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und was ist es zulegt gewesen, wenn wir nach den paar Er. denjahren am Grabe angelangt find? – ein thierisches Daseyn, das in Essen und Trinken, in körperlichem Wohlbefinden seinen Zweck gesucht hat! - Darum möge sich unser Jahrhundert er: mannen und nicht mehr dabei sich begnügen, bloß in den Einzelnen heller zu denken, sondern seiner besseren Erkenntniß auch öffentliche und kirchliche Anerkennung verschaffen; darum möge es nicht länger über Industrie und Bodencultur, über Canälen und Eisenbahnen jene höheren Interessen des unsterblichen Geistes bei Seite liegen lassen, sondern auch in religiöser Hinsicht aus den langjährigen Arbeiten gründlicher Deutscher Gelehrsamkeit das der Bildung der Zeitgenossen angemessene Resultat ziehen und eine neue Kirchenreformation in's Werk segen! Möchten besonders edle Fürsten die Nothwendigkeit einer solchen Reformation in unserem Jahrhundert erkennen und durch eine baldige Einleitung derselben jenen störenden Bewegungen vorbeugen, die bei einem ferneren Aufdringen des Alten über kurz oder lang nothwendig entstehen müssen! Wird auch eine solche Reformation in unserer Zeit Katholiken und Protestanten noch nicht völlig vereinigen, so wird fie doch gewiß die Confessionen einander näher rüden und uns einen bedeutenden Schritt auf dem Wege zu dem einen Ziele weiter führen, bei dem zuleßt alle Confessionen anlangen werden zu einem vernunftgemäßen Christenthum!

A n m e r ku n'g e n. Anmerk. 1. Cat. Rom. 2, 7. 28Cum enim (Romanus pon. tifex maximus) in Petri Apostolorum principis cathedra sedeat, in qua usque ad finem sedisse constat, summum in co dignitatis gradum et jurisdictionis amplitudinem, non quidem ullis synodicis aut aliis humanis constitutionibus, sed divinitus datam

agnoscit. Quam ob rem omnium fidellum et episcoporum caeterorumque antistitum, quocunque illi munere ac potestate praediti sint, pater ac moderator universali ecclesiae, ut Petri successor Chri. stique Domini verus et legitimus Vicarius in terris, praesidet.

Anmerk. 2. Die Bulle, worin Pabst Pius II. die Uppellation von dem Römischen Stuhl an ein allgemeines Cone cilium verdammt, lautet wie folgt:

Bird of Pius II.,
Anecht der Knechte Gottes,

zu fünftigem Angedenken. Gin verbammungswürdiger und in ewigen Zeiten unerhörter Mißbraud, hat sich neuerlich eingeschlichen und ist von Einigen aus rebellischem Geiste und in der Absicht begünstigt worden, um der durch ihre Verbres chen verschuldeten Strafe auszuweichen; ich meine den Mißbrauch, von dem Römischen Bischofe, als dem Statthalter Jesu Christi auf Erden, dem gleichwohl in der Person Petri gesagt worden ist: „Weide meine Schaafe: was du auf Erden binden wirst“ u. . w. an ein künftiges Concil zu appelliren. Alle, die nur die geringste Kenntniß von den Kirs chengeseßen haben, müssen es einsehen, wie sehr dieser Umstand den canonischen Sagungen zuwiderläuft, und wie nachtheilig er ist für die christs liche Republik. Denn (um alles andere zu übergeben, was diesem Vers derben so augenscheinlich entgegensteht,) ist es nicht lächerlich, an Etwas zu appelliren, was nicht eristirt, und vielleicht niemals eristiren wird? So werden die Armen von den Mächtigen auf vielfache Weise unterdrückt, die Verbrecher bleiben ungestraft, die Rebellion wird gegen den ersten Stuhl genährt, Jeder bekommt Freiheit, sich Vergeben zu ers lauben, und die Kirchenzucht und Hierarchie wird in Berwirrung, gebracht.

Da wir also dieses Gift weit von der Kirche Christi vertreiben und für das Wohl aller uns anvertrauten Schafe sorgen und jeden Anstoß zuin Ärgernisse von dem Schafstalle unseres Erlösers ferne halten wollen, so verdammen wir, nach Berathung und Beistimmung unserer ehrwürdigen Brüder und aller Prälaten, der Dollmetscher des göttlichen und menschlichen Rechtes, die sich an unserem Hofe befinden, und aus voller Wissenschaft dergleichen Provocationen, und verwerfen, casfiren und annulliren sie gänzlich, wenn Sisher dergleichen eingelegt wors den sind, als irrig und verabscheuungswürdig, und erklären sie als eitel, verpestend und kraftlos. Wir befehlen fernerhin, daß Niemand eß, unter was immer für einem Vorwande, wagen roll, von den Verordnungen, Sentenzen und Mandaten unserer selbst und unserer Nachfolger dergleis chen Appellationen einzulegen oder der eingelegten durch einen Andern anzubängen, oder sich ihrer, wie immer, zu bedienen.

