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miffarien und andern geistlichen Richtern abrufen, oder ihren Lauf und Audienz, und die Personen, Capitel, Convente, Collegien, welche diese Sachen betreiben wollen, hindern, und sich als Richter über die Rennt niß derselben aufwerfen; und welche die Parteien, die verursachten und bewirken, daß diese Angelegenheiten rechtlich eingeleitet worden, dazu an. halten, daß sie die Vorforderungen oder Verbote, oder andere in densela ben beschlossene Briefe widerrufen und machen, daß sie widerrufen wers den, auch durch eine Verordnung oder auf eine andere Weise dazu ans treiben, daß sie bewirken und einwilligen, Diejenigen, wider welche solche Verbote ergangen sind, von den Censuren und den darin enthaltenen Strafen frei zu sprechen; oder auch die Volstredung der apostolischen Briefe oder Erecutionsbriefe besagter Processe und Decrete auf irgend eine Weise hindern, oder ihre Gewogenheit, Gunst, Rath uud Einwilli. gung dazu geben, wenn man auch gleich den Vorwand gebrauchen sollte, es geschehe, um der Gewaltthätigkeit zu wehren, oder unter andern Vorspiegelungen, oder auch, wenn man sagte, bis sie gebeten haben oder bitten ließen, uns gehörig in Kenntniß zu seßen, wenn sie nicht dergleichen Bitten vor uns und dem apostolischen Stuhle rechtmäßig betreiben und vorbringen, wenn auch Diejenigen, welche dieses verordnen, Präsidenten von Sanzleien, Raths-Collegien, Parlamenten, Stanzler, Vice Rangler, ordentliche oder außerordentliche Räthe von weltlichen Fürsten sind, die Fürsten mögen hernach die kaiserlide, königliche, herzogliche oder sonst eine Würde haben, oder sie mögen Erzbischöfe, Bischöfe, Åbte, Commene datarien oder Vicarien seyn.

Ferner (verdammen wir) Diejenigen, welche aus ihrer vorgeblichen Pflicht oder auf Instanz einer Partei oder Anderer, wer sie auch reyn mögen, geistliche Personen, Capitel, Convente, Collegien von allen und jeden Kirchen vor fich zu ihrem Tribunale, Audienz, Ranglei, Rath oder Parlament wider die Verordnung des canonischen Rechtes, ziehen oder ziehen lassen, oder bewirken, daß sie mittelbar oder unmittelbar', unter welchein Vorwande es auch ren, davor gezogen werden; wie auch Dieje. nigen, die Statuten, Perordnungen, Constitutionen, pragmatisde Ges reke, oder sonst noch andere Decrete überhaupt oder insbesondere, es rey aus was für Ursache und unter welchem Vorwande es wolle, oder auch unter Vorschüßung einer jeglichen Gewohnheit, oder eines Privilegiums, oder auf eine andere Weise machen, wodurch die Freiheit der Kirche aufgehoben, oder in Etwas unterdrückt, oder sonst auf irgend eine Weise eingeschränkt, oder unseren und besagten Stuhles und aller und jeder Kirchen Rechten, auf was für eine Art es auch seg, mittelbar oder un. mittelbar, ausdrüdlich oder ftill soweigend geschadet wird.

Desgleichen (verdammen wir) Diejenigen, welche Erzbischöfe, Bis schöfe und andere höhere und niedere Prälaten und alle andere ordents liche Kirchenrichter auf irgend eine Weije wegen dieser Ursache mittelbar

