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Oesterreich. Der Name Vorder-Oesterreich erlosch mit dem allmäligen Verluste der Vorlande, der Ausdruck Tirol verdrängte schon früher den Ober-Oesterreich's, der besonders seit der Erwerbung des Innviertels vom Lande ob der Enns gebräuchlich wurde. Nur im Militär- und landständischen Kanzlei - Style blieb der Ausdruck: Niederösterreichisches General-Commando (und in neuester Zeit: Militär-Landes-Commando) für die über ganz Oesterreich gesetzte Militär- und Landes-Behörde: niederösterreichische Stände für die Stände des Landes unter der Enns '), und ebenso (bis 1818) illyrisch-innerösterreichisches General- (jetzt Landes-Militär-) Commando für das über Kärnthen, Krain, das Küstenland und Tirol in Militärsachen waltende Landes-Commando.

Endlich ging der Name des Stammlandes Oesterreich auf den ganzen unter dem Hause Habsburg-Lothringen stehenden Länder-Verein über, der (seit dem 11. August des Jahres 1804) zum selbstständigen Kaiserthum erhoben, nunmehr zum grossen einigen Oesterreich sich gestaltet hat.

S. 61.

Wiederbevölkerung der Ostmark mit deutschen Ansiedlern.

Der urkundliche Kreis über die Ansiedlungen dieser Zeit erweitert sich, und der grössere Theil der noch in Oesterreich bestehenden Orte und die damit fortschreitende Bevölkerung des Landes mit Deutschen kann bereits in der Babenberger Periode nachgewiesen werden ').

Wir erwähnen ausser den obgedachten Orten noch folgende deutsche Colonien, welche in der frühesten Zeit der neuhergestellten Ostmark zur Bevölkerung und Germanisirung beitrugen. Schon im Jahre 972 schenkte Kaiser Otto II. auf Ansuchen des Bischofs Pilgrim von Passau und auf die Fürsprache des Herzogs Otto von Bayern und des Markgrafen Leopold des Erlauchten, als einigen Ersatz für die durch die verderblichen Eintälle der Slaven und anderer Feinde verwüsteten Orte, der Kirche zu Lorch, wo einst der erste bischöfliche Sitz gewesen, die Ennsburg (Anesapurch) im 'Traungaue in der Grafschaft Leopold's sammt 10 kaiserlichen Huben im Dorfe Lorcb *).

Der heilige Wolfgang, welcher den gleichnamigen Ort am Abersee im Lande ob der Enns gründete, führte als Bischof von Regensburg in den äussersten deutschen Osten bayrische Colonisten, welche zu Stein akirchen am Erlafflusse sich niederliessen und nahe am Zusammenflusse der grossen und kleinen Erlaf die Veste Wieselburg (Zuisila) zum Schutze gegen die Ungern anlegten, welchen Kaiser Otto II. daselbst (in terra quondam Avarorum) im Jahr 979 vier Mansen Landes anwies *).

1) Die Aufschrift auf dem Ständehause in Wien lautet: Die Stände Nieder-Oesterreichs. 2) Viele aus Urkunden bekannte Orte sind nunmehr verschollen, zeigen aber für die einstige dichte Bevöl.

kerung des Landes in kleinen Ortschaften. Vergl. Max. Fischer: Einstige Klöster und Ortschaften im Lande unter der Enns (im Archive der kaiserl. Akademie. Jahr 1848, I. Heft, S. 76—136). Viele Ortschaf

ten gingen insbesondere durch Ueberschwemmungen der Donau zu Grunde. :) Orig.-Urk. im königl. bayr. Archiv. Mon. boic. XXVIII. I. 243. p. 162. *) Die Original-Urkunde im königl. bayr. Reichs-Archive ist vollständig gedruckt in den Wiener Jahrb.

der Lit. XI. Anzeigeblatt 11, Nr. 10 und in Mon. boic. XXVIII. I. 223, Nr. 150. Vergl. auch Dr Meiller's Regesten a. a. 0. Note 2, S. 189, etc.

