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trägen nicht gehorchen, nach Verlauf des besagten Termins zu meiden und, so viel an ihnen gelegen ist, zur Vermeidung derselben beizutragen, und mit seinem von ihnen einen Verkehr, Umgang oder Gemeinschaft zu pflegen und ihnen das Nöthige nicht darzureichen.

Zur größeren Bestürzung des besagten Martinus und seiner Mitsduldigen, Gönner, Anhänger und Fehler, welche nach Verlauf des erwähnten Termins als Reßer 'erklärt und verdammt sind, befehlen wir allen und jeglichen Christgläubigen beiderlei Geschlechts, den Patriarchen, Erzbischöfen, Bischöfen und Prälaten der Patriarchala, Metropolitan s und anderen Kathedral:, Collegiat: und niederen Kirchen, den Kapiteln und anderen kirchlichen Personer, den Welt- und Klostergeistlichen, bea sonders wenn sie zum Vereine gehören, wo der besagte Martinus eins getreten ist, und daselbst sich aufhalten oder verweilen, den eremten und nicht eremten Regularen, allen und jeglichen Fürsten, sie mögen eine weltliche oder geifliche Würde bekleiden, den Königen, Kaisern, Chura fürsten, Herzögen, Markgrafen, Grafen, Baronen, Hauptleuten, Geleitos männern, Domicellen, Gemeinsdaften, Universitäten, Potentaten, Städten, Landgütern, Schlössern und Flecken, oder ihren Bewohnern und Büra gern, und allen übrigen, die in der ganzen Welt und besonders in Deutschland fich finden, unter allen und jeglichen besagten Strafen, den genanns ten Martinus, seine Mitiduldigen, Anbänger, Hebler und Gönner persönlich zu fangen und gefangen für unsere Inc ftanz aufzubewahren und zu uns zu senden, indem sie für dieses gute Werk von uns und dem apostolischen Stuhle eine Belobnung und angemessene Auszeichnung erhalten, oder wenigstens lie und Jeden von ihnen aus den Metropolitan-, Kathedrals, Collegiat: und anderen Kirchen, Häusern, Klöstern, Conventen, Städten, Dominien, Universitäten, Gemeinschaften, Schlössern, Landgütern und Flecken gänz. lid ju vertreiben.

Die Städte aber, Befißungen, Landgüter, Schlösser, Billen, Grafe (chaften, Vestungen, Städte und Flecken, wo sie auch seyn mögen, und ihre Metropolitans, Kathedral-, Collegiat - und andere Kirden, Klöster, Priorate, Häuser, Convente und geweihte Orte, weß Ordens sie seyn mögen, wo sich besagter Martinus oder einer von den Genannten hins begibt, unterwerfen wir, so lange sie daselbst bleiben und drei Tage nach ihrem Abzuge, dem kirchlichen Interdicte.

Und damit Vorherbesagtes Allen bekannt werde, so befehlen wir noch allen Patriarchen, Erzbischöfen, Bischöfen und Prälaten der Patriarchal-, Metropolitan - und anderen Rathedral- und Collegiat-Kirchen, den Bas piteln und anderen kirchlichen Personen, den Welt- und allen Klosters geistlichen, Religiosen, Mönchen, sie mögen eremt oder nicht eremt reya und wo immer in Deutschland rich befinden, daß sie unter ähnlichen Sens suren und Strafen, die sie auf der Stelle treffen, den Martinué und

