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und Festtagen, wann eine größere Volksmenge zum Gotz tesdienste zusammenkommt, mit der Fahne des Kreuzes, unter Läutung der Gloden, bei angezündeten und wiem der ausgelöschten, auf die Erde geworfenen und zertres, tenen Kerzen, mit dreimaliger Wegwerfung von Facetn. und den übrigen in solchen Fällen gewöhnlichen Ceremonien, öffentlich werkünden und zu dieser Berkündigung mitwirken, und: allen Christgläubigen den Umgang mit dieren Seßern auf's Strengste untersagen. Zu desto größe. rer Bestürzung des besagten Martinus und anderer obengenannten Képer. und Anhänger und Gönner befehlen wir überdieß allen und jeglichen Pa. triarchen, Erzbischöfen, Bischöfen und anderen Kirchenprälaten, daß sie jeßt, wie sie selbst, nach dem heiligen Hieronymus, zur: Beilegung der Spaltungen aufgestellt sind, in dringender Noth, wie es ihre Pflidyt ist, sich als Mauer für das christliche Vole hinstellen, und nicht so we is gen wie fumme Hunde, die nicht bellen können, sondern unaufhörlich dreien, und ihre Stimme erheben und predigen und predigen lassen das Wort Gottes und die Wahrheit des katholischen Glau. beng gegen die verdammten Artikel und die obengenannten Reßer.

Auch allen und jeglichen Pfarrherren und allen Religiosen jeglicher Orden, selbst der Bettelmönche, fie mögen eremt oder nicht eremt reyn, befehlen wir gleichfalls, in Kraft des Heiligen Gehorsams, daß, gleichwie fie als Wolken vom Herrnjaufgestellt sind; sie auch eben so geistlichen Negen auf das Volk:Gottesi träufeln und gegen die genannten und vers dammten Artikel, so wie es ihrer Pflicht obliegt, öffentlich zu predigen sich nicht scheuen. Denn es stehet geschrieben, daß die vollkommene Liebe die Furcht austreibt. Ihr also und jeder Einzelne von Euch überneba met mit frommen Herzen die Lasten eines so verdienstlichen Geschäftes und zeiget euch als (orgfältige Männer in Vollziehung dessen und beweifet euren Eifer und dere Emsigkeit in Wort und That, damit aus euer ren Bemühungen unter dem Beistande der göttlichen Gnade die gehoffe ten Früchte kommen, und ihr durch euere Sorgfalt jene Palme, der Glorie, welche den Verwaltern der heiligen Sache als Beloha nung gebührt, nicht nur erlangen, sondern euch auch wegen cueres genauen Fleißes bei uns und dem bejagten Stuhle verdienter Weise reicha lich empfehlen möget.

Anmert. 11. Nadt mahlsbulle des Pabftes Urban VIII. vom Jahr 1627.

Bisdof urban VIII.,
ein Knecht der Knechte Gottes,

zum ewigen Angedenken. Die Hirtenwachsamkeit und Sorgfalt des Römischen Dabftes be. schäftigt sich nidyt nur beständig nach seiner Amt&pflicht damit, daß er

