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atten,'ober von Andern irgend wie beachten Saffen. Wir beschließen also, daß von nun an alles nichtig und ungültig sey, was immer von irgend einer Macht wiffentlich oder unwissentlich dawidergehandelt wird. Daher rathen wir deiner Erhabenheit mit väterlicher Zuneigung, daß du Vorbesagtes wohl erwägest, und diese Declaration und dieses Verbot sorgfältig beachtest und von Andern beachten lassest. Gegeben zu Rom bei dem heil. Petrus, den 17ten April, im fünften Sabre unseres Pontificats (im Jahre 1383).

Anmert. 17. Rede des Pabstes Clemens XI. gegen die an. nahme des Königstitels von Seiten des Churfürsten Friedrich von Brandenburg, (entnommen aus Clementis XI. orationes consistoriales).

Venerabiles Fratres ! Innotuit Vobis dudum, imo et terrarum ubique fama percrebuit, Fridericum, Marchionem Brandenbur. gensem, nomcn et insignia Regis Prussiae profano prorsus ac forte inaudito bactenus apud Christianos more, omni ecclesiae Dei auctoritate contemta, nec sine gravi antiqui juris, quod in ea provincia sacro et militari Teuthonicorum Ordini competit, violatione sibi publice arrogasse, illorumque proinde numero se nimis incaute junxisse, quos increpat simul et reprobat sermo ille divinus : Ipsi regnaverunt, et non ex me, principes existerunt, et non cognovi. Hoo sanc factum quantum Apostolicae Sedi injuriosum, quantum sacris Canonibus, quibus baereticum principem antiquis potius cadere, quam novis augeri honoribus constitu. tum cst, adversum fuerit, egregiae pietati ac perspecto zelo Vestro explicare supervacaneum ducimus. Scire tamen vos volumus, nos illud minime dissimulasse, quinimo, ut muneri Nostro, quan. tum in Nobis erat, hac in re satisfaceremus, audax et irreligiosum ejusmodi facinus datis ad catholicos principes literis aperte damnasse simulque illos serio admonuisse, ne praesumtos a praefato Marchione honores ullo officii genere approbantes, venerabilem sacramque regiam dignitatem, quae ut Dei singulare munus agnosci, veraeque columen religionis atque ornamentum esse debet, in aca. tbolico principe vilescere patiantur.

Anmerk. 18. Påbftlide Bulle gegen der Weftp bálie den frieden (1648).

Pabst Innoceny X.,

zum ewigen Angedenken. Uus Eifer für das Haus Gottet, der unser Herz unaufhörlich beo wegt, lassen wir es uns vorzüglich angelegen reyn, die Reinheit des ors thodoren Glaubens und die Würde und das Anfehen der katholischen Kirche überall unversehrt zu bewahren, damit die Rechte der Kirche, zu

