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Quakerische Symbole.

Barclai. Apol. 10, 19. p. 198. Quidquid homo sua industria in linguis et eruditione in scripturis invenire potest, totum nihil est sine spiritu, absque quo nihil certum, semper fallibile iudicatum est. Sed vir rusticus huiusque eruditionis ignarus, qui ne vel elementum norit, quando scripturam lectam audit, eodem spiritu hoc esse verum dicere potest, et eodem spir. intelligere et, si necesse sit, interpretari potest. 3, 4. p. 44. Dedit (Christus) spiritum suum pro principali et praecipuo ductore, quem nec tempus exedere, nec transscriptores vel interpretes corrumpere possunt; neque ullus adeo illiteratus, surdus aut tam remoto loco positus est, quem non attingat et recte instruat; cuius etiam spiritus evidentia et revelatio ea sola est, qua difficultatibus illis, quae de scripturis occurrunt, liberamur.

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Anmerk. Ihre unfehlbaren Aussprüche thut die Kirche nach kathol. Principien durch die Gesammtheit der zu einem allgemeinen Concilium rechtmässig versammelten Bischöfe etc. (ecclesia repraesentans) Bellarmin eccles. milit. c. 14. Nostra sententia est, ecclesiam absolute non posse errare nec in rebus absolute necessariis nec in aliis, quae credenda vel facienda nobis proponit, sive habeantur expresse in scripturis sive non; et cum dicimus, ecclesiam non posse errare, id intelligimus tam de universitate fidelium, quam de universitate episcoporum, letztere aber sunt ecclesia repraesentativa, ut nostri loquuntur. Vergl. Cani loci 5. Möhler Symbol. §. 37. Klee kathol. Dogmat. I. 246 f. Nach Bellarmin concil. 1, 4. ist ein ökumen. Concilium das, cui interesse possunt et debent episcopi totius orbis, nisi legitime impediantur, et cui nemo recte praesidet, nisi Sumo us pontifex aut alius eius nomine 1). Auf einem solchen entscheiden die Bischöfe als iudices, denn sie allein naben ordentlicher Weise das ius suffragii, während Andere nur ex privilegio et consuetudine oder als gelehrte Beistände dem Concil. beiwohnen Bellarmin l. c. 1, 15. Vgl. hiermit die Grundsätze der orthodox. griechischen Kirche Conf. orthod. p. 18. 122. 153. Dosithei Confess. c. 12. Jerem. in Act. Wirtemb. p. 139. 142. Plato Katech. S. 118. s. Heinecc. Abbild. II. 85 f. Solcher ökumen. Synoden zählt nun die orthodoxe Kirche sieben, es sind die Kirchenversammlung. zu Nicaea 325, zu Constantinopel 381, zu Ephesus 431, zu Chalcedon 451, zu Constantinop. 553 u. wieder 680 (Trullanum), zu Nicaea 787. Die röm. Kirche dagegen kennt 18 (von Päpsten) genehmigte Generalsynoden, unter welchen die Trienter die letzte ist Bellarmin Concil, 1, 5., wiewohl über einzelne unter den Katholiken selbst gestritten wird. Die protestant. Kirche hat über die Zahl der ökumen, Synoden (aus histor. Gesichtspunkte) symbolisch nichts festgestellt, doch vgl. Declar. Thorun. p. 45. u. Baumgarten Polem. III. 395. Die Idee allgemeiner Synoden, auf welchen bei entstandenen Glaubensdifferenzen über christliche Wahrheit aus der heil. Schrift von frommen und gelehrten Männern ein Ausspruch gethan werde, ist dem Protestantismus nicht fremd (bekanntlich haben die Evangelischen selbst lange Zeit auf ein freies allgemeines Concilium provocirt A. C. p. 7. A. Sm. p. 800.), die Symbole, welche die Sache berühren, unterscheiden aber das Ideal wohl von der Wirklichkeit Conf. Wirtemb. p. 134. Art. Angl. 21. Conf. Scot. art. 20. Calvin. instit. 4, 9. 13. Conf. remonst. 25, 1 sq. u. weisen jede neben der heil. Schrift gelten wollende Autorität zurück. In der Praxis ist bekanntlich die Idee nie ausgeführt worden und würde ohne viele Inconvenienzen auch nicht ausgeführt werden können. Die divergirenden Grundsätze der Protestanten über concilia generalia entwickelt gut Bellarmin Concil. 1. cap. 12 sq. cap. 15. u. 18. vergl. Calvin. instit, 4, 9. 1-7. Beier theol. pos. p. 732 sqq.

