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cet, domine, sacerdos dicit sponsae: Domina Catharina, vel N., placel vobis accipere dominum Petrum vel N. in vestruin legitimum sponsum per verba de praesenti, sicut praecipit sacrosancta Romana et apostolica ecclesia ? et illa dicente: domine, placet mihi, sacerdos dicat: et ego auctoritate, qua fungor , coniungo vos in matrimonium in nomine Patris et Filii et Spiritus sancti. Amen. Man sollte denken, diese Vorschrift des Sacerdotale Romanum rei faum einer zweifachen Auffassung fähig, und verlange, daß der Priester, bevor er die Worte, welche die Form des Eheraframento find - nåmlich offenbar die Worte: „Et ego auctoritate, qua fungor, coniungo vos in malrimonium in nomine Patris etc.“ - ausspreche, sich von der Eins willigung beider Brauttheile versichere (die Art und Weise, wie das geschehen solle, wird dann auseinandergefeßt), weil ohne diese Einwilligung nichts zu Stande fonime. Fr. Filfer weiß aber einen andern Sinn herauszubringen. Man höre! Beim Rituale von Rom werden oft (also doch nicht immer ) gerade jene Worte ausgelassen, welche entscheidend find, nåmlich : cum consensu utriusque. Die Worte des Priesters, welche dieser mit Bewilligung der Kontrahenten spricht (so? wir nehmen und die Freiheit zu meinen, das Sacerdotale verstehe unter dem consensus utriusque feine Bewilligung der Kontrahenten, daß der Pries ster gewisse Worte spreche — was auch lächerlich ist

sondern es verstehe darunter die Einwilligung beider Kontrahenten zu der zu schließenden Ebe, wopou der Priester fich, wie aus den unmittelbar darauf folgenden Wors ten erhelt, versichern fou, bevor er gewiffe Worte, welche die Form des Saframents sind, ausspreche), sind die Form des Saframents. Diese Form wird näher bestimmt durdy die Worte: Domine Petre etc. Die Frage des Priesters und die Antwort der Kontrabeuten sind also die Form ; ers stere ist nur insofern nöthig, als dadurch der Priester den Wechselwillen ausdrucken läßt. Den Nachraß: et ego coniungo etc.... spricht er nicht mit dem Konfense der Rontra: henten, sondern er ist getrennt von der Form des Saframents. Der Priester hat demnad) nur die Unbehilflichkeit der meis sten Kontrahenten zu unterstüßen und mit ihrer Bewilligung den Wechselwillen auszudrücken; dann auch dafür zu sorgen, daß dieser Wechselwille dem firchlichen Sinne gemåß auss gedrückt werde. Die Worte ego coniungo vós etc. sind eine Bestätigung und ein Segen der schon geschlossenen Ehe.“ Ohe, iam satis*)!

Nach allem Dei wird es uns der unbefangene und billige leser nicht verübeln fónnen, wenn wir troß aller Ges genargumente des Herrn Filfer immer nodi der Meinung sind, daß die Reformationsformel, das Enchiridion Coloniense und Sacerdotale Romanum den Priester für den Minister des Ehesaframento erflåren, daß also diese Ansicht von dem Minister des Ehefatraments feineswegs vor Canus in der Kirche ganz unbekannt gewesen sei. Auch hat Filier die Wahrheit nicht auf seiner Seite, wenn er S. 69 behauptet, kein einziges Zeugniß der Våter knüpfe deutlich die Gnade an den priesterlichen Segen. Chrysostomus z. B. bindet doch deutlich genug die Gnade an den priesterlichen Segen, wenn er homil. 48. in genes. sagt: ,,Was entweihest du die ehrbaren Mysterien der ches lichen Verbindung ? Man muß alle solche Entweihung ferne halten und vor allem die junge Weibsperson Schamhaftigkeit lehren und die Priester rufen und durch Gebet

*) In derselben Manier fertigt unser Verf. auch die nach dein Triden

tinuin gehaltenen Konzilien und erschienenen Rituale, welche den Þfarrer oder Brieft er den Ausfpender des Sakraments der Ehe nennen, ab. Diese Synoden (und Ritualien) reden nur in der Weise, wie das Tridentinum den Ritus vorgeschrieben: denn anders würden sie in dein Ronzil widersprechen (wie ro ?); d. b. der Pfarrer muß durch seine Gegenwart die Ehe gültig ma: chen. Also kann der Pfarrer wohl in der Hinsicht minister heißen, als er als unerläßliche Bedingung zur Segung der Ehe nothwendig ist. Wir halten es für überflürfig, über diese, freilich auch schon von Andern aufgestellte Eregese auch nur ein Wort zu bemerken.

