B. Danberger über die sächsischen Kaiser ein weit günstigeres Urtheil fällt, als der Verfasser des vorliegenden Werkes gethan; in der Hauptsache aber wird man sich mit ihm einverstanden erklären müssen, wenn nicht Vorurtheile jedes billige Urtheil unmöglich machen. Mit allem Rechte kann daher auch der Verfasser gegenüber dem Rufe: , Los von Rom,“ nicht nur hinweisen auf die Aussprüche tiefer protestantischer Denker über die Verdienste des Papstthums um die Gesellschaft und Civilisation, sondern auch die unumwundene Erklärung abgeben: „Wir Natholiken sprechen es geradezu mit der Unbefangenheit und klaren Ueberzeugung einer vollerkannten Wahrheit aus: Die Gesellschaft kann auf die Dauer nicht bestehen ohne Moral; keine Moral hat Straft außer durch die Religion; keine Religion wirkt Ueberzeugung ohne göttliche Offenbarung; die Offenbarung aber fordert Glauben, der Glaube ein untrügliches Lehramt. Darum ist der Bapst als der vor jedem frrthum in der Lehre durch Gott gesicherte Schlußstein und Mittelpunkt des kirchlichen Lehrkörpers auch der Schlußstein im Gewölbe der sozialen Ordnung. Könntet ihr diesen Schlußstein zertrümmern, so müßte unfehlbar das ganze Gewölbe zusammenstürzen." (S. 556 f.)

Es ist wohl nicht nöthig, zur Empfehlung des Werkes noch ein Wort beizufügen; der Name Albertus" wird demselben, so hoffen wir, auch von Seite derer einige Aufmerksamkeit zuwenden, in deren Hände Gott die Geschide der Völker gelegt hat. Wir wollen schließlich nur noch auf einige Druckfehler hinweisen, welche in den Berichtigungen nicht aufgeführt sind. So heißt es S. 367 Weiterung statt Weigerung, S. 389, Note 4 Elizandus statt Elipandus, S. 478, 8. 3 soll es heißen: Gregors VII. statt Gregors des Großen. Möge es dem Verfasser des vorliegenden Werkes gegönnt sein, bald zu verwirklichen, was er in einem der „Zusäße“ (zu S. 169) verspricht!

Innsbrud.

Robler S. J.

Mariologie oder Lehre der fath. Kirche über Maria die seligste Jungfrau. Dargestellt von Dr. A. Rurz, Prof. der theol. Lehranstalt in Leitmeriß. Regensburg, Mainz. 1881. VIII, 483 S.

Mariologia seu potiores de s. Deipara quaestiones ex ss. patrum ac theologorum mente propositae a Christiano Stamm ss. theologiae doctore necnon consiliario ecclesiastico. Cum permissu superiorum. Paderbonae 1881. XIII, 666 S.

1. Je glänzender von Jahrhundert zu Jahrhundert die Weissagung Mariens : Siehe von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter luc. 1, 48, in Erfüllung geht und je mehr das gläubige Volt mit den þirten der Kirche wetteifert in der Verherrlichung Jener, an der Gott Großes gethan, um so billiger ist es, daß die Theologie der Mariologie eine besondere Aufmerksamkeit schenke und die dogmatische Grundlage oder Bes rechtigung jenes Cultus der allerseligsten Jungfrau, der den Andersgläubigen oft übertrieben erscheint oder gar zum Stein des Anstoßes wird, an das Licht stelle. Schon die Theologen der Schule haben nach Vorgang des großen Albertus und des hl. Thomas sorgfältig und eingehend im Zusammenhange Alles oder wenigstens das Wichtigste, was auf die Gottesmutter Bezug hat, behandelt; große und reichhaltige Mariologien sind erschienen, aber seit der Mitte des vorigen Fahrhunderts tritt beinahe ein Stillstand ein. Während die ascetische Literatur immer durch zahlreiche Schriften vertreten ist, tritt die Mariologie bei den Dogmatikern in den Hintergrund. Anders ist es seit der Mitte dieses Fahrhunderts geworden, vorzüglich wohl in Folge der Anregung, welche der Dogmatisirung der Lehre von der unbeflecten Empfängniß durch Pius IX. zu verdanken ist. Jeßt befaßt sich die Dogmatik wieder eingehender mit Maria, die ja einen so großen Antheil an der Erlösung gehabt, und es freut uns zwei dogmatisch gehaltene Mariologien, die gleichzeitig erschienen sind, hiemit zur Anzeige zu bringen. Aufgabe der erstern ist, wie in der Vorrede bemerkt wird, die Lehre der kath. Kirche über die seligste Jungfrau Maria in klaren und einfachen Worten darzulegen. Der Verfasser schmeichelt fich durchaus nicht durch sein Werk etwas Neues zu sagen; er will nur die kath. Lehre über die Gottesmutter sammt ihrer Begründung zusammenhängend in einer auch für gebildete Laien verständlicher Weise auseinanderseßen, um ihnen Aufschluß über ihren Glauben, Festigung ihrer religiösen Ueberzeugung zu bieten.

