Sayfadaki görseller
PDF
ePub

Gnaden bewahren! Uebrigens ist jungen Leuten ein solches Unwesen so ziemlich zu verzeihen, wenn die, welche sie in das Heiligthum der Wissenschaft einführen sollen, ihnen nicht mit dem besten Beispiel in dieser Beziehung vorangehen. Und wahrlid), Werfe, wie die früher erschienene Grunds legung der fatholischen Theologie von Dr. Georg Raiser, quiesz. Professor der Theologie in München, erklären manche Erscheinung der Gegenwart, und selbst manche Erscheinung in unserer nåchsten Umgebung.

Hiermit nehmen wir Abschied von Herrn Dr. Filser, in der Hoffnung, ihm, sollten wir ihm nochmal auf dem Ger biete der theologischen Wissenschaft begegnen, mehr pob und Beifal spenden zu können.

Martyrologium Romanum Gregorii XIII. iussu editum, Ur

bani VIII. et Clementis X. auctoritate, recognitum ac deinde anno MDCCXLIX Benedicti XIV. labore et studio auctum et castigalun. Editio novissima , iuxta exemplar Romae impressum MDCCCXLV. ss. D. N. Gregorio XVI. Pont. Max. auspice et Patrono in qua sanctoruin et beatorum extant elogia pro ordinibus etiam regularibus a sac. rit. congr. ad haec usque tempera approbata. Mechliniae P. I. Hanicq etc. cum approbatione MDCCCXLVI. in groß Quarto. LXXX.

586 Seiten. Dasselbe Werf: Ratisbonae MDCCCXLVI sumptibus Iosephi

Manz. in gr. Octav.

Das rómische Martyrologium ist im Jahre 1845 zu Rom in einer neuen Ausgabe erschienen. Diese unterscheis det sich von der jüngsten dadurch, daß diejenigen Heiligen, welche seit dem Drucke der lebten Ausgabe canonisirt wors den, in derselben an den betreffenden Stellen aufgeführt wers den. Außerdem sind diejenigen Abänderungen darin getrofPhilosophische Einleitung - vom Erzbischofe von Paris. 123

ora

fen worden, welche die Chronologie forderte; so enthält sie eine neue Epaftentafel, welche bis zum Jahre 1972 fortgeht u. dgl. Eine andere Eigenthümlichkeit, wodurch sich diese Ausgabe von den åltern unterscheidet, ist, daß die Quantitat der Sylben durch Accente bezeichnet werden. Wenn es auf der einen Seite zu beklagen ist, daß die Kenntniß der lateis nischen Prosodie so wenig verbreitet ist, daß man dem Leser durch Accente nachhelfen muß, so hat es, wie die Sachen einmal stehen, doch sein Gutes, daß diese Accente beigefügt worden, damit man nicht z. B. ein crudělis Herodes et labora und áhnliche Gráuel hören muß.

Beide Ausgaben, die Mechler und die Regensburger, fündigen sich als wortgetreue Abdrücke der römischen, unter den Auspizien Gregor’s XVI. im Jahre 1845 erschienenen Auflage an; dennoch weichen sie in einigen Punkten von einander ab. Wenn diese Punfte auch unwesentlich sind, so nimmt sich doch eine solche Freiheit oder Nachlässigkeit in einem Werfe, wie das vorliegende, nicht gut. Die erstgenannte Quartausgabe zeichnet sich durch Schönheit des Druckes und des Papiers vor der zweiten, der Octavausgabe, vortheilhaft aus. Der Preis der erstern ist 4 Thlr. 7/2 Sgr.; die zweite dagegen fostet 2 Thlr. 15 Sgr.

Philosophische Einleitung in die Lehre des Christenthums.

Von Dionys August Affre, Erzbischof von Paris. Deutsch mit Anmerkungen von Dr. W. Smets, Canos nicus des Collegiatstiftes in Aachen. Aachen bei Berns

hard Boifferée. 1846.

Der Verleger der vorgenannten Schrift hat uns unlångst ein Eremplar derselben mit dem Ersuchen zugesandt, dieselbe in diesen Blåttern zu besprechen, und mit dem Bemerken, daß sie bisher noch in feiner wissenschaftlichen Zeitschrift die ihr vermoge ihrer gediegenen Bearbeitung gebührende

[ocr errors]

Berücksichtigung resp. Anerkennung gefunden haben. Ist es wahr, was der Herr Verleger sagt, und wir haben feinen Grund, die Wahrheit seiner Angabe zu bezweifeln, so ist dieses gewiß ein auffallendes Faktum. Der Titel – philos sophische Einleitung – der Verfasser – der Erzbischof von Paris