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får friebe und Ruhe der ganzen Christenheit besorgt ist, sondern fte zeichnet sich auch vorzüglich dadurch aus, daß er die Einigkeit und Reins beit des katholischen Glaubens erhält, ohne welchen es unmöglich ist, Gott zu gefallen, damit nämlich die Chriftgläubigen keine wankenden Kinder reyen, noch. sich von jedem Winde durch Schalkheit der Menschbeit zur Umgarnung des Irrthums umbertreiben lassen, sondern alle zur Einigkeit des Glaubens und zur Erkenntniß des Sohnes Gottes gelan. gen und zu einem vollkommenen Manne werden, noch sich in der Gea sellschaft und Gemeinschaft dieses Lebens beleidigen, oder Einer dem Ans dern einen Unstoß gebe, sondern daß fie vielmehr, durch das Band der Liebe verbunden, als Glieder Eines Leibes unter dem Haupte Christus und seinem Statthalter auf Erden, dem Römischen Pabste, dem Nacho folger det allerseeligsten Petrus, von welchem die Einigkeit der ganzen Kirche herfließt, an Erbauung zunehmen, und so mit Hülfe der göttlie chen Gnade sich der Ruhe des gegenwärtigen Lebens dergestalt erfreuen, damit sie auch die fünftige Seeligkeit .genießen mögen. Aus diesem Grunde pflegten auch die Römischen Päbfte, unsere Vorgänger, an dem beutigen Tage, welcher wegen des jährlichen Andenkens an das Abendmahl des Herrn feierlich ist, 098 geiftliche Sdwert der Kirchen. z u dht und die heilsamen Waffen der Gerechtigkeit durch den Dienst des höchsten Apostelamtes zur Ehre Gottes und zum Wohle det Seelen feierlich auszuüben. Wir nun, denen Nichts erwünschter ist, als die unverleßliche Reinigkeit des Glaubens, den öffentlichen Frieden und die Gerechtigkeit mit Gottes Hilfe zu schüßent, find dieser alten und feier. liden Gewohnheit gefolgt.

Wir verbannen und verfluchen von Seiten Gottes, des allmächtis gen Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, and auf das Ansehen der seeligen Apostel Petrus und Paulus und vermöge unseres eigenen, alle suffiten, Willefiten, Lutheraner, 3 winglianer, Calvinisten, Hugonotten; Wiedertäufer, Trinitarier und Abgefallenë von der christlichen Glauben, 'wie auch alle und jede anderen Seger, wie sie nun heißen mögen, und von welcher Seite fie auch seyen, und Diejenigen, welche ihnen glauben, fie aufnehmen, ihre Gönner und überhaupt alte ihre Vertheidiger, und Die, welche ihre Bücher, die eine Reßerei enthalten oder von der Religion handeln, ohne uns sere und des apostolischen Stuhls Genehmigung wissentlich lesen oder behalten, drucken oder auf irgend eine Weise, aus welcher. Ursache es reyn mag, öffentlich oder heimlich, unter was immer für einer Beschönigung, unter was immer für einem Vorwande, vertheidigen, wie auch die Schisa matiker und Diejenigen, welche sich unserem und des jeweiligen RömiIchen Papstes Gehorsam durch Eigensinn entziehen oder davon abweichen.

Ebenso verbannen und verfluchen wir alle und Jegliche, welche Stufe. Würde und welchen Stand fie auch einnehmen mögen; die Unie

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versitäten aber, Collegien uud Capitel, fie mögen heißen, wie sie wollen, belegen wir mit dem Interdicte, wenn sie von den Verordnungen und Vorschriften unserer eigenen Person und der jeweiligen Römischen Päbste an ein künftiges allgemeines Concil appelliren, wie aud Diejenigen, durch beren Hülfe, Rath oder Gunst appellirt worden ist.

Desgleichen verbannen und verdammen wir auch alle Seeräuber, Corsaren und Diebe auf dem Meere, welche auf unserer See streifen, besonders von dem Berge Argentaro bis Terracina, und alle ihre Göns ner, Hehler und Bertheidiger.

Ferner verdammen wir alle und Jede, welche, aus was immer für christlichen Schiffen, sie mögen entweder durch Sturm verslagen worden seyn, oder Schiffbruch gelitten haben, Güter entweder auf den Schiffen selbst, oder solche, die man in's Meer geworfen, oder am Meere gefunden hat, von welcher Art fie auch seyn mögen, sowohl in unseren Ségenden und Ufern des Tyrrhenischen und Adriatischen, als an den übrigen Ufern des Meeres entwenden; so daß sie weder durch einen Freiheitsbrief, noch durch Gewohnheit oder Befiß von sehr langer und undenklicher Zeit, oder durch je einen andern Vorwand davon entschuls digt werden können.

Ebenso verbannen und verdammen wir alle, welche in ihren ländern neue Abgaben oder Steuern, ausgenommen in solchen Fällen, die ihnen von dem Rechte oder aus besonderer Erlaubniß des apostolischen Stuhles vergönnt sind, auflegen oder vermehren, oder fordern, daß man sie auflege oder vermehre.

