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Zusätze und Berichtigungen. Im Bd. VIII. bitten wir ausser den in diesem Bande S. 129. Note 1. bezeichneten Druckfehlern noch Folgendes zu berichtigen:

S. 202 Z. 2. v. 0. lese man: theokratischen statt theoretischen.
S. 355 Z. 2. v. 0.

oben Bd. VII. S. 442. Note 1.
S, 431 2. 9. v. u.

Nr. 5. statt 4.
S. 467 Z. 19. v. u.

Dno statt Duo.
S. 469 Z. 17. v. u.

separabile statt sepasabile.
S. 2. 6. v. 1.

seu statt ac. S. Z. 1. v. u.

eique statt eisque. S. 470 Z. 19. v. 0.

wird statt wurde. S. Z. 20. v. 0.

unabhängig statt unabhäng. s. Z. 21. v. 0.

trennende statt kommende. S. 471 Z. 2. v. 0.

e statt et. S. 2. 14. v. 0.

opponitur statt opponitus.
S. Z. 21. v. u.

Frau statt Form.
S. 2. 24. v. u.

μοιχεία statt σταρχια. . Bd. IX.S. 70 2. 11. v. u.

Verlassenschaft.
S. 175 Z. 20. v. u.

einem propagandistischen statt nimmer

propagandischen.
S. 176 Z. 23. v. u. soll das Wort kirchlichen zu Anfang der Zeile wegfallen.
S. 193 2. 10. v. u. lese man: Canones statt Canonisten.
S. 196 Z. 20. v. 0.

efficiatur statt officiatur,
S. Z. 14. v. u.: angegeben werden, obschon ...
S. 198 Z. 25. v. 0. lese man: Fogaras statt Pogáras.
S. 282 Z. 11. v. u.

Düsseldorf, Trier und Coblenz.
S. 336 2. 17. v. 0.

Leronis statt Bronis.
's. z. 19. v. 0.

Dutsche statt Deutsche.

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Ueber die Folgen der Excommunicatio major,

von Domcapitular W. Molitor zu Speyer.

Das Concilium von Trient nennt bekanntlich (c. 2. Sess. XXV. de ref.) die Excommunication den Nerv der Kirchenzucht und ein sehr heilsames Mittel, um das christliche Volk in den Schranken der Pflicht zu halten. Dabei warnt es aber vor übereilter Anwendung derselben, indem es auf die Erfahrung hinweist, dass dieses Zuchtmittel, wenn es leichtfertig und geringer Dinge wegen angewendet werde, mehr geringgeschätzt als gefürchtet sei und eher zum Verderben als zum Heile gereiche.

Es scheint wohl nicht zu viel behauptet, wenn man annimmt, dass heute zu Tage diese Mahnung der Kirche, wie sie das letzte allgemeine Concil ausgesprochen hat, um vor allzu wenig umsichtiger Anwendung dieser Censur zu warnen, weniger nothwendig sei, als gerade die entgegengesetzte, wodurch zur ernsten und besonnenen Handhabung dieses Zuchtmittels aufgefordert' würde. Denn es lässt sich nicht in Abrede stellen, dass die kirchliche Praxis der Gegenwart in dieser Beziehung vielfach eine zu milde geworden, welche weniger des Ausspruches des Concils gedenkt, wonach die Excommunication als ein sehr heilsames Mittel der Kirchenzucht bezeichnet wird. Wir tragen bezüglich dieser Praxis den kirchlichen Verhältnissen der Gegenwart gerne alle Rechnung, und erkennen wohl, dass in den letzten Jahrzehnten seit. der. Säcularisation die Handhabung der Kirchenzucht theilweise unterbunden, theilweise sogar förmlich unmöglich gemacht war. Eine strengere Anwendung der Censuren hätte bei solcher Sachlage sehr oft nur nachtheilig wirken können. Dagegen wünschen wir auch, dass man uns andererseits einräume, der freiere Standpunkt, welchen die Kirche unbestreitbar. nach Aussen wieder gewonnen hat, und das im Schoosse der Kirche selbst neu erwachte Leben fordere in vielen Fällen unbedingt eine entschiedenere Führung des Kirchenregimentes, und erheische mannigfach in dringender Weise die heilsame Anwendung der Censur.

Dagegen werden nicht selten in der Praxis Bedenken erhoben, von welchen uns übrigens nur ein einziges, der Widerlegung würdig Archiv für Kirchenrecht, IX.