Das Land war bei der Uebernahme der Verwaltung der Ostmark durch den Babenberger Leopold den Erlauchten selbst in den passauischen Besitzungen in dem fruchtbaren Donauthale durch die Streifzüge und die Herrschaft der Ungern derart von der Leitha bis zur Enns verwüstet, dass, wie sich Kaiser Otto II]. in einer Urkunde vom Jahre 985 ausdrückt, dasselbe durch den unaufhörlichen Raub und Brand ohne Bewohner zur Einöde verwaldete [ut absque habitatore terra episcopi solitudine silvescat] '). Um dem Mangel an Bevölkerung abzuhelfen, bewilligte der Kaiser auf den Vorschlag des Bischofes Pilgrim von Passau, dass Freie, welche sich herbeilassen, als Colonisten in den in der Ostmark gelegenen Besitzungen des gedachten Bisthums sich anzusiedeln, von den Abgaben an den Fiscus, von der Entrichtung des Vadiums, von dem markgräflichen Heerbanne und Gerichtszwange befreit, und in diesen Hinsichten nur dem Vogte der Passauer Kirche unterworfen werden, und derselbe Kaiser bestimmte in einer eigenen Urkunde die Rechte und Freiheiten, welche dem Bisthume Passau rücksichtlich seiner Besitzungen in der Ostmark dem Markgrafen gegenüber zustehen. — Herzog Heinrich von Bayern erschien selbst in der Markgrafschaft Leopold's des Erlauchten und liess in Anwesenheit der Bischöfe, Grafen und Vornehmen unter Abhörung des österreichischen Gränzvolkes(populus terminalis) Untersuchungen über die Besitzrechte in der Ostmark anstellen, worauf durch eidliche Aussagen der Berufenen bestätigt wurde, dass die zur Passauer St. Stephanskirche gehörigen Colonisten (familia Sancti Stephani) von jeder Herrschaft oder Beschränkung des Markgrafen, von allen Abgaben, Naturalleistungen oder übrigen Diensten befreit sein sollen. Zur Zeit des Bischofs Pilgrim werden als Passauer Orte darin angeführt ?): Mautern (muotarum quae eparespurg nominatur), St. Michael (bei Spitz), Rossatz (roseza), Chle padorf (ein jetzt verschollener Ort bei Hollenburg), Traismauer (treisimat), St. Pölten (ciuitas monasterii sancti yp politi), ferner Perschling (Persnicha), welches von Ackerbau treibenden Böhmen bewohnt war (quod – boemani insidendo arabant), dann im Tulner Boden die nun verschollenen Orte Liliumhova, Egilinsteti, Zeizmannestetin und Abbadestetti (Abstetten bei Sieghardskirchen). Von den sieben Hügeln bei der Stadt Zeiselmauer (ciuitatis Zeizimure) wendete sich das passauische Gebiet südlich gegen Chuniho hestorf (wahrscheinlich Königstetten), sodann auf den Gipfel des Berges Comagene (vermuthlich der Spitze des Tulbinger Kogels), und endlich bis zu dem Hangindenstein (wahrscheinlich Greifenstein an der Donau). Von hier ging es über die Donau nördlich bis an die mährische Gränze und östlich bis zu den Orten Mochinle und Trepinse (Triebensee). Auch wurde der bischöflichen Kirche das Recht des Hausenfanges bestätigt.

Ausser diesen hier in der Karolinger Periode genannten Gütern hatte Passau zur Babenberger Zeit auch schon Baumgarten, dann Stopenreut (Stopherich), Ernst

) Die Urkunden bei Hund Metrop. Salisb. T. I. p. 168, etc. 2) Mon. boic. XI. 104 Nr. 5 und XXVIII. II. 86. Nr. 116 u. 208. Vergl. Dr. Meiller's Regesten a. a. O. Note

3 u. 4, S. 190 u. 191.

dorf (Ernustersdorf), Feldsberg (Veltspurc an der Thaya), Govazisbrune (Köttelsbrun?), Stockerau, Greifenstein, Herzogenburg, Tuln, Chrubet (böhm. Krut?) u. 8. w. besessen, endlich wurde die vom Bischof Altmann von Passau erfolgte Stiftung Götw eih's (Gottwik) für die Cultur Oesterreich's von hoher Wichtigkeit ‘).