deren Beschüßer und der Herr aufgestellt hat, nicht durch das Benehmen Derjenigen, welche mehr das Shrige, als was Gottes ist, suchen, Schas den leiden, und wir nicht der Nachlässigkeit bei der uns anvertrauten Verwaltung beschuldigt werden, wenn wir dem höchsten Richter Rechenschaft über unsere Verwaltung geben wollen. Wahrlich mit innigstem Schmerze haben wir vernommen, daß durch die Friedensbeschlüsse zu Denabrüd d. 6. Aug. 1648 zwischen unserem geliebtesten Sohne in Christus, dem Römischen Könige und erwählten Kaiser Ferdinand, mit feinen Verbündeten und Anhängern, so wie durch die Friedensartikel zu Münster in Westphalen den 25. October desselben Jahre$ 1648 Zwie schen dem nämlichen Römischen Könige und erwählten Kaiser Ferdinand und seinen Verbündeten und Anhängern auf der einen, und unserem ges liebtesten Sohne in Christus, Ludwig, dem allerchristlichsten Könige von Frankreid), auf der andern Seite respective der katholisden Religion, Dem Gottesdienste, dem apostolischen Stuhle, der Römischen und den untergeordneten Kirchen, dem geistlichen Stande, den Gerechtsamen. Auc: toritäten, Immunitäten, Freiheiten, Eremtionen, Privilegien, Fahrniso sen, Gütern und Rechten derselben der empfindlichste Schaden zugefügt worden. Denn durch die Vergleichspuncte beider, so wie des einen Fries dens, werden unter andern auch die sonst von den Aeßern besessenen Kirchengüter lekteren sammt ihren Nachkommen für ewige Zeiten über. lassen. Den Reßern der Augsburger Confession, wie man sie heißt, wird freie Ausübung ihrer Regerei in den meisten Orten erlaubt, und die An. weisung von Plägen für die zu solchem Zwecke zu erbauenden Tempel versprochen, und mit den Katholiken die Beförderung zu Staatsdiensten und Ämtern und zu einigen Erzbisthümern, Bisthümern und anderen Würden und geistlichen Pfründen, und die Theilnahme an dem Rechte der sogenannten ersten Bitte, welches dem zum Kaiser erwählten Fers dinand vom besagten apostolischen Stuhle verliehen ward, eingeräumt. Die Annaten, die Rechte des Palastes, die Bestätigungen, die päbstlichert Tische und dergleichen Rechte und Reservationen find bei den Kirchens gütern genannter Augsburger Confeffion ausgeschlossen. Die Bestätis gungen der Wahlen oder prätendirten Forderungen der Erzbischöfe, Bis schöfe oder Prälaten derselben Confession sind der weltlichen Macht übers tragen. Mehrere Erzbisthümer, Bidthümer, Klöster, Probsteien, Balleien, Commenden, Canonicate und andere Pfründen und Kirchengüter werden den feßerischen Fürsten und ihren Erben, mit Aufhebung der kirchlichen Gr= nennung, als ewiges Leben unter dem Rechtsmittel der weltlichen Macht überlassen. Es wird verfügt, daß gegen diesen Frieden und gegen die Artikel deffelben keine canonischen, bürgerlichen, gemeinen oder speciellen Rechte, Concilienbeschlüsse, Ordensregeln, Eidschwüre oder Concordate mit den Römischen Päbsten, keine politischen und kirchlichen Statute, Decrete, Dispensationen, Übsolutionen oder andere Erceptionen allegirt,

