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B.

Symbolische Urkundenlehre oder literarische Uebersicht der öffentlichen Bekenntnissschriften jeder Kirchenpartei 1).

I. Römisch-katholische Kirche.

1. Hauptquelle des römisch-katholischen Lehrbegriffs:

Canones et decreta concilii Tridentini [eröffnet 13. Dec. 1545 zu Trient in. Tyrol, nach 8 Sitzungen im April 1547 nach Bologna verlegt, im Mai 1551 wieder in Trient eröffnet und am 28. April 1552 abgebrochen, den 18. Jan. 2) 1562 erneuert und mit der 25. Sitzung am 3. u. 4. Dec. 1563 geschlossen)], das die Geltung eines Concilii oecumen., des 18. u. bis jetzt letzten, in der röm. Kirche (auch in Frankreich hinsichtlich des Dogma's) erlangt hat. Jene Beschlüsse wurden, nachdem sie Papst Pius IV. durch eine Bulle (benedictus deus etc.) d. 26. Jan. 1564 confirmirt hatte, zuerst authentisch durch den Druck bekannt gemacht Rom bei Paul. Manutius 1564 f. 4). In demselben Jahre folgten Ausgaben zu Rom, Venedig, Antwerpen, Löwen, Cöln, und bald viele andere; mit Anmerkungen und dem index libror. prohibitor. ist zuerst ausgestattet die Ausg. zu Lyon 1580. 8. Von den spätern Editionen sind wegen Vollständigkeit oder Correctheit die empfehlenswerthesten: die ex recognitione J. Gallemart (mit den Declarationen der Cardinäle). Cöln 1618. 1620. Antw. 1644. Lyon 1712. 8., die von Phil. Chiflet, Antwerpen 1640. 12. (wiedergedruckt Cöln 1644. 45. u. s. w. Venedig 1705.), die kritisch bearbeitete von Jodoc. le Plat zu Antwerp. 1779. 4. Auch hat man diese Beschlüsse in viele lebende Sprachen übersetzt, s. Walch Biblioth. theol. Tom. I. p. 407 sq. In der Symbolik kommen nur Sess. 4-7. 13. 14. 21-25. in Betracht. Die Decreta zerfallen übrigens, wo sie ausführlicher sind, in Kapitel, welche man von den angehängten canones, d. h. kurzen Sätzen, die immer mit ,, anathema sit" schliessen, wohl unterscheiden muss.

1) Vergl. überh. Walch biblioth. theol. Tom. I. p. 314-560. J. C. Köcher Bibliotheca theolog. symbol. et catech. Wolfenb. 1751 und Jen. 1769. 2 Bde. 8. Gr. Langemack Historia catechetica oder gesammelte Nachrichten zu einer catechet. Historie. Stralsund 1729-40. 8 Bde. 8. mein Handbuch der theol. Liter. S. 818 ff.

2) Nicht 8. Jan., wie Hase in der 1. u. 2. Ausg. s. Kirchengeschichte schreibt.

3) Vgl. über die Geschichte dieses Concil., welche Manches in den Decreten selbst aufklärt, die in ganz verschiedenem Geiste geschriebenen beiden Hauptwerke, 1) von Fra Paolo (Paul. Sarpi), zuerst italienisch Lond. 1619 f. (vom Erzbisch. M. Ant. de Dominis), dann öfter, z. B. Lond. (m. Anm. v. Pet. Fr. le Courayer) 1757. 2 Bde. 4., auch lat. (aber sehr fehlerhaft übersetzt von Ad. Newton u. W. Bedell) Lond. 1620. 4. Frcf. 1621. 4. u. ö., franz. von dem genannten Courayer. Lond. 1736. 2 Bde. f. u. ö., deutsch m. Vorr. v. F. Eberh. Rambach. Halle 1761 ff. 6 Bde. 8. 2) von Sforza Pallavicini ital. Rom 1656, 2 Bde. fol. 1664. 3 Bde. 4. Mailand 1717. 8 Bde. 4. u. ö.. lat. v. Joh. Bapt. Giattini Antwerp. 1670. 3 Bde. 4. 1673 f. Ausserdem Ch. A. Salig vollstånd. Historie des trident. Concil. Halle 741 ff, 3 Thle. 4. u. zur Ergänzung dieser Werke: monuinentorum ad histor. conc. trid. illustrand. spectantium amplissima collectio stud. Jod. le Plat. Löw. 781 ff. 7 Bde. 4., G. J. Planck Anecdota ad histor. conc. Trid. Gött. 1791 ff. 24 Progr. 4.