Auch andere bayrische Hochstifte hatten Besitzungen in der Ostmark und vermehrten die Bevölkerung derselben durch ihre von dorther gesendeten Unterthanen. Das Hochstift Freising, welches urkundlich schon 830 in der Wachau bei der Stadt Krems (orientalis urbs cremisa) begütert war, vertauschte im Jahre 995 unter dem Bischofe Gotschalch ein Prädium in der Nähe dieser Stadt gegen 6 königliche Huben in Zudamaresfelt (Ulmerfeld an der Ips] ?). Auch Kaiser Otto III. verlieh diesem Stifte im folgenden Jahre (996) in der Ostmark (Ostarrichi) auch Neuhofen "); Waidhofen und Hollenstein an der Ips, dann Saxengang an der Donau waren ebenfalls freisingische Besitzungen. In Wien besass es den Freisinger (jetzt Trattner-) Hof.

Die vorzüglichsten salzburgischen alten Besitzungen in Oesterreich waren: Arnsdorf (Arnestorf), Dornbach (an der Als), Hollenburg (Holonpurch), Wagrein, Lupina (Liupina), Gumpoldskirchen (Kuntpoldesdorf), Farafeld (Scarafafeld), Bromberg, Ternberg u. s. w.

Das Hochstift Bamberg besass in der Ostmark Sieghartskirchen, Izeling, Wizinesdorf, Gadtinesveld an der Leitha.

Das Stift Niederaltaich war in der Gegend von Gloggnitz, an der Zaya und bei Nieder-Abtsdorf reichlich begütert.

Das Kloster Tegernsee hatte Besitzungen zwischen Piesting und Triesting von Kaiser Heinrich II. im Jahre 1020 erhalten.

Auf neue Ansiedlungen deuten die Ortsnamen: Gross- und Klein-Neusiedel, Stix-Neusiedel, Grammet-Neusiedel, Markgrafen-Neusiedel und noch 16 Neusiedel in Oesterreich, sowie im benachbarten Ungern: Potzneusiedel (hart an der österreichischen Gränze) und Neusiedel am See; ebenso die zahlreichen Ortsnamen: Hart, Hain, Haag, Au, Wald, Schlag, Reut, Sulz und ihre Zusammensetzungen, die 24 Öd (Ödt), die 18 Neustift; Neusteinhof, Neustadt, Neustadl u. s. w.

S. 62.

Fortsetzung Es liegt ausser dem Bereiche dieser Darstellung, würde aber gleichwohl von Interesse sein, die Entstehung der österreichischen Orte und die damit

4) Die Urkunden über die Passauer und andere bischöflichen Besitzungen findet man in den Monum. boic.

Ueber Götweih siehe Pez SS. T. I. col. 127, dann L. p. 116. anom. Gottwicensis Vita beati Altmanni. Dr. Theodor Wiedemann's Altmann. Augsburg, 1851. S. 101–110. Die in Götweih aufbewahrten Codices traditionum geben alle Besitzungen dieses Klosters, und bilden einen wichtigen Beitrag zur alten Topo

graphie Oesterreich's. 2) Mon. boic. XXVIII. I. 260. Nr. 171. *) Mon. boic. XXXI. I. 259. Nr. 313. Diess ist die früher (S. 59) erwähnte Urkunde, worin zuerst der

Name „Ostarrichi" vorkommt.

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fortschreitende Colonisirung und Cultur des Landes durch Deutsche im Detail urkundlich nachzuweisen, sowie diese Angaben durch Erklärung der Ortsnamen, durch Beifügung aller Klosterstiftungen und grösseren österreichischen Dynastien-Geschichten und die Traditionen über die Gründung der Orte und die Colonisirung des Landes zu ergänzen ).

