Sayfadaki görseller
PDF
ePub
[ocr errors]
[ocr errors]

Paul IV. am 6. März 1560, indem er diesen, um die fragliche Fas ,

, cultät für erste Keløpetition des Kaisers an den Papst, ")! Zufolge der Versicherungen

pon de to under diefes Schreibens hielt der Thronerbe zitár noch an der Katholischen Lehre von der Gegenwart best ganzen Christus unter jeder Gestalt feft

, aber mit Luther meinte er, es sei der Laienfelch durch einen strengen Befehl deg Herrn vorgeschrieben. Solche und andere Dinge hatte ihm sein, proe testantischer Hofprediger, der heuchlerische und gewandte Pfauser, einer

at der wirksamiten Agitatoren der Neuerung in Oesterreich, beigebracht.

* Zur Zeichnung der Sachläge bei der Trientner Relchdebatte muß übrigens im Anchluß an idag Vörflehende auf diet brüđenden Befürcha tungen hingewiesen werden, welche sowohl in Rom und Italien als vielfadh in Deutschland in Betreff der religiösen Haltung des fünftigen Kaisers

1 herrschten, ) Diese Besorgnisse erhielten eine Bestätigung durch das Frohloden der protestantischen Wortführer und ihre zuversichtliche Vorherjage, daß Deutschland binnen Kurzem einen protestantischen Kaiser sehen werde. Solche Umstände mußten natürlich in den Augen Vieler den Friedensversuch Ferdinands mit dem Kelche umufo verdächtiger machen. :)

Lainez spricht in seiner Rede nicht von diesem heiklen Punkte, Er lobt die katholische Gesimung des regierenden Kaisers (c. 40.67), soweit sie wirklich Lob und Anerkennung verdiente; er dankt ihm für die freigebige und hochherzige Unterstüßung, welche er dem Wirken der ihm als General untergebenen Gesellschaft Jeju in Desterreich Monarch bars Hutter annert an die (Rechenschaft

, die der alternde

Förderung wahrer Reform in seinen Ländern werde ablegen müssen. (c. 67).

Doch nun zu den direkten Schritten Ferdinands um Erlangung des Relches für seine Unterthanen. Der ersten finden wir in seinem Reformationělibell vom Juni 1560.'' rend noch auf dem Reichstage von Augsburg 1559 und namientlich in dem dort vorgelegten ,,Vorhalt" des Kaisers vom 30. Juni die Reformströmung einen kirchlichen Charakter aufweisto), enthält das genaunte Vibell vom folgenden Fahre bereits unverkennbare Spuren der Einwirkung eines andern, der Kirche entfremdeten

) Das Schreiben ist abgedruckt bei Le Plat IV, 618 ff. 1.2) In Mom hatte man,“ sagt Arones (Handb. der Gesch. Desterreichsa

1878 3. BD. S. 209), von der Rechtgläubigkeit des Kaiserthums

mit 8) Monte Beteine schlechte Meinung,"

,

geworden, feines. wegs die übertriebenen Şoffnungen der deutschen Protestanten. Er ***, wurde fogar von denselben der zweite Apostat Julian gescholten, wie1 wohl ihrerseits allerdings auch die Katholikert über fast völlige Energie.

losigkeit eines religiösen Regimentes nicht mit Unrecht Klage führten. 4) Bgl. Rieß S. 270, 271.

1

1560. Wäh

Geites !! Bier beteinigen fich zuerf jénet drei Pröpofitionen Fees dinands, weldie große Wirren zu erzeugen berufen waren, nemlich die von der Nothwendigkeit des Kelches, von der Zweckmäßigkeit der Aufhebingtides + Cölibates und von der Bebenflichkeit eines Coneiles, welches Fortsegung der früheren Trientnet Bersammlung

Diefe' in ausführlichen Schrift motivirt, mußte der damalige Nuntius am Wiener Hofer Cardinal Hosius, dem Papste Pius IV. einsenden. Von dem Kelche wünscht der Kaiser, daß er bis zur Entscheidung eines allgemeinen Coneils allen Gläubigen gewährt werde, to zwar, daß es ihnen "freistehen sollte, denselben zu genießen oder nicht; er erklärt, viele Laient würden, bloß meil ihnen der Kelch verweigert sei, til den schredlichsten religiösen Irrthümern verleitet“ ; dürften fie das Blut Christi genießen is. dann fei Hoffnung, daß die jept in tausenderlei Mißgestalten zerriffenen Kirchen wiederum sich vereinigten“; es sei höchste Zeit, daß die Kirche ihren Charakter als Mutter, „ihre Liebe und Barmherzigkeit an den Tag lege; darum solle der Bapst nur unabhängig vom Concil, seine Vollmacht, die bisherige Kommunionsitte zu ändern, ausüben und mit der fraglichen Coneession nicht lange fäumen. 1)

Pius IV. konnte im Hinblick auf das, ökumentiche Concil, zu dessen baldigster Berufung und Durchführung er fest entschlossen war, auf Leşteres Ansinnen nicht eingehen. Nachdem er den Fall in einer besonderen Congregation hatte prüfen lassen, schrieb er in Uebereinstimmung mit derselben am 30. August 1560 an den Kaiser, Ferdinand möge in þinsicht der angeregten sogenannten