Den Eingang des Werkes bildet das Leben der seligsten Jungfrau (S. 1–17); aus den wenigen aber doch inhaltsreichen Zügen, die uns die Schriften des N. T. berichten, zusammenstellt und mit schlichten, manchmal aber doch schwungvollen Worten erzählt. Mit Recht hebt der Verf. hiebei das Verhältniß Mariens zu den Aposteln hervor, indem er schreibt: „Daß die göttliche Mutter nicht bloß selbst über die wichtigsten Mysterien unterrichtet, sondern von den Aposteln auch um Rath und Aufschluß gebeten wurde, geht wohl zur Genüge aus den Worten des hl. Lucas hervor, mit welchen er sein Evangelium beginnt: Ich habe über alles vom Anfang an genaue Kunde eingeholt (1, 3). Auf wen follten diese Worte vorzugsweise jich beziehen, wenn nicht auf Maria, welche die genaueste Aufklärung zu geben vermochte?

So steht also Maria als Zeugin der wichtigsten Geheimniße des Glaubens in der Mitte der Apostel. Und wenn der Weltapostel sagt, daß unser Glaube auf das Zeugniß der Propheten und Apostel fich gründe (Ephes. 2, 20), dann können wir wohl hinzufügen, daß derselbe noch mehr sich gründe auf das Zeugniß Mariens, welche von der Kirche mit vollstem Recht als Königin der Apostel, als Königin der Propheten begrüßt wird.“ So anziehend nun diese

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kurze Lebensskizze ist, sind uns doch einige Leußerungen aufgefallen, deren Berechtigung uns nicht ganz einleuchtet, wie S. 2, wo bei Anlaß der heiligen Gefühle, deren Maria durch ihren herrlichen Lobgesang Magnificat Ausdruck gab, bemerkt wird: Diese Stims mung des mütterlichen Gemüthes mußte natürlicher Weise den günstigsten Einfluß äußern, wenn man so sprechen darf, auf das Heilige, das von ihr geboren werden sollte.“ Bald darauf (S. 3) anläßlich der ärmlichen Geburt des Herrn lesen wir: „Maria, die unmittelbar unter der Wolke des Schicjals war, sah freilich unter dieser Wolke nicht den Zusammenhang der glänzenden Verheißung mit der glanzlosen Wirklichkeit." S. 4: ,pier, in Abgeschiedenheit von dem Geräusche der Welt, unter der heitern und großartigen Natur von Nazareth, dem Aranze der Berge, wuchs Jesus heran in reicher, aber allmäliger Geistesentwicklung.“ Dieser Ausdruc allmäliger Geistesentwidlung, scheint nicht ganz theologisch zu klingen.