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oder unmittelbar durch Gefangennehmung, oder auch ihre Agenten, Sady walter, Vertraute, Blutsfreunde und Schwäger durch andere Beeinträche tigungen hindern, damit sie ihre kirchliche Gerichtsbarkeit nicht wider Alle und Jede also gebrauchen können, wie es die Kirchengeseße und die beiligen Kirchenverordnungen und die Decrete der allgemeinen Concilien, besonders die Tridentinischen, verordnen; wie auch Diejenigen, welche nady den Endurtheilen der ordentlichen Richter selbst, oder auch aller von ihnen delegirten Personen, um dem Gerichte des geistlichen Armes zu entgehen, sich an weltliche Kanzleien und andere Gerichtshöfe wenden, und von diesen erhalten, daß Verbote, Befehle, aud Staatsbefehle wider genannte ordentliche Bischöfe und Delegaten ergehen und wider sie ause geführt werden; wie auch Diejenigen, welche Denen, die dieses bes schließen und ausführen, helfen, rathen, und mit Schuß und Gewogenbeit sie unterstüßen. Ferner (verdammen wir) Diejenigen, welche Ges richtsbarkeiten oder: Früchte, Einkünfte und Gefälle, welche uns und dem apostolischen Stuhle und allen und jeden geistlichen Personen in Ans febung der Kirchen, Klöster und anderer geistlichen Beneficien zustehen, widerrechtlich an sich ziehen, oder auch bei jeder Gelegenheit oder Ursache ohne die ausdrüclidhe Erlaubniß des Römischen Pabstes oder Anderer, die biezu rechtmäßige Gewalt haben, sequestriren. Auch (ver: dammen wir) Diejenigen, welche Collecten, Zehenten, Steuern, Auflas gen und andere Lasten auf besagte und andere geistliche Personen und auf die Güter derselben, und der Kirchen, Klöster und anderer Benefis cien, und auf die Früchte und Einkünfte davon, ohne eine ähnliche, bes sondere und ausdrüdliche Erlaubniß des Pabstes, legen, und auch auf versihiedene, ausgesuchte Art fordern, oder, wenn sie nicht aufgelegt sind, auch von Denen, die sie freiwillig geben und gestatten, einnehmen. Ebenso (verdammen wir) Diejenigen, die durch fich oder durch Undere mittelbar oder unmittelbar das oben Erwähnte thun, auszuführen oder zu betreiben, auch dabei zu rathen uud: zu helfen sich nicht scheuen, von welcher Würde und welchem Stande sie auch reyen, sie mögen Kaiser oder Könige, oder Fürsten, Herzöge, Grafen, Barone und andere Große feyn, auch alle, die über Reiche, Provinzen, Städte und Länder auf irgend eine Weise den Vorsit führen, Räthe und Senatoren sind, oder sonst auch in einer vornehmen geistlichen Würde stehen: indem wir hiera über die Decrete erneuern, die durch die heiligen Kirchengeseße sowohl auf dem neuesten Lateran - Concile, als auch auf den allgemeinen Con. cilien gegeben worden, auch mit den Strafen und Censuren, die darin enthalten find.

Ferner verbannen und verdammen wir alle und jede Obrigkeiten und Richter, Notarien, Schreiber, Erecutoren, Untererecutoren, die sidh, auf welche Art eß aud' geschehe, in Capital - oder peinlichen Rechtssachen wider geistlide Personen verwenden und sie procefsiren, verweisen, ge

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fangen feßen, oder Endurtheile wider sie aussprechen oder ausführen, ohne besondere und ausdrückliche Erlaubniß diejes heiligen apostolischen Stubles, und welche eine solche Erlaubniß auf nicht ausdrücklich geo nannte Personen und Fälle ausdehnen, oder nst dieselben übel miß. brauchen, wenn auch Diejenigen, die Dieses begeben. Räthe, Senatoren, Präsidenten, Stanzler, Vicekanzler, oder wie sie sonst beißen mögen, feyn souten.

Ebenso verbannen und verfluchen wir alle Diejenigen, welche durch fich oder andere mittelbar oder unmittelbar, unter welchem Titel oder Vorwande es auch sey, entweder ganz oder zum Theil anzufallen, zu zerstören, zu beseßen und zu behalten sich unterstehen die heilige Stadt Rom, das Königreich Sicilien, die Inseln Sardinien und Corsica, die Länder diefseit des Pharus, das Patrimonium des reeligen Petrus in Tiuscien, das Herzogthum Spoleto, sie Grafschaft Veneffin, Sabina, die Mark Ancona, Massa, Trebara, Romandiola, Campanien und die Seca Provinzen, und ihre Länder und Gegenden, und die Städte der Specials Commission der Arnulphen, und unsere Städte Bologna, Cesena, Rimini, Benevent, Perugia, Avignon, Civita, Castello, Tudengo, Ferrara, Cos maccio und andere Städte, Länder und Gegenden, oder welche die Rechte, die zur Römischen Kirche selbst gehören und genannter Römischer Kirche entweder mittelbar oder unmittelbar unterworfen sind, wie auch die höchste Gerichtsbarkeit in denselben, die uns und eben derselben Römischen Kirche zukommt, mit Gewalt widerrechtlich an sich zu bringen, zu beunruhigen, zu behalten oder auf verschiedene Art zu plagen sich era kühnen, wie auch die ihnen anhängenden Gönner und Vertheidiger ders felben, oder Die ihnen, auf welche Art es auch sey, belfen, rathen oder sie unterstüßen.