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erscheint. Es ist jenes Bedenken, welches geltend zu machen sucht, dass der Standpunkt der canonischen Gesetzgebung in dieser Materie ein solcher sei, dass eine Anwendung in der Gegenwart nicht mehr möglich erscheine. Die kirchenrechtlichen Bestimmungen über die Folgen der Excommunicatio major denn von dieser allein handelt es sich dabei seien der Art, so wird behauptet, dass sie theilweise gar nicht mehr ausführbar seien. Daraus wird dann geschlossen, es könne der Kirchenzucht nur verder,blich sein, wenn sich deren Ohnmacht erweise, einer ausgesprochenen Censur Nachdruck und Durchführung zu geben. Desshalb wird es dann als ein kleineres Uebel angesehen, die Censur nicht zu verhängen, als dieselbe auszusprechen und ihr keinen Vollzug gesichert zu sehen.

Es scheint demgemäss ganz zweckmässig, zu untersuchen, wie es mit diesen Folgen der Excommunicatio major nach canonischem Rechte bestellt sei, und welche dieser Folgen heute zu Tage nicht mehr einzutreten vermögen, oder wenigstens nur unter Modificationen eintreten können. Lässt sich sodann nachweisen, dass hierdurch einerseits die wesentliche Wirkung der Excommunication nicht beeinträchtigt wird, andererseits aber die Disciplin ebensowenig Schaden leidet, als das canonische Recht in seiner Geltung geschmälert wird: so dürfte sich jenes Hauptbedenken als gehoben darstellen, und für ein sicheres Voranschreiten in der Praxis der entsprechende Boden bereitet sein.

Welches sind nun die canonischen Folgen der Excommunicatio major ?

Offenbar trägt die Erörterung des eigentlichen Wesens der Excommunication wenig zur praktischen Beantwortung dieser Frage bei. Wir lassen daher auch jene bei Seite und beschränken uns auf die Darlegung der Folgen selbst.

Reiffenstuel, In libr. V. Decr. tit. XXXIX. S. II. schickt der eingehenden Beantwortung unserer Frage eine allgemeinere Betrachtung der Gemeinschaft der Gläubigen und des Verlustes derselben durch die Excommunication voraus, wobei er dem heil. Thomas und heil. Bonaventura folgt. Die Gemeinschaft der Gläubigen hat für ihn dreierlei Bezug und ist demgemäss eine dreifache: die rein innerliche, die rein äusserliche, und die gemischte.

Notandum itaque, triplicem esse Communionem Fidelium, qua inter se communicanti, videlicet pure internam, pure externam et mixtam.

Die rein innerliche Gemeinschaft der Gläubigen besteht dann in dem Bande des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, wodurch

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sie Alle unter sich vereinigt sind... Gemäss dieser Gemeinschaft kann der eine Gläubige nach dem Masse seines Verdienstes dem anderen Gnaden erbitten, und demselben, wenn dieser dazu fähig ist die Früchte der eigenen guten Werke zuwenden u. s. w. Die rein äusserliche Gemeinschaft der Gläubigen besteht in dem äusseren Zusammenleben derselben, also in allen Beziehungen, welche dadurch entstehen, dass die Kirche nach einer Seite hin, eine wirkliche äusserlich sichtbare menschliche Gesellschaft ist. Die gemischte Gemeinschaft der Gläubigen ist endlich jene, welche, auf gewisse äussere Handlungen und Gebräuche des kirchlichen Lebens Bezug hat, dabei aber gemäss der kirchlichen Ordnung bestimmte innerliche geistige Früchte wirkt. Hierher gehört die Verwaltung und der Empfang der Sacramente, die Gebete, welche die Kirche bei dem Opfer der Messe und dem übrigen öffentlichen Gottesdienste verrichtet. Hierher gehören auch die Gnadenschätze, welche die Kirche in den Ablässen ver, waltet und den Gläubigen spendet.

Was nun die Wirkungen der Excommunication betrifft, so steht es unbestreitbar fest, dass dieselbe den Excommunicirten (wenn er nicht, wie es in der Regel der Fall sein wird, schon durch eigne Schuld es wäre) nicht von der Gemeinschaft, welche jene communio pure interna umfasst, ausschliesst und ausschliessen kann. Denn der Gnade, durch welche wir in jenen innerlichen geistigen Verband der Kirche aufgenommen werden, können wir durch keinen äusserlichen Richterspruch, sondern einzig und allein durch eine Todsünde verlustig gehen.