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und Segen das eintråchtige Band der Ehe fest binden, damit die liebe des Brautigams vers mehrt werde, und die Enthaltsamkeit der Braut wachse, und damit alles, was geschieht, den Erfolg habe, daß die Werke der Tugend in jenes. Haus einfehren *)." Dasselbe thut aud), um einen spås tern Schriftsteller zu nennen, der fünfte General der Domis nifaner , Humbertus de Romanis (gest. 1277), wenn er de eruditione praedicatorum lib. 2. tract. 2. cap. 50. sagt: „Bene in matrimonio fit benedictio sacerdotalis, ut virtute huius, cui annexa est divina gratia, conferatur ... et societas pacifica, et terreatur potestas diabolica, et deprimatur carnalis intentio, et largiatur abundantia bonorum spiritualium ad salutem perducens ..

Doch wir müssen abbreden, denn wollten wir alles beleuchten oder rågen, was uns eine Beleuchtung oder Rüge zu verdienen scheint, wir würden nicht zu Ende fommen, sintemalen das Filser'sche Schriftchen von Anfang bis zu Ende ein fortlaufender Beweis für seines Verfassers Unreife zu derartigen wissenschaftlichen Arbeiten ist **). Nur einer

*) Ganz ergößlich ist, was Filfer über diese Stelle S. 70 sagt:

,,Shry ro ft om u 8 sagt ausdrüdlich, deswegen soll man den Prie: fter rufen, damit das Mysterium (nämlid, wie F. meint, das Sa: trainent der Ehe wo doch Chryfoftomu s von Mysterien, also nach filfer's Meinung von Sakramenten der Ehe redet!) nicht profanirt würde ; nicht aber, die Ehe sei deshalb Mysteriuin, weil der Priester fie segne. Man lese nochmal die Stelle des hy. Shry rost o in us und bewundere dann die Geschidlichkeit unsered

Verfassers, fich aus jeglicher Verlegenheit herauszuwinden! **) und zwar in Bezug auf die Beweis führung sowohl als auf

den uus dr ud. Welchen Werth seine Beweise zu haben pflea gen, das hat diese Anzeige, denken wir, zur Genüge gezeigt. Mancha mal wird er ganz lächerlich. So heißt es S. 108: „Uebrigens ist es unwahr, daß die Synode zu Köln 1536 unsere Meinung mit dein Anathein belegt hat (das behauptete nämlich der Ratholit voin 3. 1837, nicht aber auch diese Zeitschrift, wie F. zu verstehen

Ruge noch fönnen wir uns nicht enthalten. Filfer liebt es, die Theologen, die seiner Ansicht von dem Minister des Ehesakramentes nicht zugethan sind, mit verdächtigenden Prådifaten zu belegen, sie Josephiner, Haffer der Scholastif **) u. s. w. zu nennen. Wahrlich eine solche Kecheit und eine solche Unbescheidenheit gegen meistens hochverdiente und in Absicht auf Drthodorie ganz unverdåchtige Theologen stehen einein jungen Manne, der faum die Schuls bant verlassen, schlecht an; und Fakultåten, welche wissen: schaftliche Arbeiten junger Månner frånen wollen, würden wohl thun, wenn sie auch in der Weise einige Sorge für ihre Ehre trügen, daß sie ihre Schüßlinge auf derartige Ungebührlichkeiten aufmerksam machten. Oder roll (wenigs stens theilweise) darin die neuerwachte Kirchlichkeit, wovon Manche so viel Aufhebens machen, bestehen? Darin, daß man unwesentliche Dinge oder bis zur Stunde noch von der Kirche ganz frei gegebene Ansichten mit fanatischer Wuth verficht, und alle, welche anderer Meinung sind, durch vers dåchtigende Prådifate bei dem großen Kaufen um ihren Kredit zu bringen sucht? Vor dem weitern Umsichgreifen einer solchen unchristlichen Kirchlichfeit wolle und Gott in