Differenzen über die Bibel von geringerer Erheblichkeit.

1. Ist die heil. Schrift und namentlich das N. T. ein Offenbarungscodex, so folgt von selbst, dass Alles, was nach einer richtigen Erklärung als Dogma darin enthalten ist, auch Bestandtheil der christlichen Offenbarung sei. Der Vernunft steht also kein Scheidungsprocess in dem als Material der Offenbarung vorliegenden Inhalte der Bibel zu, dergestalt, dass alles, was die Vern. nicht von selbst zu finden vermöchte, auch nicht christl. Dogma sein dürfte. Und in diesem Puncte stimmen auch sämmtliche protestant. Symbole überein. Nur die Socinianer wollte man hiervon ausnehmen (Baumgarten Polemik II. 196 ff. Mosheim Institutt, hist, eccl. p. 820 sq. Schröckh KG, n, d. R. V. 560.). Allein dass sie in thesi die Vernunft nie zur absoluten Richterin in Sachen des christl. Glaubens gemacht haben, zeigt theils ihr Unterschied zwischen Widervernünftigem und Uebervernünftigem (Geheim

1) S. jedoch über das unter den Katholiken selbst streitige Verhältniss des Papstes zu den ökumen. Concilien Marheinecke Katholicism II. 296 ff. Convocation, Vorsitz und Genehmigung der gefassten Beschlüsse erkannten dem Papst als Primas neulich auch Walter Kirchenrecht S. 306 f. u. Klee kathol. Dogm. I. 248. zu.

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nisse) in der Offenbarung, theils geht dies aus ihrer (ursprünglichen) Ansicht von der Unfähigkeit der Vernunft, Gott und seinen Willen zu erkennen '), hervor. Nur eine negative Berechtigung gestehen sie der Vern, bei Prüfung einer als göttlich dargebotenen Offenbarung zu, lehrend, dass Nichts im Christenthum der Vern. widersprechen dürfe. In der exegetischen Praxis wenden sie aber diesen Grundsatz auf alle Bibelstellen an, welche Uebervernünftiges oder die sogenannten Geheimnisse (des symbolisch-christl. Glaubens) enthalten, da ihnen zufolge Glaubensgeheimnisse, einmal geoffenbart, für die Vernunft begreiflich sein müssen), und so wird factisch die socin. Bibelexegese von der Vernunft beherrscht u. lässt sich nicht selten zu contorten Auslegungen verleiten3). Vgl. überh. J. J. C. Zerrenner neuer Versuch zur Bestimmung der dogmat. Grundlehren von Offenbarung u. heil. Schr. nach d. Socin. Unitariern. Jena 1820. 8.