4) Der sess. 13. de eucharist. eingeschlichene Druckfehler (es war in den WW. non absque peculiari ductu et gubernatione der Genitiv spiritus sancti ausgelassen worden) ist in dem der röm. Octavansgabe von 1564 angehängten Erratenverzeichnisse zuerst verbessert s. Köcher biblioth. symbol. p. 387.

2. Symbolische Schriften zweiter Ordnung:

1. Professio fidei Tridentinae. Sie wurde, nachdem schon die Synode zu Trident eine Glaubensverpflichtung als nothwendig bezeichnet hatte (sess. 24. reform. cap. 1. u. 12., sess. 25. reform. cap. 2.) auf Befehl Papst Pius IV. 1564 entworfen u. als verpflichtende Glaubensformel für alle, die ein geistliches Amt oder eine akadem. Function und Würde annahmen, in einer doppelten vom 13. Nov. 1564 datirten Bulle aufgestellt. Unter dem Titel: Forma professionis fidei cath. findet sie sich im magn. Bullarium Rom. Tom. II. p. 127 sqq. der Lyoner Ausg. auch in Pfaff Hist. theol. liter. P. II. p. 59 sqq. Anton, doctrina publ. conc. Trid. p. 185 sqq. Harzheim Conc. germ. VI. 940 sqq. u. a., ist aber ausserdem oft einzeln herausgeg. u. in verschiedene Sprachen übersetzt worden. S. überh. Gtl. Ch. F. Mohnicke urkundl. Geschichte der sogen. Professio fidei Trid. u. s. w. Greifswalde 1822 8. Diese Formel drückt sich über manche Punkte noch bestimmter aus, als das Conc. Trid. und giebt der Symbolik wegen der Sanction, die sie erhalten, eine noch festere Grundlage.

2. Catechismus Romanus, (nach einem Beschlusse des Conc. Trid. sess. 25. p. 627.) aufgesetzt vom Erzbischof Leon Marino, dem Bisch. Egid. Foscarari und dem portug. Gelehrten Fr. Fureiro unter Aufsicht dreier Cardinäle, lat. (nicht übel) stylisirt v. Paul, Manutius u. einigen andern, und unter Autorität des Papstes Pius V. 1566. fol. u. 8. lat u. ital. bei Paul. Manutius herausgegeben, auch von mehrern Provinzialsynoden, selbst franz., approbirt. Nachher trat er häufig in lat. Sprache ans Licht (in Deutschland zuerst Dillinger 1567. 8.), z. B. mit Anmerk. von Andr. Fabricius Antw. 1602. 8. u. 1606. S. u. ö, neuerdings zu Mecheln 1831. 12. Wien 1833. 8. Mainz 1834, 12, wurde auch in die Landessprachen vielfach übergetragen (deutsch v. Paul Hoffäus, Dillingen 1568. 4. u. 1576.). Die ältern Ausgaben liefern den Text ohne Unterbrechung und Abtheilung; in der zu Cöln 1572. erschienen zuerst Bücher und Kapitel, noch später in der zu Antwerp. 1574. Fragen und Antworten. So hat nun dieser Catech. 4 Theile de symbolo apost., de sacramentis, de decalogo, de oratione dominica. Uebrigens ist in ihm die Form des katechet. Lehrbuchs, das Anfängern in die Hände gegeben werden soll, nicht genug von der Form einer Anweisung zur katechet. Lehrart für Pfarrer geschieden, vielmehr gewinnt derselbe durch die immer wiederkehrenden Ermahnungen an die pastores mehr das Ansehen einer Pastoralanweisung. Auf das Conc. Trid. ist darin an mehrern Stellen verwiesen, doch hat der Cat. manche Lehren weiter entwickelt und einige berührt, die von den Trid. Vätern übergangen wurden, z. B. vom limbus patrum, von der Hoheit des Papstes. Andere kirchliche Institute sind dagegen übergangen, z. B. der Ablass, der Rosenkranz u. s. w. — Das Ansehen dieses Catech. wurde durch die Jesuiten (am Ende des 16. Jahrh.) auf Veranlassung der Streitigkeiten über die auxilia gratiae und die Prädestination sehr herabgesetzt, ohne dass die päpst!. Curie etwas entgegnete; und neuere kathol. Theologen wollen ihm keine symbol. Kraft beilegen. Indess wird die Symbolik doch nicht auf ihn verzichten; denn da er mit den Decret. Conc. Trid. übereinstimmt und von Päpsten und Bischöfen gebilligt worden ist, kann er unmöglich in der Hauptsache eine dem Katholicismus zuwiderlaufende Lehre enthalten, wie denn auch Bossuet ihn unter den Zeugen des ächten Katholicismus aufführt (monit. in exposit. doctr. cath, edition.). [Ich brauchte die Ausgabe Patavii 1714. 8.]