gibt). Es müßte nur die Sache fic fo verhalten, daß Grorper's Endiridion, weil er dem Tridentinum inaterialiter widersprochen, in den in der get ou un en ist (!). Auch für die unreife des Verf. in Absicht auf den Ausdrud seiner Gedanken find Beweise genug vorgekommen. Man betrachte übrigens in dieser Sinsicht nur den ersten, besten Paragraphen. Der g. 36 s. B.. welcher die inneren Ursachen an: geben fou, waruin die Meinung des S anus sich erhoben und so viele Anhänger gefunden, beginnt init den Worten: „Die Theorie, daß Unauflöslichkeit und Satraînentligkeit der Ehe schlechthin sich bedingen, wird übersehen oder geleugnet, intein sie nur vom Kon: trakte hergeleitet wird.“ Was wird denn von dein Kontrakte hergeleitet ? Nady der Fassung dieser Stelle offenbar die Theorie, daß unauflöslidkeit und Satrain entlichkeit der Ebe rdi le cht hin sich bedingen.

uver ren

we in geschieht das? Nach der Fassung der Stelle offenbar vor: den Theologen, welche die Theorie, daß Unnuflösliditeit und Sakramentlichkeit der Ghe ídlechthin sich bedingen, übersehen oder laugnen. Kann denn nun ein Mensith in Ginein Utheinzuge Etwas zugleich behaupten und läugnen? Ohne Zweifel will Filler init den legten Werten jener Stelle sagen, die unauflöslichkeit der Ehe werde von jenen Theologen nur vom Kontratte abgeleitet. Wie verkehrt ist

dann aber nicht das Ganze konstruirt! **) Zu den barfern der dolastit rechnet f. unter andern auch

Dob in a ner, Brenner, Stattler, e chwarz. Wie, Doba maner, Brenner, Stattiér, Stowarz, sind Hasser der Scholastik? Wo ist der Beweis hiefür ? Dder ist Einer schon daruin ein gaffer der Scholaftie, weil er nidit udes billigt und unterschreibt, was die Scolastiker vorgebracht haben? Dann aber rehe Filier zu, daß er nicht auch viele von den Theologen zu Saffern der Scholaftit stempelt, welche gleid ihin die Rontrahenten für die Ausspender des Satraments der Ehe erklären. lies bermann ġ. B. erklärt sich an imanchen Stellen seiner Dogmatit weit stärker, als Dobina yer, Brenner, Schwarz, Stattler

gegen die scholastischen Theologen. Tom. 3. pag. 44. (edit. 4.) heißt es: „Manifestum est, eiusmodi quaestiones (nämlich die Disputationen der Stotisten , Thoinisten und Nominalisten über die Unterscheidung der gött ben Wesenheit und deren attribute), nihil habere utilitatis, sed foetus esse ingeniorum male subtilium, qui vanam scientiam sectantes, omnia inutilibus et vanis disputationibus implebant, languenles circa quaestiones et pugnas verborum.“ und pag 301 fagt Liebermann, nachdein er anmerkt,' daß Schrift und Tradition nur wenig Gewisses über den Stand, worin die Engel von Gott erschaffen worden, enthalten: „Reliqua quo magis obscura sunt et incerta, eo magis Scho lasticorum ingenia exercueruut. Hos scilicet si adeas, nihil est, quod ipsi non concludant; ac si datum illis fuisset in coelesti aula commorari, et spirituum illorum colloquiis inter

Sciunt enim non tantum, quot ordinibus constet totus Angelorum exercitus, sed etiam qua in re discrepent inter se; quantus sit eorum numerus, quis existendi, cogitandi, agendi modus; an in loco sint, et quomodo e loco in locum moveantur; qua ratione communicent et collo. quantur inter se.“ 3ft denn nun Liebermann ein passer der Scholastit?...

esse.

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