1) Bisher nur in Auszügen bei Pallavicini, Raynaldus, Le Plat u. A. bekannt,

nt, wurde der Wortlaut dieser 'Höchst interessanten Schrift zuerst pon Sicket '1872 (Zur Gefch. des Concils v. Trient, nr. XXXVIII, S. 55 ff.) mitgetheilt. Der erste Entwurf derselben tvar noch schroffer." pofius erlangte vor der Absendung die Aenderung einiger Stellen, über die er hatte Klage führen müssen, quod ex odio proficisci videbantur, wie er fagt. Der Kaiser hatte ihm zufolge darin vom Cölibat, wie ein Lutheraner“ gesprochen. In den aus den Vorarbeiten noch vorhandenen Schriftstüđen urtheilen die 'weisen kaiserlichen Räthe bezüglich der Wiederberufung des Concils durch Pius IV., Pontifex forte non serio tractat, nec se subjicit concilio... ut tenetur secundum decreta conciliorum Constantiensis et Basiliensis." Eine solche Politik und Theologie war leider maßgebend! Vgl. Sickels Erläuterungen, ebenda

[ocr errors]

Reformpunkte nur dem fünftigen Concile vertrauen, da dieses die Lothjtande Deurdlands mit Sorgjalt und Liebe bebandein werde. 1) Nebenbei bezeichnete er jene Borjdläge als dean Raijer durch fremde Zuflujterung“ eingegeben. Er ging im Gegenjeze zu dem furzsichti gen Biener. Barticularismus don dem Gedanten aus den auch Lainez in jeiner Rede (c. 42. 39.) jo naddrüdlich hervorhebt, daß er als Bapst auf alle cristliden Nationen ein Auge zu richten derpflichtet jei und demnaca jolcher Uanderung der Disciplin gegen: über sich ernstlich zu fragen habe, ob sie wirklich dem Gemeinwohl der Kirche, und nicht etwa bloß dem Nußen eines einzelnen Landes entspreche.2) Bius IV: war wenig geneigt, sich von der Kelchconcession in Bezug auf die Einigung mit den Protestanten eine besondere Pirtjamkeit zu derịprechen.3)

[ocr errors][merged small][ocr errors]

1

Der neue Erzbüchof von Prag, Anton Freiherr von Müglik, (jeit September 1660), war der Mann des Vertrauens, welchen Ferdinand als faiserlichen Botschafter an das Concil. abordnete; diesem wurde. Baron Sigmund von Thun mit dem Titel eines zweiten faiserlichen Botschafters beigegeben. Georg Draškovich, der Bischof von Fünffirchen, hatte als dritter, sogenannter um garischer Gesandter des Kaisers bei der Kirchenversammlung zu fungiren. Es war schon der 6. Februar 1562 herangekommen, als die Genannten endlich ihren feierlichen Einzug in Trient hielten,

Mit ihrer dem Concil: oft lästigen Einmischung in andere Fragen haben wir uns nicht zu beschäftigen. Wenn sie mit dent bekannten Anstrengungen dahin arbeiteten, daß die Bäter fich mit

[ocr errors]

" den

IN MODSTO 1) Siķel nr. L. Çf. Raynald. 1560 pr. 56. Der genaue Wortlaut, etwas

vollständiger als die bisher bekannten Texte, befindet sich in Cons cilsarten des Innsbruđer Statthaltereiarchivs. Vgl. Sidel, S. 92 und S. VI. ) Dieses ist zu ersehen aus der päpstlichen Instruction für den Gr. Wien 9 gesendeten Nuntius Delphinus. Bucholt, Ferdinand der

US
So berichtet wenigstens der venetianische Botschafter zu Rom, Amulio.
Buchol VIII, 370.

damals

VIII

, 373, no se

133

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

.

[ocr errors]

Er übersendete seinen Vertretern parte

[ocr errors]

den Angelegenheiten der Reform ftatt mit der Feststellung des Dogmas dbgebex 'follteno, ofo lag hierbei " bas" Bestreben zu Grunde,"bte von ihnen anzüregenden Artikel von Merch, Priesterehe und anderen der protestantischen Strömung verwandten Umgestaltungent

, itt Verhandlung zu bringen. Man' weiß Jedoch, daß in den Reformpunktent,

'! welche die păpftlichen Legaten, diesem Drängen theilweise folgend,

". ant b 11.4 März" 1662 Bein Concil zit Erörterung vortegten, jene Lieblingsgegenstände deg i Wiener Sofes gänzlich 'bermitißt wurden! Id': sted a follite Senn ein neuer Schrift des Kaisers nachhelfen.