Auch verbannen und verdammen wir alle Verfälscher der apostos lischen Briefe, auch derer, die in Form eines Breve, oder Bittschriften, Gnade oder Gerechtigkeit betreffend, durch den Römischen Pabst oder die Vicekanzler der beil. Römischen Kirche, oder ihre Stellvertreter, vermöge Auftrags eben desselben Römischen Papstes, unterzeichnet sind, wie audi Diejenigen, welche fälschlich apostolische Briefe, auch in Form eines Breve, schmieden, und Die, welche fälschlich solche Bittschriften unter dem Namen des Römischen Pabstes oder Vicekanzlerd, oder ihrer Stella vertreter, unterzeichnen.

Dann verdammen und verbannen wir alle Diejenigen, welche an die Saracenen, Türken und andere Feinde der Christenheit, oder an Reßer, welche durch unsere oder dieses heiligen Stuhles Endurtheile ausdrüdlich und namentlich als solche era Flärt sind, Pferde, Waffen, Eisen, Draht, 3inn, Stahl und alle andern Arten von Metallen und kriegerischen Werkzeugen, Holz, Hanf, Stride, sowohl aus Hanf als aus einer jeden andern Materie, und die Materie selbst und andere dergleichen Dinge siden, womit sie Christen und Ratholiken bekriegen, wie auch Diejenigen, welche durch sich und andere

von Gegenständen, die den Zustand der Christenheit betreffen, zum Nachtheile und Schaden der Christenheit die Türken selbst und die Feinde per christlichen Religion, wie auch die Keßer, zum Schaden der katholifdhen Religion, in Kenntniß leßen und ihnen hierzu Hülfe, Rath oder Gunst auf irgend eine Art erweisen ungeachtet aller und jeder Privis legien, welche durch uns und vorbesagten Stuhl, Wem es auch sey, den Fürsten und Republiken gestattet werden, wenn sie eines solchen Verbots nicht ausdrücklich erwähnen.

Ingleichen verbannen und verdammen wir ude, welche Diejenigen hindern oder angreifen, die Lebensmittel oder andere Dinge zuführen, die zum Gebrauche des Römischen Hofes nöthig sind, und auch Diejenis gen, welche verhindern, verwehren oder andere beunruhigen, daß jene nicht an das Römische Hoflager zugeführt oder gebracht werden, oder Solche, die es thun, entweder durch sich oder durch Andere hindern, weß Standes, Vorzuges, Ansehens und Ranges sie auch seyn mögen, wenn sie auch gleich in einer geistlichen oder königlichen, oder einer jeden an, deren kirchlichen oder weltlichen Würde stehen.

Ebenso verbannen und verfluchen wir alle Diejenigen, welche die zum apostolischen Stuhle Kommenden und von demselben Zurückreisents den entweder durch sich oder durch Undere umbringen, verstümmeln, bes rauben, gefangen nehmen, anhalten, wie auch ule, welche, ohne eine ordentliche oder übertragene Gerichtsbarkeit von uns oder unseren Richs tern zu haben, sich dieselbe frech anmaßen und Dergleichen wider die an demselben Hoflager Weilenden zu unternehmen sich erkühnen.

Desgleichen verbannen und verdammen wir ulle, welche Diejenis gen, die aus Andacht oder als. Pilgrime zur Stadt gehen und in dersela ben verweilen, oder von derselben wieder zurückkehren, umbringen, ver: stümmeln, verwunden, anhalten, gefangen seßen oder berauben, und hierzu helfen, rathen oder sie begünstigen.

Ferner verbannen und verdammen wir alle Diejenigen, welche die Cardinäle der heil. Römischen Kirche, die Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und Legaten oder Nuntien des apostolischen Stuhleslumbringen, verstümmeln, verwunden, schlagen, gefangen segen, anbalten oder feinds lid verfolgen, oder sie aus ihren Rirchensprengeln, Gebieten, ländern oder Herrschaften verstoßen, wie auch Diejenigen, welche Dieses befehlen oder bestätigen, oder darin Hülfe, Rath und Gunst gewähren.