Hier dürfte jedoch genügen, im Allgemeinen darauf hinzuweisen, dass der Aufschwung Oesterreich's unter den Babenbergern, die leichte Reise auf der Donau, die grössere Bekanntwerdung des Landes durch die Kreuzfahrten, die rege Handels verbindung, namentlich mit Regensburg, die Freigebigkeit der österreichischen Fürsten und die Privilegien, welche sie den Städten und grösseren Orten verliehen, z. B. der Stadt Enns (1212), Wien (1221), Neustadt (1221—1230), Haimburg (1244), wesentlich beitrugen, das Zuströmen deutscher Bewohner aus Bayern und Franken zu bewirken, welches durch den Umstand erhöht wurde, dass die österreichischen Babenberger, noch vor und nach dem Erlöschen des ostfränkischen Stammes, von Babenberg-Ammerthal in Franken begütert geblieben waren, und Colonisten, Ministerialen und Hörige nach Oesterreich versetzten, sowie Freie zur Niederlassung anregten. Selbst sächsische Herren waren zur Babenberger Zeit ansässig im Lande unter der Enns, wie diess von Gero von Billung en bekannt ist, der zu Gleuss (Clausen) zwischen Ips und Oels begütert war, und dessen Sohn Wichmann, Erzbischof von Magdeburg, das von seinem Verwandten, dem Grafen Udalschalk von Stille und Heft und dessen Gemahlin gegründete Kloster von Seitenstätten mit Ipsitz, Griesdorf etc., dessen Bruder Ekbert aber mit Dachsbach beschenkte ?).

Die Allode der österreichischen Babenberger lagen vorzugsweise zwischen der Liesing, Piesting und Triesting, am Kaleng ebirge, dann zwischen der Traisen und Bielach. - Die Babenberger hatten diese Landstriche grösstentheils als Waldungen und Brühle 3) (Jagdforste) übernommen, sie gründeten jedoch darin Klöster, welche ihre Umgebungen bevölkerten und cultivirten. So stiftete Leopold der Heilige im Jahre 1106 Klosterneuburg (Niwenpurc), im Jahr 1136 Heiligen-Kreuz am Sattelbache, im Jahre 1136 war er auch Mitstifter von Klein-Mariazell am Fusse des Schöpfel, Hadmar von Kuenring gründete im Jahre 1139 Zwetl, Leopold der Glorreiche, im Jahre 1202 Lilienfeld. Um diese Klöster erhoben sich bald zahlreiche Orte. Auch andere Theile Oester

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) Für die Babenberger Zeit ist diess zum Theile in den verdienstlichen Regesten Dr. Meiller's ge

schehen – sofern die Orte in den dort aufgenommenen Urkunden vorkommen. Die weitere Durchführung für die folgenden Perioden wäre die Aufgabe ein er Topographie des Landes unter der Enns, deren vollständige wissenschaftliche Bearbeitung -- 80 schätzbar Weisskern's Werk für seine Zeit, dann die unvollendete kirchliche Topographie, nebst einzelnen Monographien auch sind – leider noch

unter die pia desideria gehört. 2) Jos. Schaukegl: Specilegium hist. general, diplom. ex agro Bilungano otc. de origine Lothari II. Imp.

nec non Wichmanni Archi-Episcopi. Vindob. 1790, 4. Koch-Sternfeld: Forschungen über den Erzbischof Wichmann und die Ablei Seitenslätten (im Archive der kaiserl. Akademie. J. 1849, IV. Heft,

S. 83 etc.). *) Brüel (Brühl), d. i. dichter nasser Forst ; vergl. das franz. breuil, ital. broilo, mittellatein brogilus (nemus).

An diese Bedeutung erinnern noch die Brühle bei Mödling und St. Gallen.