Vertretern þeim Concil da

das zweite FIN 905 formationslibell, vom Mai 1562, worin auf Grund einer aus:

un führlicheren und dringlicheren Auseinanderickung, als früher, wie derum der Kelch als das einzige Heilmittel für die Laienschaft, ebenso wie die Ehe als Rettung für die Priesterschaft, hingestellt wurde. Diese zwei Artikel, dem Concil zur Annahme empfohlen, ja fast aufgedrängt, bildeten die mißlichste Seite der kaiserlichen „Meform. Die übrigen 13 Artitet bes Libels enthielten dagegen

Seite zum Theile' recht begründete Vorschläge. ). Die Gesandten nun jollten laut einer beifolgenden Instruction jämmtliche Artikel als '

' das Ergebniß von Berathungen des Kaisers mit „frommen, 'gelehrten uns' katholischen Männern“ den Vätern ,, in seinem Namen“ vorlegen; sie erhielten den Äuftrag, sich mit den Gesandten anderer Höfe und gleichgesinnten Mitgliedern der Synode zu verbinden, um gemeinschaftlich das Angestrebte mit aller Macht und allem Nachdrude zu betreiben. ) 616 Indessen hatten die Vorsigenden des Concils zur Seit, wo sie hievon Kenntniß erhielten, bereits die Discussion der Theologen über die Refchfrage nach ihrer dogmatischen und disciplinären Seite

1

JI

ܨ

1) Der Text bei Le Plat V, 232 ff. Reimann (Forschungen z. deutschen Sefch. 1868" BB. 8 S. 177--186) und Sidet (Archiv f. österr. Geich. 1871 BD 54 S. 3—96) haben gezeigt, daß die eigenthümliche Form des Schriftstüdes, eine an den Kaiser gehende Consultation der Räthe, als die eigentliche und absichtlich gewählte anzusehen fei. Sidel bes jchäftigt sich einläßlich mit der Entstehungsgeschichte des Libells und weist nach, in wie fern der kaiserliche Vicekanzler Seld, Citharð, Singkymoser, Staphylus u. 4. bei dem Zustandekomment betheiligt

waren. 3) Sidel. S. 313.

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

:

bugleich eingeleitet. Wir haben szüber : achowjarfemeidjes die, Sim führung in den Gegenstand der Lainezlichen Medeir fordertestüher

inyjden die Vorlage, der betreffender fünf Punkte gehandelt (Y, 684). Bei den neuen Eröffnungen yders, kaiserlichen, Deatozen züberz den, Inhalt der Reformationsartikel Ferdinands war die Lage dober, päritlichen

, Legaten begreiflicherweise teine angenehmen Sie mußten, por Adem die, directe Einbringung der Anträge pop, weltlicher Seite, beim ,

; Concil perhindern. Raiche Botichaften, wurden von ihnen mit, kom sowohl also mit Ferdingud, gemechfelts Dep Bapst zeigte sich in þinsicht des Laienfelches entgegenkommend.bi Er sprach sich im Pert folg geradezu für diese Concession aus, 1 offenbar jedoch weniger wegen der Sache, und darangeknüpfter Hoffnungen, als aus Rüdricht ;

en auf den Kaiser , 1o beffen freundliche Baltung zur Durchführung des Concils in der damaligen, Sage, unentbehrlich war. In eine läftige Bwangslage perfeßt, neigte ex fich zur Wigfährigkeit und, wollte ger statten, was an fich erlaubt war und was Manche in feiner nächsten

, Umgebung, als wünschenswerth

, hezeichneten. Es sollte jedoch das Concil frei beschließen. med. (D1984 190 000 dolbit 11901190 & Auch Ferdinand wurden nachgiebigerad Er igingIdarauf eitt, daß nicht feine Gesandten sondern die päpstlichen Begaten seine Borschläge der Bersammlung proponiren foltenn undiramar ohne alle auf einmal vorzulegen und nur nach vorgängiger Verständigung mit dem heiligen Stuhle.ob in IF 110. in Dunlock Time Es ftieg, diei Breffiony' als am 27. Juni (der Gesandteil des bayerischen Herzogs Albrecht V. intidas Concit eingeführt werd und gleich in seiner ersten Redeneben der Priesterehe und der Reform des priesterlichen Lebens ebenfalls den Laienfeich als eine Concession bezeichnete, um die fein Herr um des Geiles feintex Unterthanen willent nachdrüdlich anhalten müsse. Er führte aus, das Bolt bestehe einmal auf der von den Neuerern ihm beigebrachten Meinung, daß ihmiiwiFolge göttlicher Unordnung dies. Theilnahitie am Genusse der Weine gestalten gebühre; die gereizte Stimmung gegen die Geistlichkeit, die den Melch verweigere, werbe von den Bäretifchen Wortführern derart 'außgebeutet dag" wie' großem

, daß in Stromé Baş Ser von der Kirche abfalle até ; Ser Herzog fehe nicht

, Viorst Dorst solgte pour wie er ohne, ben Reich Tumulte, und Rebellionen, hintanhalten

#

181 18i Nr 61 pilu ,200 1) Pallavicini lib. 18. c. 14. nr. 10 (III, 97). Od 18

[ocr errors]
[ocr errors]

0

[ocr errors]

رو

[ocr errors]
« ÖncekiDevam »