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Zweites Kapitel. Jahr 756—783. Die Bischöfe Cixila, Odoarius und Egila, S. 246—26t. Die Mige.

tianer, S. 251–260.

Drittes Kapitel.
Die Adoptianer, 783–800 (und Elipandus von Toledo), S. 261—298.

Viertes Kapitel. Die Bekenner und die Martyrer von Corduba (Jahr 839—862, S. Eulogius und Al

varus), S. 299–338.

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Fünftes Kapitel. Das Reich Asturien (Leon) und die spanische Mark im neunten Jahrhundert,

S. 339-360.

Zehntes Buch.

Jacobus der Apostel und Patron von Spanien. Von Compostella

nach Toledo (J. 900-1085), S. 361–462.

Erstes Kapitel. Jacobus der Aeltere (und Compostella), S. 361-396.

Zweites Kapitel.
Die Reiche Asturien, Leon und Castilien (Jahr 900--1085), S. 397—410.

Drittes Kapitel.
Die Reiche Navarra, Aragon und Catalonien (Jahr 900-1085), S. 411–440.

Viertes Kapitel. Die Christen unter den Mauren (Jahr 900 — 1083); Gregor VII. und Spanien,

S. 411–462.

A n h a n g I. Das altspanische Kirchenrecht, Untersuchung über den Ort und die Zeit seiner Ent

stehung, S. 463-477.

Anhang II. Spanische Inschriften, S. 478—480.

Achtes Buch.
Die Blüthezeit der Kirche in Spanien.

(J. 589–711.)

Erstes Kapitel. Cebersicht. Hermenegild wird ein Jahrtausend nach seinem

Tode heiliggesprochen.

Das innere kirchliche Leben tritt in bestimmten äussern Erscheizungen hervor, aus welchen sich auf seinen Aufschwung und seinen Siedergang, auf seine Blüthe oder seinen Verfall schliessen lässt. Wenn in einem Zeitalter zahlreiche und regelmässige Synoden gehalten werden, wenn in demselben viele und bedeutende Schriftsteller auftreten, wenn der göttliche Dienst mit geziemender Würde geordnet und gefeiert wird, wenn der Episcopat Zierden an Wissenschaft und Heiligkeit des Lebens aufzuweisen hat, wenn der Einfluss des Episcopats und der Kirche auf das öffentliche Leben eines Volkes ebenso heilsam als unverhennbar ist, wenn die Kirche einerseits der ihr nothwendigen freien Bewegung sich erfreut, anderseits in das Leben des eigenen Volkes einveht, ohne in ihm aufzugehen, wenn die Bischöfe einerseits Kirchenfrirsten und Hirten der ihnen anvertrauten Heerden, anderseits die ersten Unterthanen des Reiches sind, wenn das Vermögen der Kirche dem canzen Volke zu Gute kommt, wenn das Mönchsthum, das im Grunde *1) alt ist, als die Kirche, sich wie durch reguläre Observanz, so durch einen wohlthätigen Einfluss auf das geistige Leben des Volkes empfiehlt und vertheidigt, wenn zugleich in einem Zeitalter eine lebenskräftige Liebe und Treue gegen den Mittelpunkt der kirchlichen Einheit, gegen die römische Kirche, sich offenbart, wenn dieses und ähnliches von einem Zeitalter gerühmt werden kann, so hat man einigen Grund, ein Gams, span. Kirche. II, 2.

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solches Zeitalter die Blüthezeit der Kirche zu nennen. Die erwähnten und viele andere erfreuliche Erscheinungen treten in der Zeit von 589 bis 711 in der Geschichte der Kirche Spaniens uns entgegen, wesswegen wir sie das Blüthenalter der Kirche Spaniens nennen. Es war die Zeit, in welcher das germanische Volk der Westgothen mit dem spanischen Volke sich in dem einen Glauben und der einen Kirche vereinigt hatte. Die Gothen waren Spanier, und die Spanier waren Gothen geworden, und Kirche und Staat athmeten auf und erstarkten in dieser Vereinigung.

Den Ehrennamen des Blüthenalters der Kirche Spaniens dürfen wir diesem Zeitabschnitte von 122 Jahren vielleicht auch desswegen geben, weil der Rückblick auf die vergangenen, und der Ausblick auf die kommenden Jahrhunderte das kirchliche Leben der Zeit von 589 bis 711 in einem relativ günstigen Lichte erscheinen lässt. Niemand wird geneigt sein, der Zeit, welche wir bis jetzt durchwandert haben, den Vorzug: oder den Ehrennamen einer Blüthezeit zu geben, Niemand, wenigstens kein Spanier, wird die Zeit der Herrschaft der Muhamedaner in Spanien vom Jahre 711 bis 1492 -- eine glänzende oder glückliche für die Kirche nennen. Das achtzehnte Jahrhundert war auch in Spanien das Jahrhundert der Aufklärung; das neunzehnte Jahrhundert bietet wenigstens keinen erfreulichen Anblick dar. Im siebzehnten Jahrhundert war auch die Kirche Spaniens von dem traurigen Zustande des bürgerlichen und staatlichen Lebens niedergedrückt. Verhältnissmässig mehr Lichtseiten bietet das sechszehnte Jahrhundert dar, aber gerade Philipp II, in dem dasselbe gleichsam gipfelte, hat durch jene Staats omnipotenz, die alles Leben in einer einzigen Hand concentriren wollte wenigstens zum Theil den Grund gelegt zu den Missgeschicken und Niederlagen seiner Nachfolger, und überhaupt zu dem Sinken der Mach und des Einflusses von Spanien'). - Wollte man aber den Aufschwung