[Andere Katechismen haben zwar ein grosses Ansehen in der röm. K., aber keine eigentl. päpstliche Bestätigung erlangt. Am berühmtesten darunter sind die zwei Katech, des Jesuiten Petr. Canisius. Der grössere erschien zuerst 1554, der kleinere wohl 1566.

Beide sind aber sehr oft gedruckt u. auch in lebende Sprachen übersetzt worden s. Walch a. a. O. p. 493 sqq. Ueber andere röm. Katech. s. ebend. p. 493-497. Stäudlin Gesch. der theol. Wissensch. 2. Bd. S. 270 ff. und überh. J. Cph. Köcher catech. Geschichte der päpstisch. Kirche. Jena 1753. 8.]

3. Auch die Confutatio Aug. Confess. (von einem Collegium rechtgläubiger katholischer Theologen, denen Kaiser Karl V. sein Vertrauen geschenkt hatte, ausgearbeitet) kann hieher gezogen werden, da sie den damals gangbaren Glauben der Kirche ohnstreitig darlegt, obschon ihr eine Beglaubigung durch die Kirche abgeht. S. über dieselbe unt. III, 1.

Gesammtausgaben der symbol. Quellen des Katholicismus sind neuerlich zwei veranstaltet worden: Libri symbol. eccl. romano-cathol. ed. cur. J. Tr. Lbr. Danz. Weimar 1835., bis j. 6 Fascic. gr. 8. u. Libri symb. eccl. cathol. coniunxit et notis, prolegom. cet. instruxit F. W. Streitwolf, Götting. 1835., bis j. 1 Fascic. gr. 8.

Als Zeugnisse für die katholische Kirchenlehre können auch betrachtet werden: a) die liturgischen Bücher, die von der röm. Curie sanctionirt worden sind und in ganzen Ländern und Provinzen öffentliches kirchliches Ansehen erlangt haben, insbesondere die Missalia. Unter letztern ist keines berühmter und allgemeiner als das Missale romanum, das unter Papst Pius V. zuerst im Druck erschien (Rom 1570.), dann auf Befehl Clemens VIII. (1604) und Urban VIII. (1634.) verbessert wurde. Den so revidirten Text, dessen neueste authentische Ausgabe Rom 1809. f. erschien, befolgen alle spätere Editionen, die in grosser Anzahl hervortraten. S. überhaupt Köcher biblioth. symbol. p. 768 sqq. Walch biblioth. theol. III. p. 699 sqq. b) die Glaubensbekenntnisse, welche den zur katholischen Kirche Uebertretenden vorgelegt wurden (ursprüngl. brauchte man dazu die Prof. fidei Trident.). Diese sind zwar Privatschriften von unbekannten Urhebern und man hat deshalb neuerlich katholischer Seits ihnen alle dogmatische Glaubwürdigkeit abgesprochen. Allein bischöflichen Behörden in einer Kirche, wo der Lehrbegriff fixirt und unveränderlich ist, muss man wohl eine richtige Kenntniss desselben und die Gewissenhaftigkeit zutrauen, dass sie, wenn sie im Namen der Kirche sprechen lassen, nur anerkannte Lehrsätze aussprechen werden. Abgedruckt sind mehrere solche Convertitenbekenntnisse in: Wald Pr. de haeresi abiuranda quid statuat ecclesia rom. catholica. Regiom. 1821. 4. (vgl. theol. Annal. 1819. S. 527 ff.), bei Mohnicke zur Geschichte des ungarschen Fluchformulars. Greifsw. 1823. 8. vgl. auch dessen Gesch. der prof. fidei Trid. S. 70 ff. Die Professio orthodoxa fidei ab orientalib. facienda, iussu Urbani VIII. edita. Rom. 1648. 8. habe ich nicht zu sehen Gelegenheit gehabt.