Nach dieser Einleitung geht der Verfasser über zu den þauptgeheimnissen aus dem Leben Mariens, angefangen von ihrer unbefleckten Empfängniß bis zu ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel und ihrer Mittlerschaft bei Gott. Wie allseitig und lichtvol er dieselbe behandelt, ersieht man schon aus den Fragen, die er stellt und mit Präcision behandelt. So z. B. ist der Abschnitt über die unbefleckte Empfängniß in 25 Paragraphen eingetheilt, deren Ueberschriften unter Andern lauten : Begriff der Empfängniß M., M. und die allgemeine Nothwendigkeit (der Erbsünde), eigentlicher Sinn des Dogmas, Congruenzgründe für das Dogma der unbefl. Empfängniß, Beweise aus der hl. Schrift, aus der Tradition, Fest der unbefleckten Empf., die unbefl. Empfängniß und der hl. Bernardus, die u. E. und der hl. Thomas, die u. E. und die Dominikaner und Franziskaner, die u. E. und die Univers fitäten, die u. E. und die Concilien, die u. E. und die römischen Päpste, die u. E. und die Liturgie, die u. E. und die Orden, die u. E. und Pius IX., die u. E. und die Kunst, die u. E. und die Kirche des Orients, die u. E. und die Vernunft; Bedeutung und Grund der unbesteckten Empfängniß Mariens, die unbefl. Empfängniß Mariens uns die Folge der Erbsünde, die u. E. und der 1. Tod.

luf ähnliche Weise behandelt er nun die übrigen Vorzüge Mariens, die dogmatisch feststehen, ihre Mutterschaft (S. 107–178), beständige Jungfräulichkeit (S. 178—261) und Sündenlosigkeit (S. 261-278). Dann geht er über zu der Lehre der Kirche über Maria, die sich als Folgerung aus den Dogmen ergibt. „Þalten wir,“ sagt der Verfasser S. 280, ,bezüglich der sel. Fungfrau deren Gottesmutterschaft fest, so folgen daraus wie von selbst als nothwendige Consequenzen: ihre erhabene Würde, die blos von der Majestät Gottes übertroffen wird; eine Gnadenfüle, wie sie größer. und vollendeter in keinem Geschöpfe gedacht werden kann, und die Pflicht für alle Christen, Ehrenbezeugungen ihr zu erweisen, welche erhaben sind über die Verehrung, welche wir den þeiligen Gottes entgegenbringen. Betrachten wir Maria, die unbefleckt empfangene, die ganz reine, sündenlose, so scheint daraus nothwendig ihr Freisein von der bösen Begierlichkeit zu folgen." Diese vier Säße bilden den Inhalt des 2. Abschnittes (S. 281-356). Daran reiht sich als dritter Abschnitt die Darlegung dessen, was die Gläubigen von jeher über Maria allgemein geglaubt haben. Dazu rechnet der Verfasser das Gelübde der Jungfräulichkeit (356—363), die Ehe mit dem hl. Joseph (363-373), ihre leibliche Aufnahme in den Himmel (373—425) und ihr Mittleramt (S. 425—461). Als Anhang finden wir noch die Begründung der Verehrung ihres reinsten Herzens (461—473) und die Lösung zweier Fragen: 1. Wirfte Maria Wunder (nämlich während ihres Erdenlebens)? Worauf er mit den Worten des hl. Thomas (3. p. q. 27. a. 5. ad 3.) antwortet: „Miraculorum autem usus ei non competebat, dum viveret; quia tunc temporis confirmanda erat doctrina Christi miraculis. Et ideo soli Christo et ejus discipulis, qui erant bajuli doctrinae Christi, conveniebat miracula facere. Propter quod et de Joanne Baptista dicitur (Joan. 10, 41.), quod signum fecit nullum, ut scil. omnes Christo intenderent. Usum autem prophetiae habuit, ut patet in cantico quod fecit: Magnificat anima mea Dominum" etc. 2. Welche Sacramente hat Maria empfangen? Obwohl Maria in Folge ihrer Gnadenfülle der Sacramente nicht bedurfte, hat sie nichs destoweniger dieselben empfangen, und zwar aus mehreren Gründen, wie der Verf. nach Albertus Magnus zeigt. Sie wollte ihre Heiligkeit und Gnadenfülle verbergen in tiefer Demuth; wollte den Gläubigen durch ihr Fernbleiben von den Sacramenten kein Pergerniß geben, sich gehorsam erweisen gegen das göttl. Gebot, zeigen, daß sie nicht

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