2. In welches Verhältniss die Trid. Synode die lateinische unter dem Namen Vulgata bekannte Bibelübersetzung zum Grundtexte gestellt habe, darüber ist gestritten worden. Die Worte des Decrets (sess. 4. decr. de edit et usu S. S.) lauten so: Synodus, considerans non parum utilitatis accedere posse ecclesiae dei, si ex omnibus latinis editionibus, quae circumferuntur, sacrorum librorum, quaenam pro authentica habenda sit, innotescat, statuit et declarat, ut haec ipsa vetus et vulgata editio, quae longo tot seculorum usu in ipsa ecclesia probata est, in publicis lectionibus, disputationibus, praedicationibus et expositionibus pro authentica habeatur et ut nemo eam Teiicere quovis praetextu audeat vel praesumat. Auf den ersten Blick könnte es scheinen, als wollte das Concilium blos sagen: dass, wenn eine lateinische Uebersetzung gebraucht werden solle (wie bei gelehrten Unterredungen), oder gebraucht werden müsse (wie beim Gottesdienst), unter allen vorhandenen nur die Vulgata für die von der Kirche sanctionirte gelten dürfe; wenigstens ist in jenen Worten kein bestimmter Gegensatz gegen den Grundtext zu finden. Indess spricht sich schon in der Erlaubniss bei theologischen Streitigkeiten (disputationibus) die lat. Uebers. zu gebrauchen, eine Geringschätzung des Grundtextes aus, die von den Repräsentanten der Kirche nicht erwartet werden sollte; sodann lehren die Verhandlungen, welche dem Decrete vorausgingen (s. Schröckh KG. IV. 132 ff. Marheinecke System d. Kathol. 1. B. S. 231 f.), dass die Trid. Väter die Vulgata mit Hintansetzung des Grundtextes für authentisch erklären wollten, um den Disputen mit Protestanten, welche sich auf letztern beriefen, auszuweichen, oder, wie es in den gleich folgenden Worten des Decrets heisst, die petulantia ingenia einzuschränken und den von dem Sinne der Kirche abweichenden Erklärungen der Schrift zu steuern. Endlich haben auch viele der rechtgläubigsten kathol. Theologen das Decret dahin verstanden (Cani loci 2, 13 sq. Bellarmin de verbo Dei 2. c. 10.), die Vulgata sei dogmatisch eben so zuverlässig wie die bibl. Grundtexte, u. selbst die Kirche (auf allgemeinen Concilien) ^) dürfe ihre Entscheidungen auf die Vulgata gründen ). Erst Neuere

1) Socin. Opp. II. 454. a. Homo ipse per se nec seipsum nec deum eiusve voluntatem cognoscere potest, sed necesse est, ut haec illi deus aliqna ratione patefaciat. Ostorodt Unterr. S. 10. Dass aber die Menschen von Gott oder von der Gottheit etwas wissen, das haben sie nicht von Natur, noch aus der Betrachtung der Schöpfung, sondern von Hörensagen, sintemal sich Gott von Anfang der Menschen offenbart hat. Zu welcher Gehör aber solches nicht gekommen ist, die haben leichtlich wohl gar keine Opinion von irgend einer Gottheit. Vgl. vorzüglich Socin. praelect. theol. cap. 2. Wie die Socinianer später von dieser strengen Ansicht zurückgekommen sind, zeigt Zerrenner a. a. O. 51 ff.

2) Schlichting diss. de trinit, p. 70. Mysteria div. non idcirco mysteria dicuntur, quod etiam revelata omnem nostrum intellectum captumque transcendunt, sed quod non nisi ex revelatione div. cognosci possunt.

3) Vgl. z. B. Cat. Rac. qu. 89. 97. 111. 392. Socins exegetische Maximen in Bezug auf solche Bibelstellen s. de Christo servat. 3, 7. vgl. Bengel in Süskinds Magaz. XV. 132 f.

4) Das Decret erwähnt die Verhandlungen auf Concilien, wo die Kirche selbst zu Gerichte sitzt, nicht. Bellarmin aber de verbo dei 2, 10. sagt sehr naiv: In conciliis gener. ecclesiae aut paucissimi aut interdum nulli inveniuntur linguae hebr. periti; male igitur provisum esset ecclesiae, si in rebus gravibus non posset fidere latinae editioni cet. Und aus dem was Canus 2, 15. de linguarum hebr. et graecae utilitate abhandelt, lässt sich erkennen, wie rechtgläubige kathol. Theologen von dem Gebrauch der Grundtexte neben der Vulgata urtheilen.