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gehört oder angenommen werden dürfen. Die Anzahl der sieben Churfürften des Reich 8, sonst durch apostolische Auctorität bestimmt, wird ohne unsere und des besagten Stubles Geneh mis gung vermehrt, und ein achtes Churfürstenthum zu Gunsten des keperischen Pfalzgrafen am Rhein, Karl Ludwig, eingeseßt, und vieles Andere beschlossent, was wir uns anzuführen schämen und der orthodoren Religion, dem besagten Stuhle, ter Römischen und den untergeordneten Kirchen und den übrigen Borerwähnten höchft präjudicirlich und schäd. lich ist. Und alles dieses geschah, obgleich mehrere ehrwürdige Brüder, Fabius, Bischof von Nardo und ausserordentlicher Nuntiuß des besagten Stuhles, am Rheine und den unteren Gegenden von Deutschland zur Vollziehung unserer Befeble öffentlich in unserem und des apostolischen Stubles Namen protestirte, daß jene Artikel null und nichtig, ungerecht und durch Unbefugte verwegener Weise geschlossen worden und als solche von Allen betrachtet werden müßten, und daß vermöge des anerkanntes Sten Rechtes jede ohne Auctorität des besagten Stuhleb getroffene Vers handlung, jeder Vergleich in Kirchenfachen null und ohne Kraft und Ger wicht fen. Um also desto wirksamere Maßregin für die Unschädlichkeit besagter Beschlüsse zu treffen, so wollen wir, vermöge der uns aufgetra. genen erhabenen Hirtenpflicht Fürsorge tragen, und indem wir uns an den noch richtigeren und bereits gegebenen Inhalt beider Friedensinftru. mente, und aller darin begriffenen und der übrigen Puncte, die hier noth. wendig ausgedrückt und mit aufgenommen werden mußten, so halten, als wären sie von Work zu Wort in dem Gegenwärtigen vollständig und hinreichend eingerückt; so beschließen und erklären wir durch dieses Schreis ben aus eigenem Antriebe und aus bestimmter Wissenschaft und reifer Überlegung, und aus apoftolischer Vollmacht, besagte Artikel des einen sowohl als beider Friedensbeschlüsse und alles übrige in genannten In. strumenten Enthaltene, was der katholisden Religion, dem Gottesdienste, dem Seelenheile, dem apostolischen Stuhle, der Römischen und den una tergeordneten Kirdyen, dem geistlichen Stande und ihren Personen, Glies dern, Fahrnissen, Gütern, Jurisdictionen, Auctoritäten, Immunitäten, Freiheiten, Privilegien, Prärogativen und Rechten, welche es seyn mögen, was immer für ein Hinderniß oder nur den geringsten Nachtheil verurs sachen, oder irgendwie so ausgelegt, verstanden, vorgeschüßt oder betrad). tet werden könnte, daß fie dergleichen verursachen oder verursacht ha. ben, und sonst schaden oder geschadet haben, mit allem daraus. Erfolgten oder noch zu Erfolgenden, von Rechts wegen als null und nidha tig, kraftlos, ungeredt, unbillig, verdammt, verwors fen, eitel, ohne allen Einfluß und Erfolg für die Vers gangenheit, Gegenwart und alle Zukunft, und daß Nies mand zur Beobachtung derselben, reyen sie auch durch einen Eidi dwur verwahrt, gebalten sey, und daß daraus