Vorzügliche Schriften röm. kathol. Theologen zur Vertheidigung ihres Lehrbegriffs): Rob. Bellarmini (Jesuit und Cardinal † 1621.) Disputationes de Controversiis christ. fidei adv. hui. temp. haereticos, sehr oft gedruckt, auch epitomirt. Die erste Ausgabe ist nicht genau bekannt (s. Staudlin Gesch. der theol. Wissensch. II. S. 36.), für die beste gilt die zu Prag 1721. 4 Bde. f. Ich habe die zu Lyon 1610 in 4 Tomis oder 8 Bänd. 8. erschienene, welche als die letzte ab ipso auctore aucta et recognita bezeichnet ist, gebraucht. Mart. Becani (Jesuit und Beichtvater Kaiser Ferdinand II. † 1624.) Manuale controvers. hui. temp. in 5 Büch. Würzburg 1623. 4. u. sehr oft z. B. Padua 1719. 8. Heidelb. 759, II. 8. (letztere war mir zur Hand). temp. de relig. Cöln 1585. u. ö. doctrine de l'eglise catholique sur les 1678. 12. u. ö. auch Götting. 1736. 4. Ich brauchte die franz. u. lat. Ausg. Par. 1761, 8.

Fr. Coster (Jesuit † 1619) Enchiridion controversiar. praecip. nostri Jac. Benign. Bossuet (Bischof z. Meaux † 1704.) Exposition de la matières de controverse. Par. 1671. 12. u. ö. lat. v. Cl. Fleury Antw. Seb. a. S. Chri

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1) Ecks dürftige loci communes, denen nach Klee (Dogmat. I. 310.) jeder Unbefangene in Bezug auf Gelehrsamkeit, Ordnung u. dialekt. Gewandtheit die Palme vor Melanchthons locis zuerkennen wird, habe ich anzuführen für unnöthig geachtet. Jenes Urtheil kann blos in der Hoffnung niedergeschrieben worden sein, dass der Leser beide Bücher nicht mit einander vergleichen werde. Oder liegt etwa Ecks Gelehrsamkeit in den zusammengerafften biblischen u. patristischen Citaten, welche damals in den theologischen Schulen traditionell geworden waren ?..

stophoro theologia histor. polem. Bamb. 1751. 2 Bde. Fol. u. für einzelne Fundamentaldogmen M1 ch. Cani (Dominik. u. Bischof † 1560.) locor. theol. libb. 12. zuerst Salamanca 1563. fol., dann öfter, auch in s. Werken, die am besten v. Hyac. Serry Patav. 1720. 4. herausgegeben wurden.

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II. Orthodoxe (griechische) Kirche 1).

1. Confessionen.

Des Patriarchen Gennadius oder Georg. Scholarius nach der Einnahme Constantinopels 1453 dem türk. Sultan Mahmud II. überreichte Confession verbreitet sich nur über die allgemeinen christlichen Dogmen u. berührt das Unterscheidende des griech. u. römischkathol. Lehrbegriffs nicht. Sie ist griech. (u. türkisch) gedruckt in Mt. Crusii Turcograecia (Basil. 1584. f.) p. 110-119., auch in Dav. Chytraei orat. de eccl. gr. statu Fref. 1583. 8. p. 173 sqq., lat. in der maxima biblioth. patrum XXVI. p. 558 sqq.