)allein in das Auge fassen, welchen das kirchliche Leben in Spanien in sechszehnten Jahrhundert nahm, die herrliche Schaar der Heilige Gottes, die damals die Kirche Spaniens der Erde und dem Himme schenkte, die ältern Orden, die zu neuer Blüthe sich erhoben, die neue Orden, die von Spaniern gegründet wurden, die glorreichen, die un

uns

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') Dabei bleibt Philipps Persönlichkeit in allen Ehren, von dem der Nuntiu

Rossani im Jahr 1571 'sagt: Dico, che il Re è grandissimo Cristiano, e che questo si tratta dell'osservanza della Religione Cattolica non accade pensare non ch ponere punto di dubbio nella molta integrità e zelo suo.“ Lämmer, zur Kirchen geschichte des 16. und 17. Jahrhunderts, Freib. H. 1863, S. 121, 135 – dage

sagt Sixtus V. am 7. Aug. 1587 zu Philipp II.: „Wir haben we gen dieses grossen Vergehens Ew. Majestät (Niedertretung der Freiheit de Kirche) viele Thränen vergossen, und hoffen, dass Sie sich bessern und das Gott Ihnen verzeihen wird.« cf. p. 177. Döllinger, Beiträge zur schichte der sechs lezten Jahrhunderte; 1. Bd., Regensb. 1862, S. VIII u. X. et

gen S. 165

GE negild wird

rer verehrt.

sterblichen Verdienste, welche die Glaubensboten dieses Volkes in den neuentdeckten Ländern des Westens, wie in den bisher unbekannten Ländern des Ostens sich erwarben, so müsste auch das siebente Jabrhundert entschieden hinter dem sechszehnten und einem Theile des siebzehnten zurücktreten.

Dass aber den Lichtseiten des siebenten Jahrhunderts auch grelle Schattenseiten gegenüberstanden, das wird die folgende Darstellung derselben ergeben.

Heute ist in Spanien nicht weniger als ausserhalb Spaniens die An- Hermeschauung von dem Tode des Hermenegild herrschend, welcher Gregor I. in den Worten über Reccared Ausdruck gegeben hat: „Es ist kein Wun-on the

Marty der, dass derjenige Verkündiger des wahren Glaubens wurde, welcher der Bruder eines Blutzeugen ist, dessen Verdienste ihn – den Reccared - unterstüzen, dass er so Viele in den Schooss (der Kirche) des allmächtigen Gottes zurückführt; aus dem Volke der Westgothen ist einer gestorben, damit Viele das Leben hätten ")". Es ist heute und seit Jahrhunderten herrschende Ansicht, dass der Martyrtod des Hermenegild den mächtigsten Anstoss zu der Bekehrung der Westgothen gegeben. Sollen aber die vorliegenden Zeugnisse allein entscheiden, so waren die Zeitgenossen des Hermenegild anderer Ansicht. Denn wiederholt nennt ihn Johannes Bicl. einen Tyrannen und Rebellen. - Zum Jahre 585 sagt er einfach: „Hermenegild wird in der Stadt Tarraco von Sisbert ermordet“ 2). | Aehnlich Isidor; er nennt ihn einen Rebellen und Tyrannen ;). In eine ausführliche Untersuchung darüber tritt Florez und der Herausgeber Isidors, Arevalo“), ein. Darüber hatte schon Jos. Perez - früher sein höchstes Erstaunen ausgedrückt5). Der Kardinal Aguirre erklärt die Chronik des Johannes Biel. - von einem Arianer zur Schmach des Hermenegild für gefälscht6). Florez?) und Arevalo sind anderer Ansicht. Jener legt das Gewicht darauf, dass die alten Spanier in Hermenegild den Urheber eines Bürgerkriegs verabscheut haben. Erst nach seiner Besiegung sei derselbe Martyrer

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') Gregor. M. dialog. 3, 31. 3) K.-G. 2, 491. J. 579; J. 582: Leovigildus rer exercitum ad expugnandum tyrannum

filium colligit; J. 583 rebellem filium. ) 2, 489. imperiis suis tyrannizantem. Hist. Goth, cp. 49. *) Isidoriana, P. II, cp. 79. Verba Isidori de S. Hermenegildi adversus patrem bello

esposita. Mirum Isidori et aliorum patrum ecclesiae gothicae silentium de glorioso S. Hermenegildi martyrio. Obsequium episcoporum Ecclesiae Gothicae in quibusdam

arduis regum factis. ) Jos. Perez, dissertationes ecclesiasticae, in quibus pleraque ad histor. eccles. et politicam

Hispaniae discutiuntur , Salm. 1688 40. p. 272. 6) Aguirre 3, 310-11 chronicon procul dubio vitiatum ab Arianis in dedecus S. Her

menegildi (edit. 1, 1. 2, p. 422). ?) Florez, 6, 376-80.

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