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5) Hiernach würde die Vulgata an sich dem Grundtexte gleichstehen u. nur im und beim Gebrauche einen Vorzug vor ihm erhalten. Der Satz ist nicht: die Glaubenswahrheiten sind sicherer aus der Vulg. als aus dem

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fingen an, jede Beziehung auf den Grundtext aus dem Decrete wegzuleugnen, oder, wenn sie den klaren Worten des Decrets nicht Gewalt anthun wollten, das Ganze für ein blos provisorisches Disciplinargesetz zu erklären (Jahrschr. f. Theol. u. Kirchenrecht d. Kath. 1. Bd. 1. Hft. S. 1 ff. s. dag. Bengels Archiv 1. B. S. 462.). - Vgl. L. van Ess pragmatica doctorum cath. Trid. circa vulgatam decreti sensum nec non licitum textus origin. usum testantium historia. Sulzbach 1816. gr. 8 C. J. Herber de versione lat. vulg., ex concil. Trid, decreto authentica. Vratislav. 1815. 4. Eine Antithese gegen die Tridentiner Sanction der Vulg. findet sich nur Declar, Thorun. 2, 1. 4. p. 46 sq.

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3. Ueber das Bibellesen der Laien (vgl. Declar. Thorun. p. 46.) bestimmen die kathol. Symbole Nichts Die Päpste aber haben es wiederholt untersagt, insbesondere Innocentius III. (Concil. Tolosan. 1229), Clemens XI. in der Bulle Unigenitus (1713). Papst Pius VII. misbilligte nur den Gebrauch der Bibel-Uebersetzungen, die nicht die Genehmigung des röm. Stuhls erlangt hatten (s. theol. Nachr. 1817. S. 237 ff.), u. der Index librorum prohibitorum, den Pius IV. ausgehen liess, macht die Lectüre der (katholischen) Bibelübersetzungen abhängig von der Erlaubniss der Pfarrer (u. Klostervorgesetzten) reg. 4. Vergl. Hegelmair Gesch, des Bibelverbots. Ulm 1783 8. Onymus Entw zu einer Gesch. des Bibellesens. Würzburg 1786. 8. Indess hat es nie an Prälaten u. Theologen in der kathol. Kirche gefehlt, welche das Bibellesen möglichst allgemein gemacht wünschten, von dem Grundsatze ausgehend: lectio S. S. est pro omnibus, s. L. v. Ess Auszüge über d. nothwendige u. nützliche Bibellesen a. d. Kirchenvätern und andren kathol. Schriften. 2. Aufl. Sulzbach 1816. 8. vgl. auch die Cölner Zeitschrift f. Philos. u. kathol. Theol. XIX. S. 108 ff. Bei den in der kathol. Kirche herrschenden Grundsätzen von der Dunkelheit der heil. Schrift ist es aber ganz consequent, wenn auf das eigne Bibellesen der Laien nicht viel Werth gelegt u. dieselben auf den mündlichen Unterricht der Geistlichen hauptsächlich verwiesen werden Bellarmin de verbo dei 2, 15. Die griech. Kirche hat den Laien die Bibel nie zugänglich gemacht, beim Gottesdienst wird dieselbe bis jetzt in einer dem Volke unverständlichen Sprache verlesen u. Uebersetzungen haben früher keine Verbreitung gefunden. Der Synode zu Jerusalem 1672 aber wird ein Verwerfungsurtheil des Bibellesens der Laien in den Mund gelegt Harduin Concil. XI. p. 255 sqq. Auch die Quäker legen keinen grossen Werth auf das Bibellesen der Laien, da diese immer von der Richtigkeit der Uebersetzung, welche sie nicht beurtheilen können, abhängig seien Barclai. Apol. p. 43. Ja selbst die Gelehrten haben, wenn sie des innern Lichts entbehren, von dem Bibelstudium keinen wahren Nutzen s. oben. Wenn die protest. Kirche sich beeifert, den Laien die Bibel in die Hände zu geben, so liegt hierbei allerdings die Ueberzeugung zum Grunde, dass die derselben eigene Deutlichkeit auch in der treuen Uebersetzung an den den Glauben constituirenden Stellen unverkümmert bleibe.