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Die Veranlassung zu einem öffentlichen Bekenntniss des eigenthümlich orthodox - griech. Glaubens (einer Confession, ἣν ἐδέξατο καὶ δέχεται ἁπαξαπλῶς πᾶσα ἡ ἀνατολικὴ ἐκκλησία, wie die Synode zu Jerusalem 1672 sich ausdrückte) gaben des Cyrillus Lucaris calvinistische Umtriebe. Dieser Mann, welcher später Patriarch, erst in Alexandria, dann in Constantinopel wurde, aber 1638 unter den dogmatischen Händeln das Leben verlohr, fasste bei seinem Aufenthalte in Genf eine grosse Vorliebe für den Calvinismus u. setzte ein dem reformirten Lehrbegriff conformes Glaubensbekenntniss auf, welches zuerst lat. 1629 (1630?), dann griech. u. lat, zu Genf 1633. 8. gedruckt wurde. Schon 1631 erschien von Mth. Caryophilus, Bischof zu Iconium, eine Gegenschrift; später wurde 1638 zu Constantinopel eine Synode gegen Cyr. Lucaris gehalten, deren Beschlüsse zugleich mit dem Synodalschreiben des Patriarchen Parthenius vom J. 1642 (Synode zu Jassy in der Moldau) der Ausgabe jener Confession Genf 1645. 8. beigefügt sind. Ausserdem steht dieselbe griech. u. lat. in J. H. Hottinger Append. ad Analect, histor. theol. p. 398 sqq, griech. u. franz. in J. Aymon Monumens authentiques de la relig. des Grecs (la Haye 1708. 4.) p 237 sqq. u. lat. im Corp. u. Syntagma confess. fidei von 1654. append. p. 56 sqq. S. noch Mohnicke in den Studien u. Kritik. 1832. III. S. 360 ff. Der ächte Glaube der orthodoxen Kirche wurde nun ausgesprochen in der: Ορθόδοξος ὁμολογία τῆς καθολικῆς καὶ ἀποστολικῆς ἐκκλησίας τῆς ἀνατοAxns, aufgesetzt von Petr. Mogilas (Metropolitan in Kiew), zunächst für die russ. Kirche, dann auf einer Conferenz zwischen russischen u. constantinop. Geistlichen nach der Revision des Meletius Syrigus als orthodoxes Glaubensbekenntiss genehmigt, 1643 von den vier Patriarchen Parthenius zu Constantinopel, Joannicius zu Alexandria, Macarius zu An

1) Augusti 2 Progrr. de nonnullis ecclesiae graecae, quae nuper iactatae sunt, virtutib. Bonn. 1821. 4. mit Beziehung auf A. de Stourdza Considérations sur la doctrine et l'esprit de l'Eglise orthodoxe. Stuttg. 1816. 8.Das Lehrsystem der orthod. Kirche ist weitläufig dargestellt in Heineccii Abbild. der alten und neuern griech. Kirche. 2. Thl. Die Moral hat beleuchtet Gli. Ph. Ch. Kaiser Progr. de ethice eccl. gr. symbolica ad Symbolicam rom. eccl. ethicen comparata. Erlang. 833. 4. Von der (zu hoch angeschlagenen) Uebereinstimmung der morgenländ. u. abendländ, kathol. Kirche handeln Leo Allatius de ecclesiae occid. atque orient. perpetua consensione libb. III. Cöln (Amsterd.) 1648. 4. u. ö., H. J. Schmitt die morgenland. Kirche od. Darstell. ihres Ursprungs, ihrer Lehre, Gebräuche etc. Mainz 1826. 8. Die harmonirenden griechischen u. lutherischen Dogmen verzeichnet J. Pt. Kohl ecclesia gr. lutheranizans. Lubec. 1723. 8.

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tiochia und Parisius zu Jerusalem u. A. unterschrieben, endlich nochmals sanctionirt von einer Synode zu Jerusalem 1672. Gedruckt war es anfangs nur in russischer Sprache, die ⚫ erste neugriechische Ausgabe erschien auf Veranstaltung des Pfortendolmetscher Panagiota (Nicusius) m. lat. Uebersetzung u. Vorr. des jerusal. Patriarchen Nectarius Amsterdam 1662., dann öfter, nam. griech. u. lat. von Laur. Normann (Prof. in Upsala), Leipz. 1695. 8., griech., lat. u. deutsch von K. Glob Hofmann Breslau 1751. S., holländ. von J. Anton Seiner, Haarlem 1722. 8., deutsch unter dem Tit. Liber symbol. Russor. oder der grössere Catechismus der Russen aus d. Slavon. v. J. Leonh. Frisch. Frkf. u Leipz. 724. 4. Es zerfällt diese C. in 3 Abschnitte, welche περὶ πίστεως, περὶ ἐλπίδος u. περὶ τῆς εἰς θεὸν καὶ τὸν πλησίον ἀγάπης handeln und ist in Fragen und Antworten abgefasst.