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alle jegliche Obengenannte, welche nach Derlauf des Termind unseren Warnungen nicht geborchten, in ihren Kirchen an Sonn- und Festtagen, wenn eine größere Volksmenge zum Gottesdienste zusammenkommt, ald erklärte und øerdamin te Reßer öffentlich bekannt machen follen, und dahin trachten, daß sie auch von Undern alo, solohe bes kannt gemacht und strenge von ullen vermieden werden. Auch sollen alle Christgläubigen, unter“ gleichen Senfuren und Strafen, fie vermeiden. Gegenwärtiges Schreiben aber oder eine Copie dau SOR roll in allen Kirchen, Klöstern, Häusern, Consenten und andea ren Pläßen gelesen, publicirt und angeheftet werden. Auch excom. municiren und verfl u dye n wir Alle und Jegliche, weß Stan. des, Range®, Anrehens, Würde und hoheit fie renn mögen, wenn sie das gegenwärtige Schreiben oder ihre Copien nicht in ihren Ländereien und Beligungen lefen, anbeften oder publiciren lajsen, oder durch rich oder durch Andere, öffentlich oder insgeheim, direct und indirect, schweigend oder ausdrücklich dazu, mitwirken. Weil es aber schwer wäre, gegenwärtiges Schreiben an jeden einzelnen Ort hin. zubringen, moes nothwendig wäre, so wollen und besdhließen wir aus apostolischem Ansehen, daß seinen von der Hand eines öffentlichen Notars verfaßten und unterschriebenen, oder in der Stadt Rom gedructen und mit dem Siegel eines Kirchenprälaten verwahrten Copien voller Glaube geschenkt werde, wie man ibn dem Originalschreiben schenkte, wenn es vorgezeigt würde.

Und damit besagter Martinus und alle anderen Obengenann, ten, welche gegenwärtiges Sdireiben wie immer angeht, nicht eine Un. bekanntschaft mit demselben und allem und jeglichen darin enthaltenen vorschüßen können, so wollen wir, daß dieses Schreiben an die Thüren der Hauptkirche der Apostel und der apostolischen Ranzlei, ferner det Brandenburger, Meißner und Merseburger Rathedralkirche angeheftet und publicirt werde. "Wir beschließen, daß die' so geldjehene Bekannt madung desselben Schreibend den besagten Martin'u$ und alle ander rén und jeglichen Vorhergenannten, welche das Schreiben auf irgend eine Weise betrifft, dérgestalt beschränke, als ob'eß ihnen am Tage der Unheftung und Publicationi persönlich vorgelesen und mitgetheilt worden wäre, da es nicht wahrscheinlich ist, daß Das, was so offen verhandelt wird, bei ihnen unbekannt bleiben sollte.

Ungeachtet aller apostolisden Constitutsonen und Anordnungen, oder wenn allen und jeglichen oder einem der Besagten, oder wem sonst immer von dem apostolischen Siße oder von dessen Bevollmächtigten, un. tér was immer für einer Form, selbst der eines Beichtvaters, und mit waß immer für noch so festen Clauseln, oder aus was immer für einem Grunde oder ansehnlichen Rücklicht eingeräumt worden, daß sie nicht einem Interdicte, einer Suspension oder Ercommunication durch aposto: lische Sdreiben unterworfen werden können, wenn diese nicht die voll.

ftändige und ausbrüdliche und wörtliche, nicht aber eine durch allgemeine, gleich bedeutende Clauseln abgefaßte Erwähnung ausdrüden; To reben wir den Inhalt dieses Indultes und seine Gründe und Formen in dem Gegenwärtigen so an, als wäre er von Wort zu Wort hier eingerüdt und gänzlich aufgehoben. '

Keinem Menschen sey es also erlaubt, dieses Blatt unserer Ver. dammung, Misbilligung, Verwerfung, unseres Decrets, unserer Declas ration, Inhibition, Willensmeinung, unsere Mandates, unserer Ermah nung und Bitte, Untersuchung, Warnung, usignation, Concession, Con. denination, Unterwerfung, Ercommunication und unseres Anathem's ju entkräften oder verwegener Weise dawider zu handeln. Wenn aber Giner sich dessen unter fängt, so wisse er, daß er sich den Unwilen des allmächs tigen Gottes und der seeligen Apostel Petrus und Paulus zuziehen würde.

Gegeben zu Nom beim heil. Petrus, den 16. Juny 1520, im adten Sabre unseres Pontificats.

Bannbulle gegen 'Luther.