4. Zur heil. Schrift rechnen die Katholiken ausser den kanonischen Büchern des A. T. auch die sogenannten apokryphischen [namentlich Tob., Judith, Ecclesiasticus (Sirach), Weish. Sal., 1. 2. B. der Maccab., Baruch, Stücke in Esther, Hymnus der 3 Männer, Susanna, Bel und Drache] und schreiben ihnen göttliche Autorität zu 1). Vgl. Concil. Trid. Sess. 4. decr. 1. Viele kathol. Theologen machen zwar einen historischen Unterschied zwischen den kanonischen und apokryphischen Büchern, indem sie jene protokanonisch, diese deuterokanonisch nennen s. Jahn Einleit. in d. Bibel 1. B. S. 140 ff. Aber von

Grundtext zu erkennen (solches hat die Kirche nie behauptet), sondern: sie sind mit gleicher Zuverlässigkeit aus der Vulg. zu erkennen, darum bleibt die lat. Kirche bei dieser, welche eine allgemeinere Anwendbarkeit hat, stehen vgl. Katholik 59. B. 1. Heft S. 56. Hiernach war auch die altprotest. Polemik hauptsächlich auf den Erweis gerichtet, dass die Vulg. mit dem Grundtext zusammengehalten, verderbt sei Chemnit. Exam. 1, 1. 7. 13. Sixt. Amama censura vulgatae et a Tridentinis canonizatae (!) versionis Pentat. Franeq. 1628. 4. u. dessen Antibarbarus bibl. Amst. 1628. 8., wogeg. Bellarmin de verbo dei 2, 12 sqq. die Vulg. als fehlerfrei darzustellen suchte. Noch siegreicher hat sich freilich die alte Polemik auf die Discrepanz der clementin. u. sixtin. editio authentica geworfen vgl. bes. James bellum papale. Lond. 1600. 4.

1) Wie denn auch Abschnitte aus diesen Büchern an gewissen Festen öffentlich in der kathol. Kirche verlesen werden.

solcher ohnedies für die Dogmatik_bedeutungslosen Scheidung nimmt die Kirche keine Notiz. Wie die trid. Synode dazu gekommen sei, den schon in der jüdischen Kirche bestehenden Unterschied zwischen kanon. und apokryph. Büchern zu verleugnen, lässt sich unschwer vermuthen. Es war die seit langer Zeit in der lat. Kirche herrschende Gewohnheit, kanon. u. apokryph. BB. promiscue zu brauchen, welcher man (wohl nicht ohne Erwägung dogmatischer Vortheile) treu bleiben wollte. In den luth. Symbolen findet sich keine bestimmte Negativa (factisch erklären sie indess die kanon. Bücher für allein dogmatisch gültig, s. Bretschneider Dogmat. I. 273.), die reformirten u. arminian. aber sprechen sich deutlich aus, vgl. Conf. Helv. II. cap. 1. Conf. Gall. 3. 4. Conf. Belg. 6. libri apocr., quos quidem ecclesia legere, et ex iis documenta de rebus cum libris canonicis consentientibus desumere potest: at nequaquam ea ipsorum vis et auctoritas est, ut ex ullo testimonio ipsorum aliquod dogma -certo constitui possit etc. Declar. Thorun. p. 46. Conf. Remonstr. 1, 6. Und Conf. Gall. a. a. O. Art. Angl. 6. Conf. Remonstr. 1, 3. geben Verzeichnisse der kanon. Bücher A. T. Auch die Socinianer s. Ostorodt Unterr. p. 1. u. die Mennoniten (Ris Conf. c. 29.) stimmen in diesem Punkte den Protest. bei 1).

