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Die philosophischen

Grundlagen

zum

„süßen neuen Stil“

des

Guido Guinicelli, Guido Cavalcanti

und Dante Alighieri

Eine Studie

von

Karl Voßler

SEM PER
STUS

Heidelberg 1904
Carl Winter's Universitätsbuchhandlung

Alle Rechte, besonders das Recht der Übersetzung in fiemde

Sprachen, werden vorbehalten.

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st

Meinem hochverehrten Lehrer

Ernesto Monaci

in aufrichtiger Dankbarkeit

gewidmet

172500

Vorwort.

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Wenn mancher Fachmann von dieser Untersuchung sagen wird: „Sie bringt uns nichts Neues“, so sollte es mich nicht wundern. Ich bin überzeugt, daß in Italien, wo die Freude und das Verständnis für die heimische Literatur nun schon so mächtig aufgeblüht ist, und wohl auch in Deutschland, viele Gelehrte leben, die mit der Frage, die uns hier beschäftigt, im stillen und für sich schon längst ins reine kamen. Andere aber mag es geben, die unsere Frage überhaupt nicht gelten lassen. Nachdem in der historischen Forschung das Was? der Tatsachen so entschieden in den Vordergrund getreten ist, hat man für das Wie? und Warum? derselben weniger Zeit und Lust mehr übrig. Selbst eine so gründlich durchdachte Darstellung der italienischen Literatur wie diejenige Gasparys behandelt die Schule des dolce stil nuovo als eine Erscheinung, die sich aus dem Aufschwung der philosophischen Studien in damaliger Zeit sozusagen von selbst erklärt. Der Erste, der hier ein noch zu lösendes Problem erkannte und es zu formulieren sich bemühte, ist Giulio Salvadori mit seinem Aufsätzchen: Il problema storico dello „stil nuovo“ (Nuova Antologia, 1. Okt. 1896).

Auf Aristoteles und Plato, Franz von Assisi, Thomas von Aquino und Bonaventura hat man von jeher hingewiesen als die wichtigsten Träger der Gedanken und Gefühle, die der italienischen Liebesdichtung die neue

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