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Land nicht zum Aspl aller politischen Verbannten Europa's, zum Herd aller möglichen Conspirationen gemacht, und hatte er auch nicht gestattet, daß von Brüffel aus eine verbrecherische Presse die Schåndlichkeiten Frankreichs nachbrude und durch eigene vera mehre, hatte er auch dies alles nicht gethan --- was er freilich gar zu lange wirklich gethan hat -: er håtte dennoch weichen müssen; denn der Clerus war gegen ihn! Ich erinnere nur an De Potter, wenn auch jeßt die scheinheilige Frömmigkeit das abgenugte Werkzeug aus ihrer Mitte verbannt hat. - und in Irland - wer wird sich täuschen lassen, wenn die Bischöfe gegen O'Connel Hirtenbriefe erlassen! Madyt etwa dort die Noth des Volkes die Revolution, das bis auf die kleinsten Parcellent vertheilte Eigenthum, die dem Auslande zuwandernden Eapitas lien, die schlechte, stiefmütterliche Behandlung, die Rohheit des Volkes, das kraftlose Ministerium, das ungeheure Zalent des großen Agitators? - Nein, sage ich, nein! und wenn ich kei: nen andern Grund håtte, als den meiner Kehle, nur die Geists' lichkeit hat aufgeregt!

Doch es ist nicht mein Zwed, Eulen nach Athen zu tragen: alles, was über so viel besprochene Chatsachen gesagt worden ist, haben Sie, mein Ritter, gewiß auch schon gesagt; ich will nur aufmerksam machen auf solches, was bisher Niemand beachtete und was doch zum Erschreden zeigt, wie weit die Plane des Vaticans reichen, welch ein gewaltiges Nes alle Vdiker von eis nem Ende der Erde zum andern umschlungen hat.

Ich beginne mit China. - Von dem geheimen Bunde, der dort herrscht, weiß Feder. Sein Zwed foll sein, einen Sproßling der alten einheimischen Dynastie auf den usurpirten Thron der Mantschu zu erheben. – Jesuitenmåbrchen! - Sein Zwed ist, den römischen Papst auf den Sie des Dalai-lama zu brins gen. Rosenkrånze, Litaneien, Festtage, das Colibat und die Unfehla barkeit haben die Söhne Loyola's schon vorläufig dort eingeführt. Daß die dortige Regierung dem Plane auf der Spur sei, zeigt die vor einiger Zeit in den Zeitungen angekündigte Erecution, welche die sonst so milde und patriarchalische Verwaltung über die Bekenner des Christenthums verhångt hat. Wir guten Deuts schen! Ich habe hier zu Lande Leute gesehen, die über diese Verschwörer Mitleid hatten; es stand auch so dumm, so anspruchlos, To ohne alle Anspielungen in den Zeitungen! D. Gott, wenn ich nur auf ein Jahr Redacteur der Augemeinen wåre!

Ueber die Umtriebe in Indien bin ich weniger unterrichtet; allein wenn man bedenkt, welch einen Umfang das Lehnwesen unter den Afghanen gewonnen hat, wie gewiß nicht ohne Einfluß der unter der Restauration fo machtigen Geistlichkeit sich so viele Franzosen in die Dienste der einheimischen Fürsten begeben haben, Seitsdr. f. Philof. u. lath. Theologie, 12. H.

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und wenn man erwagt, daß gewiß nicht ohne Auffrischung alter Eindrü&e das Andenken des bekannten Sesuiten Franz Xavier bei den Paravas an der Küste von Malabar fo lebhaft bleiben konnte, daß fie dem Bekehrungs-Antrage erleuchteter methodistischer Pre: diger mit der schnåden Antwort begegneten: ,,Der schwarze Vater hat einen Menschen vom Tode erwedt, und wir glaubten ihm; thut das Gleiche, und wir werden sehen, ob auch Euch zu glauben ift!"