Von der orthodox griech. Kirche versichert Metrophan. Critop. Conf. c. 7., dass sie den alttestam. Apokryphen kein kanon. Ansehen einräume:͵ τὰ λοιπὰ βιβλία, ἅπερ τινὲς βούλονται συγκαταλέγειν τῇ ἁγίᾳ γραφῇ, οἷον τὸ τοῦ Τωβὴτ cet. ἀποβλήτους μὲν οὐχ ἡγούμεθα, πολλὰ γὰρ ἠθικὰ, πλείςου ἐπαίνου ἄξια ἐμπεριέχεται ταύταις· ὡς κανονικὰς δὲ καὶ αὐθεντικὰς οὐδέ ποτ ̓ ἀπεδέξατο ἡ τοῦ Χριςοῦ ἐκκλησία, διὸ οὐδὲ τὰ δόγματα ἡμῶν πειρώμεθα ἐκ τούτων παραςῆσαι, ἀλλ ̓ ἐκ τῶν τρίακοντα τριῶν κανονικῶν καὶ αὐθεντικῶν βιβλίων, ἃ δὴ καὶ θεόπνευσον καὶ ἁγίαν γραφὴν καλοῦμεν. Dagegen werden die Apocrypha den kanon, Büchern gleichgestellt durch die Synode zu Jerusalem 1672. s. Harduin Concil. XI. p. 258,

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5. Ueber die Inspiration der heil. Schrift erklärt sich der Cat. Racov, nicht ausdrücklich, blos die certitudo S. S. sucht er zu erweisen. Socin dagegen gesteht nicht nur, dass die Apostel sich überhaupt bei Verkündigung der zur Seligkeit nothwendigen Glaubenslehren einer besondern Leitung des göttlichen Geistes 2) zu erfreuen gehabt hätten (die ihnen also auch beim Schreiben nicht fehlen konnte), sondern sagt von ihnen, dass sie vel ab ipso div. spiritu impulsi eoque dictante vel spiritu sancto pleni (Einiges) niedergeschrieben hätten (Opp. I. p. 287 a.), und selbst im Cat. Rac. liegen hier und da versteckte Spuren eines Glaubens an Inspiration s. Zerrenner neuer Versuch u. s. w. S. 132-198. gegen Bengel in Süskinds Magaz. 14. St. S. 158. 15. St. S. 105. In der Confess. Remonst. 1, 3. werden die Verfasser der kanon. Bücher spiritu dei sancto afflati, instructi ac directi genannt. In der Form. Consens. Helv. 2. aber ist gar eine Inspiration der hebr. Vocale gelehrt.

2. Dreieinigkeit Gottes.

Differenzpunkt.

Alle christliche Parteien stimmen darin überein, dass Gott ein einiges Wesen sei; die meisten aber erkennen nach den Bestimmungen der alten Kirche in diesem einigen göttlichen Wesen drei Personen (Hypostasen), unzertrennlich verbunden und an Ewigkeit und Vollkommenheit einander gleich an, und treten dadurch theils mit den Arminianern, welche (weil der Sohn u. h. Geist aus dem Vater gezeugt worden od. hervorgegangen ist) eine Subordination der drei Personen lehren, theils mit den Antitrinitariern (Socinianern) in Widerspruch, welche letztere, diese Trias im göttlichen Wesen leugnend, den höchsten und einigen Gott, der es von Natur ist, auch persönlich blos für

1) Barclai. Apol. p. 47. erwähnt die Ausschliessung der Apokryphen aus der Sammlung göttlich inspirirter Bücher nur beiläufig und historisch.

2) Socin. Opp. I. 3746. Apostolos in iis, quae ad aeternam salutem omnino pertinent, errare non potuisse et ratio manifesta et Christi apertissima verba atque promissa plane demonstrant.

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einig halten, in Christo nur einen zu göttlicher Majestät erhobenen Menschen (einen in der Zeit gewordenen Gott vergl. Ostorodt Unterricht. S. 65.) erblicken und, was die Schrift heiligen Geist nennt, blos als die zur Heiligung der Menschen wirkende Kraft Gottes

autlassen.

Anmerk. In den Symbolen der Quäker ist nicht nur (wie sich von selbst versteht die Kirchenlehre von der Trinität nicht vorgetragen, sondern auch die biblischen Aeusserungen über eine Trias in Gott werden nirgends zusammengestellt. Alles reducirt sich auf den Satz Thes. 2. Nemo patrem novit nisi filius et cuicunque voluerit filius ipsum retegere et revelatio filii est in et per spiritum.