Auch verbannen und verfluchen wir alle Diejenigen, welche durch sich oder durch Andere alle geistlichen oder weltlichen Personen, die sich wegen ihrer Rechtssachen und Geschäfte an das Römische Hoflager wens den und an eben diesem Hoflager sie ausführen oder betreiben, und ihre Sachwalter, Advocaten, Procuratoren und Ugenten, oder auch die Audi, toren oder Richter, die in besagten Rechtssachen oder Geschäften verords net find, aus Gelegenheit von dergleichen Rechtssachen oder Geschäftes

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umbringen, oder auf irgend eine Art schlagen, sie ihrer Güter berauben, oder welche durd rich oder durch Undere, mittelbar oder unmittelbar, dergleichen Verbrechen zu begehen, auszuführen oder zu betreiben, oder dabei Hülfe, Rath oder Gunst zu erzeigen sich nicht sdheuen, weß Stan. des und Würde sie auch seyn mögen.

Ferner verbannen und verdammen wir alle, sowohl Geistlidie als Weltliche, von welcher Würde sie auch seyn mögen, welche unter dem Vorwande einer nichtswürdigen Appellation von einer Beschwerde oder von der künftigen Frecution der apostolischen Briefe auch in Form eines Breve, fie mögen eine Gnaden - oder eine Gerechtigkeitssache betreffen, wie auf der Borforderungen, Verbote, Sequester, Monitorien, Processe, Grecutionsbefehle und anderer Decrete, die von uns und vorbesagtem Stuhle oder den apostolischen Legaten, Nuntien, Präsidenten unseres Palastes und den Auditoren, Commissarien und andern Richtern und Delegaten ausgegangen, und noch zur Zeit ausgeben oder sonst ausgeben werden, an weltliche Gerichtshöfe und die weltliche Macht recurriren, und machen, daß dergleichen Appellationen audy auf Betrieb und Instanz des Fiskal - Procurators oder Advocaten angenommen, und die Briefe, Citationen, Verbote, Sequester, Monitorien und andere vorbesagte Bes fehle mit Bejchlag belegt und zurückgehalten werden, und welche verhin. dern und verbieten, daß dieselbe schlechterdings oder ohne ihr Gutachten und Einwilligung oder Prüfung befolgt werden, und daß die Notarien über die Ausführung solcher Briefe und Processe, Instrumente oder Acten aufseßen, oder die aufgelegten Instrumente der Parteien oder ihre Agenten, Blutsverwandten, Schwäger, Freunde, Notarien, Erecue toren, Untererecutoren der Briefe, Citationen, Monitorien und anderer erwähnter Verordnungen gefangen nehmen, schlagen, verwunden, in's Gefängniß reßen, anhalten, aus den Städten, Fleđen und Reichen aus. stoßen, sie ihrer Güter berauben, in Furcht reßen und bedrohen, sie mös gen es entweder durch sich oder durch einen Andern oder Andere, öffento lich oder verborgen thun; oder insbesondere, mittelbar oder unmittelbar verbieten, befehlen oder gebieten, daß er nicht zur Betreibung aller und jeder seiner Angelegenheiten, oder zur Erlangung gewisser Gnadenbezeu. gungen, oder Briefe, sich an das Römische Hoflager wenden, oder Gnas denbezeugungen selbst oder Briefe vom besagten Stuhle erlangen, oder von denen, die er erhalten. Gebrauch machen dürfe, oder die sich unters stehen, dieselben bei sich oder den Notarien und Boten, oder auch sonst, es fey wie es wolle, zurückzubalten.

Ebenso verbannen und verdammen wir Ate und Sede, welche durch sich oder durch Andere, eigenmädtig und mit Gewalt, unter dem Vorwande von allerlei Eremtionen oder andern Gnadenbezeugungen und apostolischen Briefen, Beneficial -, Zebends und andere geistliche oder mit den geislichen verbundene Sachen von unseren Auditoren und Com

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