- wenn man das alles erwågt – sage ich — so ist nur zu deut: lich, wie weit clericalischer Einfluß auch in diesem Lande um fica gegriffen hat. Und könnte es anders sein? Wenn ich so von einem Nabob oder Nizam tefe oder gar von dem Großmogul in Delhi, von den goldenen Sålen, Diamanten-Febern, Rupien-Beuteln, Caschemir:Shwals, Elephanten-Siken, Palankinen, Balsam-Düften, kostbaren Lederbissen, reizenden Tångerinnen und einer Natur voller Anmuth und Große, so steigt doch felbft in mir mandi warmer, sehnsüchtiger. Wunsch auf, und důnkt mich, trok allen meinen Weltverbesserungs- und Volksveredlungs-Planen, Deutsch: land und Nürnberg so winzig und klein; welche Gefühle müssen sich nicht also im Herzen eines Priesters regen, der wenig zu thun und viel genossen hat!

Ueber Persien gibt ein erst in diesem Jahre erschienenes Buch die zuverlässigsten Daten. Es führt den Titel: Freimuthige Pers gleichungen der Zeichen unserer Zeit mit den biblischen Weissa: gungen vom Antichrist seit Anfang der Revolution bis auf die jebigen Ereignisse im Orient. - Nebst einer davon ganz unat: hångigen, aber verwandten, und deswegen in der Vorrede voran: gestellten interessanten Mittheilung aus dem Tagebuche eines reiTenden deutschen Kaufmannes von einer Jesuiten-Geheimschule in Persien für wirkliche Bildung eines jüdischen Knaben aus dem Geschlechte Dan als fünftigen Meffias. Beides zum ernsten Bei denken seinen Zeitgenossen für christliche Wachsamkeit, Gebet und Treue gewidmet von Sacob Warnelaut in Gelfingen. Stuttgart, I. Scheible's Buchhandlung. – Der Titel ist dumm, das Bud aber auch ; doch das thut nichts zur Sache. Es ist eine Myftife: cation gewisser Bangglåubiger und alter Weiber, und an der gangen Geschichte des deutschen Kaufmannes ist kein wahres Wort; allein deffen ungeachtet lernen wir daraus: daß die Sefuiten in Ispahan eine Geheimschule, Directoren und Vice-Directoren, Ráthe und Secretáre mit Turbanen, langen Bårten und glán zenden Gewandern befißen, Unterricht in der höhern Erperimental: physik und Magie geben und ebenfalls über universal-monarchiste Anschlage brüten. - Beim Himmel, ich bin nicht leichtgläubia, und ich darf es Ihnen betheuern, hochgeehrtester Herr Professor, ich glaube eigentlich so viel als nichts; allein wenn man mir etwas Einschlägiges über Katholiken und Katholizismus erzählt, To glaube ich es doch und weiß es aus tausend unglaubwürdigen

und falschen, entstellenden, mißdeutenden, widersinnigen Angaben heraus zu, finden.