Bischof Leo X.,
Knecht der Knechte Gottes,

zum ewigen Angedenken. Der Römische Pabst ist, vermöge der ihm von Gott verliebenen Macht, als Vertheiler von zeitlichen und geistlichen Strafen, je nachdem man es verdient, aufgestellt, um die verwegenen Anschläge Verkehrter zu hemmen, welche die schlechte Absicht ihres verderblichen Willens To lange gefangen hält, daß sie, mit Hintanseßung der Furcht Gottes und mit Bernachläßigung und Verachtung canonischer Saßungen und apostoa lischer Befehle, sich nicht scheuen, neue und falsche Dogmen zu ersinnen und in der Kirche Gottes eine unheilbringende' Spaltung einzuführen, oder den Schismatikern selbst, welche den ungenähten Rock unseres Era lösers und die Einheit des orthodoren Gläubens zu zerreißen sich mühen, Gunst, Beistand und Anhänglichkeit zu schenken, 68 ziemt also dem Pabste, damit nicht das Schifflein Petri ohne Steuermann und Ruder zu segeln scheine, gegen dergleichen Leute und ihre Anhänger mit Nach druck sich zu erheben und durch geschärfte Strafen und souft geeignete Mittel Vorsorge zu pflegen, damit nicht diese ihrem verkehrten Sinne überlassenen durch falide Erdichtungen und hinterlistige Ränke die Schaar der Einfältigen täuschen und mit sich in Irrthuin und Perderben ziehen und gleichsam mit einer ansteckenden Krankheit beflecken, und, zu desto größerer Bestürzung der Verdammten, allen Christgläubigen öffentlich zu zeigen und offen zu erklären, meld fürchterlicher Censuren und Strafen Jene schuldig sind, damit sie selbst, so declarirt und publicirt, enda lich beschämt und reuevoll in sich gehen und sich endlich dem Umgangen der Gemeinschaft und dem Geborsame jener Ercommunicirten und Vera fluchten gänzlich "entziehen, um der göttlichen Radhe ju entgehen und kein

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nen Theil an ihrer Verdammung zu haben. (Hier folgt nun wieder die vorhergehende Bulle nach ihrem historisden Inhalte.)

Obgleich aber nach Anheftung und Bekanntmachung unseres Schreis beng, wie wir vernahmen, sobald die Termine abgelaufen waren, (wir erklären diese Termine hiermit für alle Christgläubigen gänzlich erloschen), Einige, die den Irrthümern desselbigen Martinus anhiengen und von unserem Schreiben, unserer Warnung und unserem Auftrage Renntniß erhielten, in fidy gingen, ihre Irrthümer bekannten, die Reßerei in un

sere Hände abschwuren, zum wahren katholischen Glauben sich befebrten , und die Wohlthat der Lossprechung nach der unseren Nuntien hierüber

verliehenen Befugniß erhielten, und in einigen Städten und Orten Deutsche
lande die Bücher und Schriften des genannten Martinu8, unserem
Uuftrage zufolge, öffentlich verbrannt wurden; so hat doch Martinus
felbst, (wir können es nicht ohne große Renntniß und Unruhe erwähnen),
sich seinem verkehrten Sinn dahingegeben, nicht nur den Widerruf feia
ner Irrthümer innerhalb des angegebenen Termins und die bestimmte
Ausweisung an und über diesen Widerruf und die Reise hierher zu uns
mit Verachtung zurüdgewiesen und, als ein Feld deß Ärgernisseb, -gegen
uns und diesen heiligen Siß und den katholischen Glauben nod) ärger
als vorher gepredigt und andere dazu verleitet; deßhalb sind denn,
wie er felbst schon als Reßer erklärt worden ist, aud andere angesehene 1
und hohe Personen, die, ihrer eigenen Seeligkeit uneingedenk, öffentlich
und notorisch der verderblichen Keßersecte des Martinus folgen, ihr
öffentlich und indgeheim mit Rath und That und Gunst beistehen, dem
Martinus selbst in seinem Ungehorsame und in seiner Hartnäckigkeit
zugethan, die Bekanntmachung des besagten Schreibens hindern, den in
unserem Schreiben enthaltenen Strafen verdammlicher Weise anheimges
fallen und mit Recht für Heßer zu halten und von allen Christgläubigen
zu vermeiden, nach dem Worte des Apostels : Einen keķerischen Menschen
meide, wenn er einmal und abermals ermahnt ist, und wisse, daß ein
solcher verkehrt ist und fündiget, als der sich selbst verurtheilt hat.