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Auf der angeführten Synode zu Jerusalem, welche unter dem Patriarchen Dositheus gehalten wurde, vereinigte man sich überdies zu einer neuen Verwahrung des orthodoxen Glaubens (ons o9odožías) gegen den Calvinismus; die Decrete stehen griech. u. lat. bei Harduin Acta Concil. XI. p. 179 sqq. u. griech. u. franz. bei Aymon Monumens authentiq. p. 259 sqq. und umfassen zugleich eine von Dositheus entworfene Confession in 18 Abschnitten, welche Harduin griech. u. lat., Aymon aber p. 367 sqq. griech. u. franz. mittheilt. Die in manchen Lehrpunkten unverkennbare Annäherung an den röm Lehrbegriff hat die Synode in den Verdacht dessen Latinisirens gebracht, welchen ganz zu beseitigen Tzschirner (Schröckh Kirchengesch. n. d. Reform. IX. 91 f.) nicht gelungen sein dürfte ').

Blos Privatschrift, aber sehr brauchbar ist 1) die Confession (ὁμογολία τῆς ἀνατολικῆς ἐκκλησίας τῆς καθολικῆς καὶ ἀποςολικῆς ἐν ἐπιτομῇ) des Metrophanes Critopulus, eines griech. Geistlichen aus Berrhoea gebürtig, später Patriarchen zu Alexandria, die er auf einer Reise (zu Helmstädt) 1625 in altgriech. Sprache aufsetzte. Sie erschien griech. m. lat. Uebersetzung v. Joh. Hornejus, u. mit Vorr. v. Conring. Helmst. 1661. 4. 2) und zerfällt in 23 Kap. In dieselbe Kategorie gehören 2) die auch Conf. orth. p. 154. erwähnten Acta et scripta theolog. Wirtemberg. et patriarchae Constantinop. D. Hieremiae, quae utrique ab anno 1576. usque ad a. 1581. de augustana confessione inter se miserunt, graece et lat. ab iisd. theol. edita. Witeberg. 1584. f. Sie enthalten die Augsb. Confess. griech., dann drei Schreiben des Patriarch. Jeremias, worin er die Lehren der augsb. Conf. beurtheilt, nebst den Antworten der Tübinger Theologen, endlich einige Briefe desselben Patriarchen, alles altgriech. u. lat. Vgl. J. M. Geisse de destinata inter Patriarch. Jerem. et theol. Wirtemb. coniunctione. Viteb. 1705. 4. u. F. C. Harboe de Aug. Conf. ad Graecos delata Lips. 1739. 4. 3) Das Glaubensbekenntiss des Moskauischen Metropoliten Philaret in Pinkert on Russia or miscellaneous observations on the past and praesent state of that country and its inhabit ants. Lond. 1833. Die in der evang. Kirchenzeitung 1834. No. 77 f. gegebenen Auszüge lehren, dass wir hier eine Plato's Bestrebungen (s. sogleich) noch überbietende Fort- (oder vielmehr Rück-) Bildung des Glaubens (einer Partei?) der russischen Kirche zu biblisch- evangelischer Wahrheit vor uns haben. Dies ist freilich hart gerügt worden im Katholiken 59. B. 1. - 3. Heft.

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2.

Katechismen.

I'

Deren giebt es mehrere, aber keine allgemein gebilligten. Am bekanntesten ist: des Erzbisch. Platon rechtgläubige Lehre od. kurzer Auszug der christl. Theologie, zunächst

1) Hauptverdachtsgrund ist nicht das Uebergehen der mit der röm. Kirche bestehenden Glaubensdifferenzen, sondern in der Darstellung der Dogmen selbst u. in der Beweisführung tritt das Latinisiren hervor (ich erinnere nur daran, dass die Apokryphen des A. T. geradezu den kanon. Büchern gleichgestellt werden), und jedenfalls müssten die Decrete dieser Synode als ein Zeugniss weiterer Entwickelung u. Bestimmung der griech. orthodoxen, Dogmen betrachtet werden. tel: 2) Auf dem Titel steht durch einen Druckfehler 1561.

VAL

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