får seinen ein Recht, eine Klage, ein feinbarer Inspruch, oder ein Grund zur Verjährung; wenn auch ein Besik von sehr langer und undenklicher Zeit, oder ein vermeintlicher Quasiberig selbst ohne die ges ringste Unterbrechung und Einsprache erfolgt, erlangt worden sey, nod erlangt werde und zustehen könne, und keinen Vortheil bringe oder ges bracht habe, und gerade so, als wären die Artikel nie erlassen worden, für nicht eristirend und nicht entworfen immerdar angesehen werden müse sen. Und außerdem zu desto größerer Vorsicht und so weit es nöthig ist, verdammen, serwerfen, vereiteln, caffiren, wer ni dha ten, und machen wir kraft- und wirkung 8108 die besagten Artikel und Andere$, was von 'ung, wie gesagt, als präjudicirlich angeführt ward, und protestiren wegen ihrer Nullität feierlich vor Gott dawider, aus gleichem Antriebe, gleicher Wissenschaft, überlegung und Vollmacht. Und so weit es nöthig ist, reßen und bringen wir den apos stolischen Stuhl, die Römische und die ihr untergebenen Kirchen und alle heiligen Orte und alle kirchlichen Personen gegen jene in ihren unversehrs ten und alten Zustand wieder, in dem sie vor besagtem Frieden und vor allen andern angemaßten oder vorgeschüßten frühern Verhands lungen, Verträgen und übereinkünften über Vorbesagtes, mögen sie wo und wie immer geschlossen worden seyn, waren, und erneuern sie wieder vollständig. Und daß besagtes Schreiben mit allem und jeglis chem darin Enthaltenen auch deßwegen, weil vorerwähnte und alle sonst noch einer speciellen Erwähnung nnd Anführung würdige Personen, und die in Vorbesagtem oder in Einein derlei Interesse haben, oder zu ha: ben wie immer vorschüben, jenen Puncten Peineswegs beistimmten, selbst dann nicht, wenn sie vorgeladen, citirt und hierüber vernommen wora den sind, und weil die Gründe, weßwegen Gegenwärtiges erlassen ist, nicht genug entwickelt, bewahrheitet oder sonst hinlänglich oder irgend gerechtfertigt wurden, zu keiner Zeit wegen eines Fehlers der Sub- oder Obreption, der Nullität und Kraftlosigkeit, oder aus sonst was immer für einem großen unerdenklidhen und wesentlichen Defect unserer Aba Richt, oder auf jeden andern Grund, der aus einem Rechte, einem Thats bestande, Statute und Gewohnheit bervorspringt, oder aus sonst einem andern Scheine, Vorwande, Grunde und Anlasse getadelt, angegriffen, Fraftlos gemacht, umgeändert, in Anspruch genommen oder in Zweifel gezogen, oder in die Grenzen des Rechts irgend wie zurückgeführt wera den könne; sondern daß jenes Schreiben immer giltig und wirkjam seyn und bleiben und seinen vollständigen und unversehrten Einfluß erlan. gen und behaupten, und von Allen und Jegliden, die es betrifft und betreffen wird, wie immer in Zukunft unverlegt beobachtet werde. So und nicht anders muß es in Vorbesagtem von allen und Seglichen durch alle ordinären und delegirten Richter und die Uuditoren des apostolifchen Pabstes, und die Cardinale der heil. Römischen Kirche, und die Legaten a latère, und die Nuntien desselben Stuhles, und alle Andes ren, die irgend eine Auctorität ausüben und zur Zeit existiren, unter Aufhebung jeder Befugniß und Macht, anders zu urtheilen, zu erklären und zu interpretiren, allenthalben beurtheilt und bestimmt werden, und wir erklären jeden wissenschaftlichen oder unwissenschaftlichen Eingriff hierüber und durch irgend eine Auctorität für null und nichtig: unge: achtet vorausgegangener Conftitutionen 'und apostolischen Verfügungen jeglicher Art, sowohl allgemeine als spezielle, felbft derer, die auf ökume. nischen Konzilien erlassen worden, und so weit es nöthig ist, aud unge. achtet unserer und der apostolischen Kanzlei Regel über die Nichtaufhe. bung eines erworbenen Rechtes, und der Konstitution Pius IV., unses res Vorfahren über die was immer für eine Interesse der apostolischen Rammer betreffenden Vergünstigungen, welche innerbalb einer bestimm. ten, damals angegebenen Zeit bei derselben Rammer angebracht und ein. registrirt werden müssen, so daß Gegenwärtiges zu feiner Zeit in dersels ben Kammer präsentirt oder einregistrirt zu werden braucht; aud uno geachtet aller faiserlichen und Municipalgereße und aller, felbft durch einen Eidid wur, eine apoftolische Beft ätie gung oder was immer für eine Begründung befestigten Statuten, Gebräuchen und selbst undenklichen Gewohne heiten, Privilegten, Indulte, Confessionen und apoft os lischen Briefe *), fie mögen wo immer und an wen immer, und soll. ten sie auch kaiserliche, königlide und sonst kirchliche und weltliche Würde bekleiden und was immer für Eigenschaften haben, und eine spezielle Hin. weisung nöthig machen, und unter was immer für Ausdrüđen uud Fors meln vom Confiftorium, aus Antrieb, Wissenschaft, Überlegung und Voll. macht u. d. gl., und mit was immer für Klauseln, die den Derogirenden derogiren und sonst noch wirksamer und ungewöhnlicher sind, erlassen seyn, und ungeachtet vernichtender Decrete, die sonst wie impier als Wis Derspiel des Vorbesagten eingeräumt, herausgegeben, entworfen und mehrmals bestätigt, approbirt und erneuert worden sind. Allen Diesen und Jeglichen, wenn auch für ihre hinlängliche Derogation hierüber und über ihren ganzen Inhalt eine specielle', specififche und individuelle und wörtliche, nicht aber durch allgemeine, gleichbedeutende Clauseln eröffnete Erwähnung oder sonst irgend eine Hindeutung zu machen, oder eine auds gesuchte Form dazu zu beobachten wäre, derogiren wir, indem wir ders gleichen Erklärungen, als wenn sie in das gegenwärtige, für vollständig und hinreichend ausgedrüdte und eingerückte Sdreiben wirklich von Wort zu Wort aufgenommen wären, und die darin überlieferte Form für beobachtet ansehen, in Ansehung der Wirkung besagter Puncte specielt

*) Eisenramid macht hier die Anmerkung: „ Ehemals hieß es: Graeca fides, nulla fides

hier: Romana fides, nulla fideo.“

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