Cum gratia et charitas habitualis non niși per propriam culpam mortalem, minime vero per poenam, cujuscunque tandem, auferri valeat: et dum etiam per propriam culpam amittitur, recuperari potest per contritionem perfectam, manente adhuc Excommunicatione, qua forsan innodatus existit. Reiffenstuel 1. c.

So wie man heute das canonische Recht, und den Geist der kirchlichen Gesetzgebung anzusehen noch vielfach gewohnt ist, wird man leicht zu der Meinung sich verführen lassen, es sei eine solche Auffassung eine neuere, und lasse sich mit dem mittelalterlichen Geiste das Decretalenrechte nicht wohl vereinigen. Ein Blick in eine der Decretalen Innocenz III.

C. 28. X. de Sent. excomm. (V. 39.) kann uns eines Bessern belehren. Der grosse Papst und Gesetzgeber ist sich der Bedeutung und des Umfangs der kirchlichen Jurisdiction wohl bewusst, und zieht in seiner Decretale mit gewohnter Klarheit und Bestimmtheit deren Schranken.

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Judicium Dei veritati, quae non fallit, nec fallitur, semper innititur ; judicium autem ecclesiae nonnunquam opinionem sequitur, „ quam et fallere saepe contingit, et falli. Propter quod contingit „interdum, ut qui ligatus est apud Deum, apud ecclesiam sit so,,lutus, et qui liber est apud Deum , ecclesiastica sit sententia , innodatus. Vinculum ergo, quo peccator ligatus est apud Deum, ,in culpae remissione dissolvitur; illud autem, quo ligatus est ,apud ecclesiam, quum Sententia remittitur, relaxatur --- C. c.“

Eine Folge davon ist, dass die Excommunication auch nicht der Frucht der Gebete und der andern guten Werke beraubt, welche von den Gläubigen in ihrer Privatandacht und in eigenem Namen vor Gott dem Excommunicirten zugewendet werden. Nur von der Theilnahme an den Früchten des öffentlichen Gebetes und Gottesdienstes der Kirche, welche jedem im kirchlichen Verbande stehenden Gläubigen zu Gute kommen, bleibt der Excommunicirte ausgeschlossen. Demgemäss ist es ausser Frage, dass es dem Einzelnen erlaubt und verdienstlich sei, seine Gebete und gute Werke für den Excommunicirten aufzuopfern.

Anders steht es aber mit der Theilnahme an jenen Gütern und mit jenen Beziehungen, welche durch die communio mixta und pure externa vermittelt werden; und hiemit beschäftigt sich eigentlich die canonische Frage nach den Folgen der Excommunicatio major. Diese ist und bleibt, wie sie Suarez definirt, jene Censur, durch welche Jemand von der kirchlichen Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschieden wird qua quispiam separatur ab ecclesiastica communione fidelium. Aber diese Ausscheidung bleibt, wie uns Innocenz III. belehrt hat, ein judicium ecclesiae und ist kein judicium Dei; desshalb berührt es auch nicht direct und unmittelbar (wie man nach der Definition bei Kober, Kirchenbann S. 32. glauben könnte] das Gebiet des Gnadenlebens, welches ein rein geistiges ist, und von Gott allein vollkommen beherrscht wird.

Die Canonisten zählen aber insgemein, Suarez, de Censuris. Disp. IX. seqq. Avila, de Censuris. Cap. VI. Disp. III. seqq. Felicianus, Enchyridion de censuris. cap. IV. Ugolini, de Censuris, Tab. II. cap. VI. seqq. [Dedicastillo, tract. de censuris Antverpiae 1662. pag. 101 seqq. nr. 365 seqq. Kober, Kirchenbann Kap. 6. S. 238 ff. Schilling, Kirchenbann S. 161 ff. Fessler, Kirchenbann und seine Folgen. 2. Aufl. Wien 1860.] Conf. Fagnani, Repert. voce Excomm. effectus. Pirhing in h. tit. (V. 39.) Sect. I. S. III. Engel in h. tit. S. 2. Reiffenstuel in h. tit. S. 2. 5. Schmalzgrueber in h. tit. S. 2.

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