Wenn aber Einer zuwiderhandelt, so rou er vom Tage der Bea kanntmachung des Gegenwärtigen in der apostolischen Canzlei nach zwei Monden, er mag was immer für eine Würde, selbst Kaiser, König und Bischof nicht ausgenommen, bekleiden, auf der Stelle des Fluchs urtheils schuldig reyn und nur von dem Pabste auf dem Todbette losges sprochen werden können. Eine Universität aber oder ein Collegium soll dem kirchlichen Interdicte unterliegen, und außerdem sollen sowohl die Collegien und Universitäten, als auch die besagten und alle übrigen Personen jene Strafen und Censuren leiden, welche Majestät overbres der und Gönner keberischer Bosheit fich zuziehen. Die Notarien und Zeugen, welche dergleichen Acten beiwohnen und überhaupt wer ders gleichen Appellanten wissentlich Rath und Einschlag gibt und Porschub und Hülfe leistet, soll mit gleicher Strafe belegt werden.

Reinem Menschen soll es also erlaubt seyn, dieses Blatt unseres Billens, unserer Berdammung, Perwerfung, Cassation, Vernichtung, unseres Decrets, unserer Declaration und unseres Mandats zu entkräfe ten oder ihm freventlich zu widerstreben. Wer aber sich dessen unters fängt, der wisse, daß er sich den Unwilen eines allmächtigen Gottes und der heiligen Apostel Petrus und Paulus zuzieht.

Gegeben zu Mantua im Jahre der Menschwerdung des Herrn 1459, den 18. Januar, im zweiten Jahre unseres Pontificats.

Anmerk. 3. Pius IV. verbietet die Auslegung der Concilfenberchlüfft mit folgenden Worten:

,,Um aber die Verleitung zum Abfalle von dem katholischen Glaute ben zu vermeiden, welche entstehen könnte, wenn jemand nach Belieber Erläuterungen und Commentare über die Beschlüsse des Concils von Trient berausgeben dürfte, so verbieten wir aus apostolischem Ansehen allen Geistlichen und Laien, weß Standes, Ranges und Hoheit sie seyn mögen, bei Strafe der Ercommunication für legtere und des untersags ten Eintrittes in die Kirche für ersterè, daß sie sich ohne unsere Vollmacht nicht unterstehen sollen, Commentare, Glossen, Anmerkungen, Scholien oder sonst eine Art von Grklärungen über die Decrete dieses Concils, wie immer, herauszugeben, oder was immer darüber unter dem Vorwande einer größeren Bevestigung oder Vollziehung der Decrete oder sonst unter einem Anstriche vestzuseßen.“

„Sollte jedoch einer und der Andere barin eine Dunkelheit fins den und deßwegen nach Aufschlüssen sich sehnen, so begebe er sich zum

Orte, ,, den der Herr erwählt hat,“ zu dem apostolischen Stuhle, wo der Meist er aller Gläubigen sißt, und dessen Ansehen auch die Heilige Gynode 31 Trient anerkannt hat. Denn wir behalten und die Aufhel. lung der Schwierigkeiten und die etwa aus den Decreten entstandenen Streitigkeiten zu schlichten vor, To wie es die heilige Synode selbst bes ftimmte, und sind bereit, nach der Weise, welche uns die beste däucht, fürsorge hierüber zu treffen.“. Wörtlich: Ad vitandam praeterea perversionem, quae

oriri posset, si unicuique liceret, prout ei liberet in decreta Concilii commentarios 'et interpretationes suas 'edere, Apost. auctoritate inhibemus omnibus, tam ecclesiast. Personis, cujuscunque sint ordi. nis, conditionis et gradas, quam laicis, quocumque honore ac potestate pracditis, Praelatis quidem sub interdicti ingressus Ecclesiae, aliis vero, quicumque fuerint, sub excommunicationis latao sententiac poenis, ne quis sine auctoritate nostra audeat ullos como mentarios, glossas, annotationes, scholia, ullumve omnino interpretationis genus super ipsius Concilii decretis, quocumque modo edere, aut quidquam quocumque nomine, etiam sub praetextu majoris decretorum corroborationis, aut executionis, aliove quaesito colore statuere.