Wir wollen, daß unser gegenwärtiger Prozeß und Alles und ses des, was in dieser Verorönung enthalten ist, so lange, bis andere dere gleichen Prozesse von uns oder dem jedesmaligen Römischen Pabste gea macht oder publicirt werden, dauern, und seine Wirkung ohne Anstand haben solle. Übrigens roll von bemeldeten Endurtheilen Reiner durch jemand Underen als durch den Römischen Pabst, außer wenn er dem Tode nahe ist, und auch alsdann nicht anders, als wenn er Gewähr ges leistet, daß er den Befehlen der Kirche gehorchen und Genüge leisten wolle, losgesprochen werden können; ebenso wenig (fou Jemand lodges sprochen werden können) unter dem Vorwande irgend einer Vollmacht und Indult, es rey diese (Vollmacht) Geistlichen oder Weltliden, und den Regularen aller Orden, auch der Bettel- und Militärorden, auch Denen, die in bischöflicher oder einer noch größeren Würde stehen, und den Ors den selbst und ihren Klöstern, Conventen und Häusern, und Capiteln, Collegien, Brüderschaften, Congregationen, Hospitälern und milden Stif. tungen, wie qud den Weltlichen, wenn sie auch die glänzendste kaiser

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lidhe, königliche oder sonst eine weltliche Würde befaßen, durch uns und genannten Stuhl, und durch die Decrete aller und jeder Concilien wörts lich, durch Briefe oder sonst eine Schrift überhaupt und insbesondere ge: ftattet und erneuert, oder möchte noch in Zukunft gestattet und erneuert werden.

Wenn etwa Einige wider den Inhalt des Gegenwärtigen solchen mit dem Banne und Fluche Verstridten oder einem derselben die Wohlo that der Lossprechung widerrechtlich zu geben sich erkühnen: dieselbert verstricken wir in das Endurtheil des Kirchenbannes und behalten und vor, noch schärfer wider fie,' sowohl geistlich als zeitlich, zu verfahren, le nadıdem wir eß für nüßlich erkennen werden.

Wir bezeugen und erklären auch, daß keine Losspredjung, sollte sie auch noch so feierlich durch uns gescheben, vorerwähnte Verbannte, die in dem gegenwärtigen Bannbriefe begriffen sind, begreife, noch ihnen anders zu Statten komme, wofern sie nicht zuvor von dem Vorerwähnten mit dem Vorsatze, dergleichen nicht mehr zu begehen, abstehen, und wo nicht Diejenigen, welche wider die Kirchenfreiheit, wie vorher gesagt wurde, Statuten gemacht, dergleichen Statuten, Verordnungen, Conftitutionen, pragmatische Geseße und Decrete öffentlich widerrufen, und aus den Are chiven oder Registraturen oder Büchern, in welchen sie aufgeschrieben und eingetragen stehen, austilgen und cafsiren, und uns von solcher Widerrufung urkundlichen Bericht zusenden werden; in daß auch durch eine folche Lossprechung oder alle anderen widrigen, entweder ftillschweigenden oder ausdrücklichen Handlungen, und auch durch unsere und unserer Nachfolger Geduld und Toleranz, fie mag so lange fortgeseßt werden, als sie will, in allen und jeden vorhergehenden Stüden und allen Rechs ten des apostolischen Stuhles und der heiligen Römischen Airche, fie mag fie woher und wann es auch rey erworben haben, oder noch erwerben, auf keine Weise denselben ein Nachtheil zuwachsen könne und rolle: troß aller Privilegien, Indulgenzien, Indulte und allgemeinen oder besonderen apostolischen Briefe, welche den Obenerwähnten oder Ginem von ihnen, oder einigen Anderen, weß Standes und Ranges und welcher Würde sie auch seyn mögen, fie reyen Päbfte, Raiser, Könige, oder bea Kleiden sonst eine geistliche oder weltliche Würde, oder ihren Reichen, Provinzen, Städten und Örtern von obengenanntem Stuhle, aus wel. ther Ursache es sen, auch durch den Weg des Contractes oder der Vers geltung, und unter einer jeden andern Form und Gestalt, und mit allen und jeden Klauseln, auch denen, welche den Derogirenden derogiren, ges stattet worden, auch wenn sie schon enthalten, daß sie durch apostolische Briefe nicht tönnen berbannt, verflucht und mit einem Interdicte belegt werden, wenn sie nicht eine vollständige und ausdrüdliche, und von Wort zu Wort abgefaßte Meldung von solchen Privilegien, Indulgenzien, Indulten, und von den Orten, Gegenden, eigenen Namen, Zunamen uno