Damit sie also, mit Martinus und anderen ercommunicirten und verfluchten Regern verbunden und, wie sie bei ihrem Vergehen der Hartnäckigkeit des genannten Martinus folgen, auch der Strafen und des Namens theilhaftig werden, und mit dem Namen eines Lutbea raner & auch die gebührende Strafe tragen; so beschließen und erklären wir, da sie notorisch geworden sind, ohne daß sie einer weia. tern Warnung und Vorladung bedürfen, daß Martinus und Andere, welche demselben in seinem schlechten und verdammten Vorhaben erpicha, ten Martinus folgen, und auch Jene, welche ihn durch Soldaten vertheis. digen, bewahren und mit ihrem eigenen Vermögen wie immer unterhals ten und ihm Rath und That und Gunst zu schenken und an die Hand zu gehen sich unterfangen haben und noch unterfangen, deren Namen,

Zunamen und Eigenschaften, und follten sie noch so hoch und ansehnlid seyn, wir in Gegenwartigem für ausgedrüdt geachtet wiffen wollen, als wären sie namentlich aufgeführt und könnten bei der Bekanntmachung dessen in Kraft des Gegenwärtigen vorgelesen werden - den Stra. fen der Ercommunication und des Unåtbem'ó, und der ewigen Berflu chung und des interdicto, und für sich und ibre Nadkommen der Beraubung ihrer Würden, Ehrenstellen und Güter, und der Unfähigkeit zu denselben, und der Confiscation ihrer Güter, und des Majestät 8. Derbrechen und andern Sentenzen, Senfuren und Stra. fen, welche von den Canonen gegen die Reger verhängt find, verdammlicher Weise anheimgefallen.

Auch erklären wir durch den Inhalt des Gegenwärtigen, daß alle Staaten, Länder, Schlösser, Städte und Örter, wo sie sich zur Zeit aufhalten und wo sie hinkommen, und alle Kirchen, seyen es Mathedrale und Metropolitankirchen, Klöster und andere geweihte Orte, eremte und nicht eremte, dem Kirchen-Interdicte unterworfen seven, und daß wäha rend desselben durchaus nicht unter dem Vorwande eines apostolischen Indultes, ausgenommen in außerordentlichen Rechtsfällen, und da nur bei verschlossenen Thüren und mit Ausschließung der Ercominunicirten und mit dem Interdicte Behafteten, Messe und anderer Gottesdienst gehalten werden dürfe, und gebieten und befehlen, daß Jene als Ercom. municirte und Verfluchte, Verdammte, mit dem Interdicte Behaftete, Beraubte und Unfähige allenthalben verkündigt und publicirt, und voit allen Christgläubigen strenge vermieden werden.

und damit bei Allen diese ungeheure Seringichäßung der Kirche Gottes pon Seiten des Martinus, und seiner Anhänger, und diese troßige Verwegenheit der Ungehorsamen bekannt werde, um die Unsteckung der ganzen Heerde und das Verderben des gesunden Theilt noch zu verhü. ten; so geben wir allen und jeglichen Patriarchen, Erzbischöfen, Bischos fen und Prälaten der Patriarchal-, Metropolitan-, Kathedral- und Stola legiatkirchen, den Kapiteln und kirchlichen Personen, und den eremten und nicht eremten Religigsen aller Orden, sogar der Bettelmönche, it Kraft des heiligen Gehorsams und unier den Strafen der Ercommunis cation, die ohne weiteres Endurtheil sogleich eintritt, den Auftrag, das fie und jeder der Strigen, fobald sie durch den Inhalt des Gegenwärtigen aufgefordert sind, innerhalb drei Tagen, von denen wir ihnen den einen für den ersten, den andern für den zweiten und den noch übrigen für den dritten oder peremtorischen Termin, mit vorausgegangener canonis scher Mahnung, anberaumen, den Martinus und die übrigen als Ere cominunicirte, Verfluchte und Verdammte, und als Déclarirte, mit dem Interdicte Belegte, Beraubte und Unfähige, und durch Vollziehung des Gegenwärtigen genannte Reger in ihren Kirchen an Sonns

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