Si cui vero in eis aliquid obscurius dictum et statutum fuisse, eamque ob causam interpretatione aut decisione aliqua egere visum fuerit, ascendat ad locum, quem Dominus elegit, ad sedem videlicet Apost. omnium fidelium magistram, cujus auctoritatem etiam ipsa sancta Synodus tam reverenter agnovit. ' Nos enim difti. cultates et controversias,' si quae ex eís decretis ortae fuerint, decla. randas, quemadmodum ipsa quoque sancta Synodus decrevit, raser. yamus, parati, sicut ea de nobis merito confisa est omnium pro. vinciarum necessitatibus, ea ratione, quae commodior nobis visa fuerit, providere.

Anmerk. 4. Tüchtige stämpfer für Licht und Wahrheit hat es in neuester Zeit gar viele in der Patholischen Kirche .gegeben; aber sie tráfen auf heftigen Widerstand.

Brendel äußert sich in seinem Path: tirchenrecht (Bamberg 1827, Draudnische Buchhandlung) über die Unfehlbarkeit des Pabftes folgen. der Massen:

In subjectiver Bedeutung des Wortes ist Niemand unfehlbar, als Gott allein, am wenigsten aber steht die obengenannte unfehlbarkeit dem Oberhaupt der Kirche zu; dasselbe hat zwar das Recht, nach Umständen provisorische Verordnungen in Glaubens- und Disciplinarsachen zu eru Tassen; allein fie müssen erst die Zustimmung der versammelten oder zer.

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streuten Sirche erhalten, um als gültigė Gefeße angesehen werden zu können, und den provisorischen Maßregeln ist man nicht verbunden Folge zu leisten, wenn sie offenbar auf Irrthum beruhen und der Überlieferung widersprechen. Die Unterscheidung, der Pabst rey unfehlbar, wenn er von der Katheder rede, kann die irrige Behauptung nicht aufheben. Der Heilige Petrus hielt sich nicht für unfehlbar, denn er hielt ein Concilium; wozu rollen die Concilien dienen, wenn das Oberhaupt unfehlbar, iste warum unterwerfen diese die Verfügungen des Pabstes ihrer entscheidene ! den Prüfung? Die afrikanisch rechtgläubige Kirche wußte Nichts von Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes, sie regierte sich selbst, weihte ihre Bischöfe, theilte ihre Sprengel ein und gab keine Berufungen über See zu. Auch Päbste können Keßereien begehen. Honorius nahm nur einen Willen in Christus an, und das zweitę, allgemeine Concilium vera : urtheilte ihn. Leo II. und Hadrian II. nebst zwei Concilien erkann. ten dieses für Recht. Der Pabst Zosimus erklärte, der Pabst dürfe die Kirchensagungen, welche die Zustimmung der Kirche erhalten hätten, nicht abändern, Bonifaz:VIII. lehrte in der Bulle Unam Sanctam, es sei Glaubensjaş, daß die weltliche Macht auch in weltlichen Dingen dem Pabste unterworfen sein. eine offenbare, aber auch von ihm wenig ftens in Beziehung auf Frankreich zurückgenommene theologisch-politische Keberei.. Paul V. erklärte, das Kopernikanische System ley der beilis gen Schrift entgegen und verbot alle Bücher hierüber zu lesen, bei Strafe der Ercommunikation. Unter. Piu 8,VII. ist dasselbe. Stopernikanische System, wiewohl anfänglich blos unter der Form einer Sypothese, anerkannt worden. Der ehemalige Professor in Löwen, nachheriger Pabfi Hadrian, erklärte, daß der Pabst in Reßerei verfallen könnte, und Gregor XI, widerrief in seinem Testamente Ulles, was er gegen den Glauben möchte behauptet haben. Eine gegentheilige Meinung findet fich jedoch auch in mehreren Werken,

Anmerk. 5. Augustana confess. p. 11. - Est ecclesia congregatio sanctorum, in qua Evangelium recte docetur et recte administrantur sacramenta.

Apol. p. 144. Ecclesia non est tantum societas externarum rerųm ac rituum, sicut aliae politiae, sed principaliter est societas fidei et Sp. S. in cordibus, quae tamen habet externas notas, ut agnosei possit, videlicet puram Evangelii doctrinam et administra. tionem sacramentorum consentaneam Evangelio Christi. Quare illi, in quibus nihil agit Christus, non sunt membra Christi.

Ibid. p. 148. Neque vero somniamus nos Platonicam civitatem, ut quidam impie cavillantur, sed dicimus exsistere hanc eccle. siam, videlicet vere credentes ac justos, sparsos per totum orbem. Et addimus notas, puram doctrinam Eyangelii et sacramenta. Et haec ecclesia proprie est columna veritatis. Retinet enim purum

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