- Alles mußte die Aufmerksamfeit der gelehrten Res zensenten auf dieses Buch, von welchem gleichzeitig zwei deutsche Uebersetzungen erschienen, welches in Belgien mehrs mals nachgedruckt worden, hinlenfen. Aber nein, kein wissens schaftliches Blatt für Theologie in Deutschland außer dieser Zeitschrift hat das Buch des Erzbischofes von Paris zur Sprache gebracht. Was ist die Ursache von diesem auffallenden Fafs tum? Sie liegt nicht weit. Die Grundlage des Erzbischofs von Paris sind nicht die Grundlage der katholischen Theos logen Deutschlands, weldie sich die Orthodoren nennen. Håtte die philosophische Einleitung irgend einen Geistlichen zum Verfasser, der in einer untergeordneten Stelle der Wifsenschaft und der Kirche dient, so würde man ihm in Deutsch land gezeigt haben, daß seine Pehren pelagianisch, rationalistisch seien, daß sie das Christenthum umstürzten; man würde dem Verfasser nachgewiesen haben, daß er die Vernunft anbete und sich stolz und vermessen über die Offenbarung erhebe, da er von einem Gebrauche der Vernunft in Glaubenssachen spridit. Wäre der Verfasser der philosophischen Einleitung irgend ein untergeordneter Geistlicher in Deutschland, so würde man ihn zum Widerrufe zwingen, oder ihn seiner Stelle entseßen. Aber der Verfasser der introduction philosophique fitßt auf dem erzbisdóflichen Stuhle zu Paris, und da fann die Verfeßerung nicht anschlagen, die moderne Dr. thodorie Deuschlands ignorirt sein Buch, obgleich es in zwei deutschen Ueberseßungen erschienen ist, obgleich die fatholis schen Journale hundert Schriften anzeigen und loben, die alle zusammen nicht so viel Geist, so viel Wahrheit enthals ten, als die kleine Schrift des Erzbischofes von Paris. Tas Borro in å usblatt in Köln hat f. 3. einen Anlauf geneumen, aber es begann damit, beide Ueberseker auf eine er: bärmliche Weise eines Falsums zu beschuldigen, indem es öffentlich die verwegene Behauptung aussprach), das Wort philosophique stehe nicht im Original, obgleich es in allen vier Ausgaben steht, welche unter den Augen des Erzbischos fes von Paris erschienen sind, obgleich es in allen Abdrücken steht, welche die belgische Presse an’s Licht gestellt hat.

Der ehrenwerthe Verleger hat seinen Verlagsartikel von Neuem angefündigt und er hat ihn zu empfehlen ges glaubt, indem er schreibt: Eine philosophische Einleitung in das Studium der Lehre des Christenthums von dem ers sten Würdner des französischen Episkopates ... dürfte jeßt um so mehr als eine beachtenswerthe Erscheinung anges sehen werden, als aud) das neue Oberhaupt der fathos lischen Kirche, Pius IX., in dem apostolischen Rundschreiben sidy dahin ausgesprochen hat, daß die menschliche Vernunft hinsichtlich der göttlichen Offenbarung des Christenthums, um in einer so wichtigen Sache nicht betrogen zu werden und zu irren, die Thatsache derselben sorgfältig erforschen muß, um dadurch zur Gewißheit zu gelangen, daß Gott ges sprochen hat, und Ihm dann einen vernünftigen Gehorsain zu schenken.

Der Verleger beruft sich auf das påpstliche Rundschreis ben, um die philosophische Einleitung des Erzbischofes von Paris zu empfehlen! Aber gilt denn nicht von dem påpsts lichen Rundschreiben dasselbe in den Augen der modernen Drthodorie in Deutschland, was von der philosophischen Einleitung des Erzbischofs von Paris gilt ? Hat man das påpstliche Rundschreiben nicht, so lange es anging, in dem dogs matischen Theile gånzlid, ignorirt, oder so forrumpirt, daß die Lehre des Papstes ganz unfenntlich geworden? Hat man das påpstliche Rundschreiben nicht öffentlich zu verdachtigen gesucht, indem man anführte, es sei in Deutschland bei einem Buchhändler abgedruckt worden, welcher auch Sdirifa ten von Schülern des Hermes verlegt? Hat man nicht die Pehren des Papstes Pius IX. verwegene Neuerungen ges nannt, die ein Ausfluß der modernen Wiffenschaft seien?

126 Philosophische Einleitung

vom Erzbischofe von Paris.

Die Schrift des Erzbischofes von Paris zeigt übrigens, wie weit es in Deutschland mit der Drthotorie gekommen ist, sie zeigt, daß gerade diejenigen, welche sich orthodor nennen, und eine Zeit lang in Rom den höchsten Ruf der Orthodorie sich durch schlechte Rünste zu erwerben wußten, durchaus entfernt sind von der Orthodorie, daß sie die ors thodoren Lehren nicht ertragen. Und in der That, wie fonnten fie Bücher, wie das genannte des Erzbischofes von Paris, verbreiten, wie Grundsåpe vertheidigen, wie diejenigen sind, welche tas påpstliche Rundschreiben so flar, so bestimmt, so búndig ausspricht ? Kann wohl die Finsterniß mit dem Lichte Gemeinschaft haben? Man wird endlich zur Einsicht kommen, endlich das täuschende Licht fennen lernen, in wels ches sich diese falschen Orthodoren gehúllt und womit fie nicht wenig wohldenkende Månner getäuscht haben. Man wird zu der Einsicht fommen, daß diese Orthodorie das Grab aller wahren christlichen und fatholischen Lehre ist.

Es hat vom Ursprunge des Christenthums bis auf den heutigen Tag eine große Anzahl von Keßereien in der Kirche gegeben, welche an der christlichen Lehre gerüttelt haben ; aber feine einzige unter allen den großen Seften der christlis chen Vorzeit ist für das Christenthum so gefährlich gewesen, als jene moderne Drthodorie, welche sich in Deutschland auf die namhafteren Lehrstühle eingedrängt, welche die Herrschaft in der fatholischen Literatur erobert hat, und welche nun in die Kirche und auf die Kanzeln siegreich eingezogen ist. Man wird diese Behauptung fühn finden. Das fónnen aber nur solche, denen die Erscheinungen auf dem theologischen Ges biete fremd sind, oder solche, die sich durch den Schein tåus sdhen lassen, oder endlich solche, die nie an den Einsturz eines Hauses glauben, bis es in Trůmmern vor ihren Augen liegt. Wil man, so fasse man uns beim Worte, und 'wir werden unsern Saß beweisen.

Wir haben wiederholt die Aufmerksamkeit unserer Leser auf das Buch des Erzbischofes von Paris hingelenft; wir haben daher an dieser Stelle nichts weiter über den Inhalt

« ÖncekiDevam »