Ich komme nun zur Tårtei und dem mit ihr in To enger Berührung stehenden Aegypten, wo – wenn ein physicalisches Gleichniß an seinem Plage ist - die entstehende elektrische Stromung nothwendig nach und nach eine Zersegung und Auflösung oder wenigstens Versäuerung (Drydation) und Verrostung des einen der beiden Elemente herbeiführen muß. Aber eben unter folchen Verhältnissen hat die Priesterschaft das freieste Feld zur Wirksamkeit. - Der Sultan hat den Patriarchen der griechi: [chen Christen abgefekt. Etwa ohne Grund? – Der Emir der Drufen hat sich gegen Ibrahim aufgelehnt? Weiß man nicht, daß die Drusen noch immer starke Spuren vom Christenthume beibehalten haben? – Im Morgenblatte steht die Beschreibung einer Reise von Konstantinopel nach Syra. Ein griechischer Archia mandrit befindet sich ebenfalls auf der Felude des Reisenden, mitten unter schlechtem Bolke; er gibt vor, nach Hellas in die Dienste Königs Otto gchen zu wollen; kaum in Syra angelangt, hat er noch in der Contumaz ein heftiges Gespräch mit einem dortigen Popen; man hört das Wort Dreieinigkeit u. dgl. - Begibt sich ein Archimandrit ohne allen besondern Zwed unter folches Gesindel? hat er umsonst in Syra fo beftige Debatten? kann hier eine andere Dreieinigkeit gemeint sein, als die politische eines Priesterreichs in Konstantinopel, Alexandrien und Nauplia ? Daß der Archimandrit ein heimlich mit Rom uniirter war, ist auf seiner Reise an den Hof des Baiernjůnglings ohnehin klar. - Die St. Simonisten, die jegt scharenweise nach dem Drient eilen, weiß nicht bereits die ganze Welt, daß sie verkappte Dominicaner find? denn predigen sie nicht auch einen Papst, schimpfen sie nicht auch auf den Protestantismus, und ihr gewisses heiliges Westenkleid, åhnelt es nicht einem Domino, von dem jener inquisitorialische Orden wahrscheinlich den Namen hat? - Der seit' fo vielen Jahrhun: derten bestehende Sclavenhandel unter den großentheils christlichen Gcorgiern, würde ihn die Priesterschaft, der er nichts eintrågt und reizende Beichtfinder entzieht, To lange geduldet haben, wenn es sich nicht darum gehandelt hatte, ergebene Spione im Serail des Sultans zu haben? Und daß vor einigen Monaten dem Sultan, als er die Flotte auslaufen lassen wollte, das he is lige Schwert ins Wasser fiel, soll es ohne Zuthun der Priesterfchaft geschehen fein? Also war es ein Zufall, ein Omen! – Aber kann es einen Zufall, ein Etwas, das in keine kantische Kate: gorie paßt, geben, und Omina? - Ia, als wenn der große Unbe: kannte, Herr *, nicht zur Genůge dargethan hatte, daß alles, was man Omen nennt, höchstens auf eine Betrügerei hinauslauft!

(Schluß folgt.)

Erzdiözese ki o l n.

perfonal-Nachrichten aus derfelben vom vierten

.: Quartal 1834.

I. Sterbefälle: Am 3. October starb Sr. J. K. Hous fchett, emerititter Pfarrer in Schlebusch, 60 Jahre alt; am 8. Hr. W. S. Důrnagel, jủngst geweihter Priester und ernann: ter Vicar von Urloff, 24 I. alt; am 9. Hr. M. Huintjes, Rector des vormaligen Klosters zu Gerresheim, 82 I. alt; am 13. Sr. H. 6. S dloffer, Pfarrer zu Leuscheid, 86 J. alt; am 20. Hr. F. p. 2. Manten, Pfarrer in Ridelrath, 67 I. alt; am 24. Hr. F. Schulten, Capuciner in Essen, 65 I. alt; am 1. November Hr. I. R. fohn, Pfarrer zu Buir, 72 I. alt; am 5. Sr. J. A. Freiherr von und zum Pús in Kóin, vormals Mitglied der Pråmonstratenser-Abtei zu Hamborn, 63 I. alt; am 24. Hr. F. A. Runs zum h. Maximilian in Dúffel: borf, vormals Dechant zu Cleve und Propft zu Kaiserswerth, 78 9. alt. Am 3. December hr. G. J. Appel, Subsidiar zur b. Columba in stoln, 76 I. alt; am 10. Hr. 4. Breuer, Guars dian im Capuciner-Kloster zu Kaiserswerth, 77 9. alt; am 11. Hr. J. Merzenich, Pfarrer zu Dirmerzheim, 63 I. alt; am 16. Sr. F. M. Michel, Defervitor der Gapuciner-Kirche zu Malmedy, Mitglied der ehemaligen Benedictiner-Abtei daselbit, 74 I. alt; am 17. Hr. J. E. A. Graffweg, vorm. Canonicus zu Effen, 75 I. att; am 21. Sr. M. Schmik, Vicar zu Braunlauf, 36 J. alt.

II. Entraffungen. A. Von Pfarrstellen. Am 15. Nov. wurde Hr. I. I. Ruland wegen schwerer Erkrankung von der Pfarre Berzdorf, und am 30. Hr. I. B. Perch von der Pfarre Sindorf entlaffen. B. Von Vicariestellen. Am 13. Nov. wurde Hr. W. A. Rotho von der Rectorstelle im Elisabetherinnen-Kloster zu Düren, und Hr. I. P. Spiel manns wegen Ulterschwäche von der Picarie zu Hardt entlassen.