Stellen der Symbole.

1. Katholische und protestantische Symbole.

Da die Erklärungen der katholischen und protestantischen Symbole fast wörtlich mit den Aussprüchen der alten ökumenischen Symbole, die ja überdies auch von den Protestanten angenommen worden sind, übereinstimmen oder sich an dieselben als Commentar anschliessen, so ist unnöthig, die Stellen in extenso einzurücken. Vergl. indess Gennad. Conf. art. 3. Metroph. Critop. c. 1. Conf. orth. 1. qu. 8-10. A. C. 1. Apol. p. 50. A. Sm. p. 303. Conf. Helv. II. cap. 3. Conf. Gall. art. 6. Conf. Angl. art. 1-3. Conf. Belg. art. 8. Wegen der Mennoniten s. Ris Conf. art. 2. u. 3.

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2. Socinianische Symbole.

a. Trinität überhaupt.

Cat. Rac. p. 31. Qui fit, ut Christiani non solum patrem, verum etiam filium et spiritum s. personas esse in una deitate vulgo statuant? Graviter in eo errant, argumenta eius rei afferentes e scripturis male intellectis.

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b. Gottheit Christi.

Ib. p. 32. Vox deus duobus potissimum modis in scripturis usurpatur: prior est, cum designat illum, qui in coelis et in terra omnibus ita dominatur et praeest, ut neminem superiorem agnoscat atque in hac significatione scriptura unum esse deum asserit. Posterior, modus est, cum eum denotat, qui potestatem aliquam sublimem ab uno illo deo habet aut deitatis unius illius dei aliqua ratione particeps est. Etenim in scripturis propterea deus ille unus deus deorum vocatur. Psalm. 50, 1. Et hac quidem posteriore ratione filius dei vocatur deus in quibusdam scripturae locis.

Ibid. p. 48. An praeter humanam Ch. naturam s. substantiam non agnoscis etiam in eo divinam? Siquidem hoc loco naturae divinae nomine ipsam dei essentiam intelligimus, non agnoscimus hoc sensu divinam in Ch. naturam, cum id non solum rationi sacrae verum etiam divinis literis repugnet.

Ibid. p. 58. Si Chr. ex essentia patris genitus fuisset, aut partem essentiae sumsisset aut totam. Essentiae partem sumere non potuit eo quod sit impartibilis essentia divina, neque totam, nam hac ratione pater desiisset esse pater adde quod cum ess. div. sit una numero ac proinde incommunicabilis, fieri istud nullo pacto potuit (nach der letzten Revision).

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Ib. p. 47. Non solum est Ch. filius dei unigenitus sed etiam propter divin. tum potentiam ac virtutem tum auctoritatem ac potestatem, quae in eo adhuc mortali eluxit, iam tum deus fuit, multo magis nunc, postquam omnem in coelo et in terra potestatem accepit et omnia deo solo excepto eius pedibus sunt subiecta (diese Stelle fehlt in der 1. Ausg.).

Ib. p. 50. Quidquid divinum Chr. habet, scriptura eum patris dono habere aperte docet.

Ibid. p. 164. Primo praecepto Jes. addidit id, quod ipsum Jes. pro eo, qui in nos potestatem habeat divinam istoque sensu pro deo agnoscere ac divinum ei honorem exhibere tenemur.

Ib. qu. 237. (Honor divinus Christo debitus consistit) in eo, quod, quemadmodum adoratione divina eum prosequi tenemur, ita in omnibus necessitatibus nostris eius opem implorare possumus. Adoramus vero eum propter ipsius sublimem et divinam eius potestatem.

Ib. qu. 245.. (Is honor et cultus Christo tribuitur, ut inter Christum et deum discrimen) permagnum sit. Nam adoramus et colimus deum tanquam causam primam salutis nostrae, Christum tanquam

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