Würden thun: Ungeachtet ferner aller undenklichen! Gewohnheiten und aller auch der allerlängsten Verjährungen, und anderer geschrieben ner oder nicht geschriebener Observantien, wodurch sie sich wider diese unsere Prozesse schüßen und helfen wollen, um nicht in denselben einges schlossen zu werden. Dieses Alles halten wir in der Ansehung Dessen sammt dein ganzen Inhalte desselben, als ob es von Wort zu Wort, ohne das Geringste auszulassen, eingerückt wäre, durch Gegenwärtiges für ausgedrückt; so wie wir auch alles übrige, was Diesem zuwider ist, ganz und gar aufheben und widerrufen. Damit aber unser gegenwära tiger Prozeß Jedermann desto leichter bekannt werde, so wollen wir die Papiere oder Pergamente, die den Prozeß selbst in sich halten, an der Kirchthüre des heiligen Johannes im Lateran und an der Sauptkirche des Fürsten der Apostel in der Stadt anhängen lassen, damit Diejenigen, welche dieser Prozeß angeht, keine Entfáuldigung vorwenden oder eine Unwissenheit anführen können, daß er ihnen nicht zugekommen, oder daß Tie-ihn nicht haben wissen können, da es nicht wahrscheinlich ist, daß Daga jenige unbekannt bleiben sollte, was Jedermann so offenbar fund gemacht wird. Überdieß, damit die Prozesie selbst und gegenwärtiger Brief und alles und jegliches in demselben Enthaltene desto bekannter werde, je mehr es in den meisten Städten und Orten wird kund gemacht worden seyn; so übertragen wir laut gegenwärtigen Befehls und gebieten ernstlich und in Kraft des heiligen Gehorsams allen und jeden Patriarchen, Primaten, Erzbischöfen, Bischöfen und Ordinarien, und den Prälaten aller Orten, daß fie dur d sich oder einen Andern oder andere gegenwärtiges Schreiben, wenn sie es empfangen oder Nachricht davon bekommen haben, ein Mal im Jahre, oder wenn sie es für z uträglich halten, auch mehrere Male in ihren Kirden, wenn in denselben ein größerer Theil des Volkes zum Gottesdienste ausammen kommen wird, feierlich und machen und den Gemüthern der Gläubigen einschärfen, verkünden und erklären.

Übrigens sollen die Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe und ans dere Ordinarien der Städte und Prälaten der Kirche, wie auch die Rec: toren und übrigen Seelsorger und weltlichen Priester, und Regular-Pries ster, von welchem Orden es auch rey, die durch irgend eine Macht, Beidte gu hören, verordnet sind, eine Copié des Eegenwärtigen bei sich haben, und tr a'ch tert, dieres oft zu lesen und zu 'vers ft eben. Wir wollen auch, daß eine Copie, auch eine gedruckte Copie dieses Briefes, wenn sie durch die Hand eines öffentlichen Notars unter. schrieben und mit dem Siegel einés öffentlichen Richters am Römischen Hofe, oder einer andern in einer geistlichen Würde stehenden Perion versehen ist, vor Geridt und außer Gerist aller Orten mit

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