III.' Ernennungen. A. Um 22. Nov. wurde Hr. D. F. 4. S. Weiß, Pr&ses des erzbischöflichen Seminars, als Doms capitular in das Metropolitan:Domcapitel, nach Eingang der Pros visions. Bulle des h. apostolischen Stuhles, feierlich eingeführt.

B. Zu Landdechanten. Am 12. Dec. wurde Hr. H. J. Buson, Pfarrer zu Stoppenberg, zum Landdechant des De: kanates Essen; Hr. I. Hendrichs, Hauptpfarrer zu Heinsberg, zum Landdechant des Dekanates Heinsberg; am 27. Hr. J. J. Dortans, Pfarrer zu Rosberg, zum Landdechant des Deka: nates Hersel ernannt.

c. Bu Pfarrstellen. Am 1. Oct. Hr. F. I. Red, bisher Pfarrer zu Olef, zum Pfarrer in Lengsdorf; Hr. J. Schmitt, bisher Vicar zu Búllingen, zum Pfarrer in Büllingen; Hr. s. F. F. Mauel, bisher Vicar zu Eicherscheid, zum Pfarrer in Dlef; am 16. Hr. I. Budgenbach, bisher Vicar zu Ivers: heim, zum Pfarrer der dort neu errichteten Pfarrstelle; Hr. L. Niessen, bisher Vicar zu Simmerath, zum Pfarrer der neut errichteten Pfarrstelle in Antweiler; Hr. P. X. Effer, bisher Vicar zu Gressenich, zum Pfarrer der neu errichteten Pfarrstelle zu Schwerfen; Hr. P. Scheuvens, bisher Pfarrer zu Fischenich, zum Pfarrer der neu errichteten Pfarrstelle zu Mesdhenich; Hr. S. Rolshoven, bisher Vicar zu Hermülheim, zum Pfarrer der dort neu errichteten Pfarre; Hr. Th. J. Hermes, bisher Vicar zu Bocklemånd, zum Pfarrer der dort neu errichteten Pfarre ; Hr. C. . F. Fven, bisher Vicar zu Fliesteden, zum Pfarrer der neu" etrichteten Pfarre in Weiler; Hr. F. J. Schwarz, bisher Vicar zu Lechenich, zum Pfarrer in Fischenich; am 22. Hr. G. K. S. Bochum, bisher Vicar zu Uerdingen, zum Pfarrer in Homberg; am 1. Nov. Hr. M. Feikes, bisher Vicar zu Hemmerden, zum Pfarrer in Ridelrath; am 8. Sr. F. Krein, bisher Pfarrer zu Winterscheid, zum Pfarrer in Oberpleis; am 16. Hr. Th. Glaes, bisher Pfarrer zu Hergenrath, zum Pfarrer in Berzdorf; am 19. Hr. J. H. Hagemann, bisher Pfarrer zu Ruppichteroth, zum Pfarrer in Leuscheid; am 1. Dec. Hr. Th. F. H. Hons, bisher Pfarrer zu Didweiler, zum Pfarrer in Buir; Hr. J. I. 4. Reuff, bisher Vicar zu Immerath, zum Pfarrer in Oidweiler ; Hr. J. F. H. Lamber, bisher Vicar 3. b. Paul.in Aachen, zum Pfarrer in Hergenrath; Hr. I. Arent, bisher Vicar zu Wirkfeld, zum Pfarrer der dort neu errichteten Pfarrstelle; Hr. K. I. Neefsen, bisher Vicar ju Holzweiler, zum Pfarrer in Sindorf.

D. Z u Bicariestellen. Am 1. Oct. Hr. W. H. Frohn, bisher Vicar in Maria Lyskirchen in Köln, zum Vicar in Ma: ria im Capitol daselbst; Hr. M. X. Stoff, neu geweihter Priester, zum Vicar in Maria Lyskirchen zu Koin; Hr. P. I. M a fren, früher Vicarie-Verwalter zu Richrath, zum Vicar in Zons; Hr. I. W. G. Schlamm, bisher Vicar zu Wichterich, zum Vicar in Erp; Hr. G. Cramer, neu geweihter Priester, zum Vicar in Heimerzheim; Hr. 6. Bayer, bisher Bicar in

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