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reich's waren mit grossen Forsten bedeckt, welche erst durch deutsche Ansiedler gelichtet werden mussten. So lag an der mährischen Gränze vom Einflusse der Thaya in die March bis gegen Rabs (Ragze, Ragizz, Ragouzz an der Thaya) der grosse Wald Rovgac z. Auf die Ausrodung durch Deutsche deuten noch die in jener Gegend häufig vorkommenden Namen auf „reut“ und „schlag,“ wie: Ezels-Reut, Goschen-Reut, Heinrichs-Reut, Kain-Reut, Münch-Reut, Pfaffen-Reut, Sabbaten-Reut, Schirmanns-Reut, Sieghards-Reut, Wapolden-Reut, Zabern-Reut, ZelkenReut, Zieren-Reut; Diem-Schlag, Mazels-Schlag, Pfaffen-Schlag, Ulrichs-Schlag, Weikhards-Schlag; — dann Waldreichs, Waldkirchen, Waldhütten, Hart (Wald) u. a.m.

Auch tiefer am Kamp, an der grossen und kleinen Krems bis zur Donan hinab waren grösstentheils Wälder, wie noch der volksthümliche Name Waldviertel (für das vormalige Viertel Ober-Manharts-Berg), dann die Ortsnamen Grafen-Schlag, Kirch-Schlag, Otten-Schlag, Jung-Schlag, Gottharts-Schlag, Rapolds-Schlag, VoitsSchlag, Lang-Schlag, Piber-Schlag, Kinzen-Schlag, Ullrichs-Schlag, Fritzen-Schlag, Meinharts-Schlag, Wörnharts, Arnreit, Pirken-Reut, Bärn-Reut, Reut; Gross- und Klein-Haslau u. s. w. hinlänglich darthun.

Dasselbe gilt auch von vielen anderen Strecken Unter-Oesterreich's, namentlich von der Ecke an der südöstlichen ungrischen Gränze, wo Kirch-Schlag, Kirch-Schlag!, Schlagen, Magers-Schlag, Grammers-Schlag, Schlag ; Wengen-Reut, Bärn-Reut; Forst; Ober und Unter - Tanning, Tann; Au, Schönau, sowie an der Donau Eckartsau, Haslau, dann Audorf, Auern, Auersthal, Auhof und die mehrfachen Au in Oesterreich überhaupt vorkommen, wobei wir noch überdiess an die alte Eintheilung Oesterreich's in die Viertel o ber und unter dem Wiener-Walde, ober und unter dem Manhartsberge (Mondhartsberg d. i. mondförmige Waldberge, lunae sylva) erinnern.

Bedenkt man die urkundlichen Aussagen, dass Oesterreich, bei Uebernahme der Verwaltung durch die B a benberger, menschenleere Waldeinöde war, sowie die urkundlichen Angaben über die Gründung der meisten Orte, in Verbindung mit den auf Ausrodung der Wälder deutenden Ortsnamen, so kann gewiss in Unter-Oesterreich von Ausrottung oder gewaltsamer Germanisirung früher vorhandener Slaven, wovon übrigens die Quellen gänzlich schweigen, nicht wohl eine Rede sein; im Gegentheile deuten mehrere Spuren darauf hin, dass auch unter den Babenbergern noch einige slavische Ansiedlungen wahrscheinlich aus deren fränkischen Besitzungen geschahen und dieselben einige Zeit in ihrer Nationalität geschützt wurden, bis sie als einzelne kleine Sprachinseln in der deutschen Umgebung allmälig deutsche Sprache und Sitte annahmen. Auf einige böhmische Ansiedlungen deuten mehrere Namen z. B. Böheimkirchen, böhmisch Krut, böhmisch Waidhofen an der Thaya, böhmisch Zeil (an der böhmischen Gränze), wozu wahrscheinlich noch mehrere der früher genannten slavischen Ortsnamen im Norden der Donau gehören. Dass aber Perschling von Böhmen bewohnt worden, ist oben (S. 57) gesagt worden.

Die Babenberger Periode ist für die historische Ethnographie und für die Geschichte des Stammlandes der Monarchie um so wichtiger, als sich während derselben

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