Sayfadaki görseller
PDF
ePub
[merged small][ocr errors][ocr errors][ocr errors][merged small]
[blocks in formation]

Bischofe von Leitmeris, assistirenden Bischofe am päpstlichen Throne, Hausprälaten Seiner Feiligkeit,

des t. 1. österreichisden leopoldordens und des 1. sächsischen Civil-Verdienstorbens Commandeur

20. 20. 20.

zur Feier

des fünfundzwanzigjährigen Jahrestages Seiner Consecration

in tiefster Verehrung und Dankbarkeit

gewidmet

pom Verfasser.

An den Leser!

[ocr errors]

ür das „gewaltige" Desterreich ist mit dem Regierungsantritte Seiner kaiserlich-königlichen Apostolischen Majestät, Franz Joseph I., eine nene Zeit angebrochen: die Zeit der Verjüngung und Neugestaltung aller öffent:. lichen Lebensverhältnisse in Staat und Kirche.

Sollte die Wohlfahrt der dem österreichischen Scepter unterworfenen Völfer feft begründet werden, so galt es, nicht blos die zeitlichen und irdischen, sondern auch die ewigen und überirdischen Interessen derfelben zu wahren und ficher zu stellen. Zu folchem Werfe mußte Kirche und Staat mit „vereinigten Kräften“ zusammenwirken.

Sollte aber die Kirche am innern Neubau Desterreichs mit Kraft und Erfolg thätig seyn, so mußten die vom alten Desterreich auf sie gelegten Bande von ihr genommen werden. Die Weisheit und Huld des Raisers entledigte sie dieser, der Majestät des Thrones wie der Kirche gleich unwürdigen Fesseln. „Noch wüthete der Sturm, noch tobten die Vorurtheile und Leidenschaften in ungeschwächter Macht: da gedachte der Nachfolger der Enkel Karls des Großen der Kirche und ihrer Anliegen und Gefahren. Die Bischöfe versammelten fich (zu Wien 1849) und ihre Stimme wurde gehört. Im April (18. und 23.) 1850 erschienen Verordnungen, welche die Geschichte der großen Lebensentwickelungen in ihre Tafeln einzeichnen wird: denn sie waren bereits von dem Geiste getragen, in dessen Kraft Karl der Große und eine glänzende Reihe feiner Nachfolger an dem Felsen der Kirche als Schirmherren standen. Kirche und Staat bedürfen einander wechselseitig

und sollen zum freundlichen Bunde vereint die Pfade der Völfer leiten und schirmen; unter den Vorrechten aber, welche den christlichen Herrscher zieren, ist es das schönste und heiligste, daß er nicht nur für die zeitliche Wohlfahrt der Seinigen zu sorgen, sondern ihnen auch den Weg nach Oben durch Beschüßung der Kirche und des Gesebes der Heiligkeit ebnen kann. Diese Ueberzeugung beseelte Seine Majestät den Kaiser, als Er jene Verfügungen traf und diese Ueberzeugung trieb Ihn an, das Begonnene zu vollenden. Noch blieben Angelegenheiten zu ordnen, welche zum Theile in die Verhältnisse des bürgerlichen Lebens tief eingriffen; es blieb noch übrig den Bund zwischen Kirche und Staat feierlich zu erneuern und ihm durch eine Vereinbarung mit dem heiligen Stuhle das Siegel höherer Geltung aufzudrücken.“

Mit großer Befriedigung nahm der apostolische Stuhl das Verlangen nach Schließung eines Concorbates von Seite der österreichischen Staatsgewalt entgegen; Wien wurde als Ort der zum Behufe der Vereinbarung zu pflegenden Verhandlungen bestimmt und mit Führung derfelben von Seite Seiner Heiligkeit der Pro-Nuntius am Wiener Hofe Carbinal Vial e-Prelá, und von Seite Seiner Majestät des Raisers der Fürsterzbischof von Wien, Ritter von Rauscher betraut.

Ein auch nur die Oberfläche der durch das Concordat zu orðnenden Verhältnisse berührender Blick konnte weder die immense Bedeutung noch die ungeheure Wichtigkeit der die Sache betreffenden Verhandlungen verkennen, und es fonnte Niemanden, der jene wie diese nur einigermaaßen zu würdigen verstand, befremden, daß dieselben erst nach langen durch den Wiener Fürsten-Erzbischof in Rom felbft (von December 1854 bis Ende Mai 1855) betriebenen Unterhandlungen ihrem Ziele nahe geführt wurden.

Das Concordat wurde an dem Desterreich Heil bringenden Tage, bem Allerhöchsten Geburtsfeste Seiner Majestät, dem 18. August, im laufenden Jahre 31 Wien durch die hohen Bevollmächtigten unterzeichnet, und im September von den Allerhöchsten Vollmachtgebern ratificirt. Seine Majestät Raiser Franz Joseph vollzog diesen Act zu Ischl am 23. September mit den ewig denkwürdigen Worten: „Wir bekennen und erklären hiemit, nach Einsicht und Erwägung der Artikel dieser Vereinbarung, daß Wir dieselben im Ganzen und Einzelnen geneh

1

« ÖncekiDevam »